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- 15. Februar 2009 1 Min.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit erklärte, er halte die Deutschen im Umgang mit Homosexuellen für toleranter als die US-Amerikaner.
"Ich bin überzeugt, dass die Mehrheit der Deutschen einen homosexuellen Politiker in einer Führungsrolle akzeptiert", so Wowereit in einem Gastbeitrag für das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Für einen schwulen US-Präsidenten reicht meine Vorstellungskraft doch noch nicht aus", erklärte der 55-Jährige. "In Deutschland sind wir da glücklicherweise weiter." Allerdings gebe es auch hierzulande "sicherlich noch immer viele, die einen schwulen Kandidaten nur wegen seiner Homosexualität nicht wählen würden". Er selbst bekomme immer noch "häufig Schmähbriefe".
In dem Artikel rezensiert Wowereit den für acht Oscars nominierten Film "Milk", der am Donnerstag in den deutschen Kinos anläuft. Darin geht es um Harvey Milk (dargestellt von Sean Penn), der in den 1970er Jahren als erster offen schwuler Politiker in ein politischen Amt gewählt wurde. Wowereit erklärte, er würde Penn "für seine Darstellung den Oscar geben". Die Verleihung der Academy Awards findet am kommenden Sonntag statt. (dk)














