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  • 19. Februar 2009 14 1 Min.

Zur Karnevalssaison verteilt die brasilianische Regierung insgesamt 65 Millionen kostenlose Kondome.

Bereits jetzt gibt die Regierung des 190 Millionen Einwohner zählenden Landes pro Monat 45 Millionen Kondome ab. Wegen der jahreszeitlich bedingten erhöhten Fröhlichkeit verteilt Brasilia noch einmal 20 Millionen Verhüterli in den Karnevals-Hochburgen, erklärte Mariângela Simão vom staatlichen HIV/Aids-Hilfsprogramm.

Insgesamt gebe das Land rund 30 Millionen Euro aus, um insgesamt 1,2 Milliarden Kondome zu kaufen, so Simão. Das mache Brasilien zum größten staatlichen Präservativ-Einkäufer der Welt.

Größter Gegner des seit Jahren laufenden Anti-Aids-Programmes ist nach wie vor die katholische Kirche. Sie hatte letztes Jahr erklärt, die kostenlose Ausgabe von Kondomen führe zu einer "Banalisierung der menschlichen Sexualität", die keinesfalls hingenommen werden dürfe.

In Brasilien sind nach offiziellen Angaben mindestens 600.000 Menschen HIV-positiv. Die Vereinten Nationen lobten die staatliche Kondom-Werbung ausdrücklich als gutes Mittel, das Virus einzudämmen. Allerdings erhält das Land seit Jahren keine Entwicklungshilfe für HIV und Aids mehr aus den Vereinigten Staaten, weil das größte südamerikanische Land sich weigert, Prostitution zu verurteilen. Ein Sprecher der brasilianischen Regierung bezeichnete Prostituierte "Partner" im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit, die man nicht verurteilen könne. (dk)

-w-

#1 SaschaEhemaliges Profil
  • 22.02.2009, 15:46h
  • Ja, wie man sieht, @seb1983, von einem Land wie Brasilien kann durchaus auch der eine oder andere Deutsche etwas lernen!

    Ein ungewohnt schöner Artikel dazu heute auch im Spiegel, mit einer Aussage, wie ich sie im deutschen Karneval bisher noch nie gehört habe:

    "Das ist eine großartige kulturelle Kundgebung. Man sieht Kinder, alte Frauen, Männer, Mädchen, Homos, Heteros - es herrscht eine wunderbare Demokratie auf der Straße", findet "Fabelhafter Juju". Dann wirbelt er auf seinem Absatz herum und posiert mit einer Familie für Fotos."

    www.spiegel.de/panorama/0,1518,609186,00.html

    Schon komisch, bei uns haben sogar Schwule Angst davor, dass ihresgleichen z.B. beim CSD womöglich von Kindern gesehen werden könnten...
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#2 AxelBerlinAnonym
  • 22.02.2009, 17:09h
  • man muss ja, auch wenn karneval ist, nicht gleich übereinander herfallen, wie die karnickel.
    selbst, wenn kondome verteilt werden, ist es nicht immer gewiss, dass diese im angetrunkenen zustand auch benutzt werden.
    im grossen und ganzen ist die aktion der regierung jedoch zu begrüssen, ruft sie immerhin die krankheit, besonders in diesen leichtlebigen tagen, ins gewissen.
    dass prostituierte immer partner im kampf gegen aids sind, würde ich nicht zustimmen.
    sicher gibt es nicht wenige prostituierte, gerade solche, die sehr viel geld für drogen benötigen, und auf saferen sex gerade deswegen verzichten.
    gerade in der beschaffungsprostitution ist es doch so, was der körper nicht mehr hergibt, wird durch wagnis kompensiert.
    um gesund alt zu werden braucht man weder den rat der kath. kirche noch die kondomspenden einer regierung sonder selbst ein wenig verstand, den man gelegentlich benutzt.
    und manchmal tut´s ein bier weniger für mehr hirn und kondome.
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#3 KonstantinEhemaliges Profil
  • 22.02.2009, 19:14h
  • Antwort auf #2 von AxelBerlin
  • "sicher gibt es nicht wenige prostituierte, gerade solche, die sehr viel geld für drogen benötigen"

    So eine stigmatisierende Scheisse habe ich lange nicht gelesen! Wenn von Prostituierten die Rede ist, sind hauptberufliche Huren gemeint! Und keine Frauen, die auf Grund von Drogensucht anschaffen gehen (müssen). Lieber Axel: Bevor du den Mund aufmachst, denk doch zukünftig bitte mal nach!
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