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Die britische Regierung will in einem Gesetzesentwurf die Definition von "Extremisten" erweitern. Ein Merkmal könnte demnach die Homophobie eines Moslems sein.

Die Tageszeitung "The Guardian" zitiert aus dem bislang noch nicht veröffentlichten Entwurf. Demnach sollen Menschen als "Extremisten" klassifiziert werden, die argumentieren, dass der Koran Homosexualität verurteile und derlei Verhalten deswegen eine Sünde sei. Weitere Anzeichen für einen Extremisten nach dem vorliegenden Entwurf: Die Unterstützung der Scharia und eines panislamischen Staates, sowie die Verharmlosung von gewalttätigem Widerstand in vielen Ländern der Welt als "gerechfertigter Dschihad". Außerdem sei es extremistisch, die Tötung von britischen Soldaten im Irak oder in Afghanistan nicht zu verurteilen.

Die britische Regierung argumentiert, dass die Wurzel von islamistischem Terrorismus extremistische Ansichten seien und deshalb gegen diese vorgegangen werden müsse.

Die Einstufung als "Extremist" hat keinen Einfluss im strafrechtlichen Sinne. Allerdings könnten derlei Personen öffentliche Gelder verweigert werden. Ferner könnten Leute ohne britischen Pass an der Einreise gehindert werden.

Sprecher muslimischer und interkultureller Organisationen verurteilten die Pläne. Ein solches Sondergesetz für eine bestimmte Religion könnte viele Menschen islamischen Glaubens an den Rand drängen und weiter von der Gesellschaft entfremden, heißt es. Zeitungskommentatoren aus muslimischen Ländern vergleichen die geplante Verschärfung mit den antikommunistischen Gesetzen von US-Senator Joseph McCarthy aus den 1950er Jahren.

Hassprediger sind schon bisher wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt gekommen: So behauptete Sir Iqbal Sacranie, der frühere Generalsekretär des Muslimischen Rates, bereits mehrfach, Schwule verhielten sich "unmoralisch" (queer.de berichtete). Im letzten Jahr wurde ein Ermittlungsverfahren gegen Sacranie eingeleitet, weil er in einer Radiosendung erklärte, dass Homosexualität aus gesundheitlichen und moralischen Gründen nicht akzeptiert werden könne. (dk)



20 Kommentare

#1 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 19.02.2009, 16:07h
  • Haben die nicht was vergessen? Was ist mit den homophoben Christen, die argumentieren, dass die Bibel Homosexualität verurteile und deshalb Sünde sei? Sind die keine Extremisten?
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#2 SaschaEhemaliges Profil
  • 19.02.2009, 16:55h
  • Antwort auf #1 von SuperMario
  • Eben! Wenn in unserem "Kulturkreis" irgend jemand in unvergleichlichem Maße Hass auf Homosexuelle predigt oder zumindest Homophobie kultiviert, dann ja wohl so genannte christliche "Extremisten"!

    (Die man dann als Redakteur einer Schülerzeitung hierzulande NICHT als solche benennen darf, ohne dass man durch eine Hetzjagd und Mobbing im Internet abgestraft wird und führende Akteure der "politischen Bildung" den betreffenden Gruppierungen in den A... kriechen und sich peinlich berührt entschuldigen).
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#3 Rabauke1976Anonym
#4 Anonymous Anonym
  • 19.02.2009, 17:42h
  • Verbieten und bestrafen sollte man beides, aber man sollte es trotzdem nicht gleichsetzen.
    Denn es gibt zwischen christlichen und islamischen Homophonen einen kleinen, aber feinen Unterschied gibt:
    Während es Christenfundis bei dummer Hetze belassen, schlagen ihre muslimischen Kollegen lieber gleich zu, falls auch nur der Verdacht besteht, dass jemand schwul sein könnte. Außerdem ist diese Homophobie in der muslimischen Gesellschaft im Vergleich zur christlichen überproportional vertreten, das beweist jede Studie.
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#5 nino89
  • 19.02.2009, 18:57h
  • An sich ist so was gut, aber es darf nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen. Also muss es auch für Christen und andere religiöse Gemeinschaften gelten.

    Außerdem kann man es auch zu extrem machen, wenn man jede auch noch so kleine "negative" Äußerung ggü. Lesbischwulsein gleich als homophob und Grund für eine Einstufung als "extremistisch" nutzt.
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#6 maciicxProfil
  • 19.02.2009, 18:58hpnkw
  • Antwort auf #4 von Anonymous
  • da es hier jeweils um homophobe vertreter geht, ist es schlichtweg irrelevant, was deine nicht näher benannten studien (welche? ich kenne nur die von prof. simon. und da ist die stichprobe zu klein, um allgemeine aussagen daraus ziehen zu können. was er mehr oder weniger auch selbst sagte) zur proportionalen vertretung homophober ansichten in den religionen sagen.

    gewalt durch christliche homophobe fürchte ich kaum, im gegenteil: die krassen christen wirken ja eher belächelnswert denn bedrohlich. aber erstens ignoriert das die ganze ex-gay-scheiße, und zweitens lebe ich aber auch nicht im bible belt (wo dann kennzeichen von autos vor dem einzigen schwulenlokal weit und breit im radio vorgelesen wurden, bis dieser laden dann irgendwann der flammen raub wurde - filmtipp: small town gay bar) oder auf jamaica.
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#7 Mirror
  • 20.02.2009, 00:50h
  • Für mich als Schwuler ist ganz klar,wer gegen mich hetzt und mich wegen meiner sexuellen Selbstbestimmung kriminalisiert und verfolgen will ist ein Extremist den man in die Schranken weisen muss.Egal ob Christ Hindu Jude Islam usw.
    Wir können aber nicht verdrängen dass es hauptsächlich islamische Länder sind,die Homosexuellen das Leben schwerer machen und oft mit langen Freiheitsentzug oder sogar mit Todesstrafe vom Gesetzgeber verfolgt werden.Mir ist schon öfter mal aufgefallen dass es,sobald etwas gegen islamischen Extremismus
    geschrieben wird dieser ja fast verteidigt wird mit Hinweisen zu christlichen Scheisse.Dagegen wird am liebsten gefliesentlich überlesen oder gern diese Gesprächspunkt überschwiegen und gleich mit Verweis und Kritik aufs Christentum gelenkt,sobald man islamischen Extremismus zur Sprache bringt.
    So blind kann man doch nun wirklich nicht sein.
    Wir müssen schon mit beiden Augen gucken und nur weil wir in einem christl Kulturkreis leben
    jedesmal aufschreien wenn mal jemand in die
    islamische Ecke schielt.Auch da dürfen wir ruhig kräftig rühren und kritisieren.Und zwar genauso kräftig,wie zur anderen Seite,denn die sind mit uns nicht sehr zimperlich.
    verdammt noch mal ,ja das muss doch mal gesagt werden und hören sie mal,wo führt denn das noch hin und meinen sie nicht auch ,so mok wi dat
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#8 gelderlanderEhemaliges Profil
#9 AxelBerlinAnonym
  • 20.02.2009, 09:32h
  • menge und inhalt der kommentare sagen alles.
    arabischen kapitalismus im roten geschenkpapier habt ihr verdient.
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#10 JonasAnonym
  • 20.02.2009, 09:34h
  • Sondergesetze für bestimmte Menschen sind in einem demokratischen Rechtsstaat nicht machbar!

    Ich plädiere sehr dafür, mit allen Mitteln gegen Homophobie zu kämpfen. Und wenn das zu Diskriminierung, Hetze, Beleidigungen, Gewalt, etc. führt, muss das auch gesetzlich sanktioniert werden. Aber das muss dann auch für alle gelten.
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