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- 20. Februar 2009 2 Min.
Die weltbekannte kanadische Autorin Margaret Atwood ("Der Report der Magd") hat ihre Teilnahme am internationalen Literaturfestival in Dubai abgesagt, weil dort ein Roman wegen einer schwulen Figur verboten wurde.
Zuvor hatten die Organisatoren des ersten "Emirates Airline International Festival of Literature" die britische Autorin Geraldine Bedell ausgeladen, nachdem deren Buch "The Gulf Between Us" nicht mehr in Dubai verkauft werden darf.
In dem Roman – der zunächst mit Spannung in der Region erwartet worden war, da er im Nahen Osten spielt – ist eine Nebenfigur schwul. Festivalchefin Isobel Abulhoul erklärte die Ausladung gegenüber den Lokalmedien: "Ich will nicht, dass man sich an das erste derartige Festival nur wegen eines kontroversen Buches erinnert", so Abulhoul. "Wenn wir das Buch vorstellen würden und ein Journalist bekommt Wind davon, dann hätte das ernste politische Konsequenzen". Das Buch spielt während des Golfkrieges, die umstrittene Figur ist ein schwuler Scheich, der einen britischen Freund hat.
Margaret Atwood sagte wegen des Verbotes ihre Teilnahme ab. Sie erklärte in einem offenen Brief an Abulhoul, dass sie als Vize-Präsidentin der Schriftstellervereinigung PEN nicht auf ein Festival gehen könne, bei dem zensiert werde.
Abulhoul hat die Absage bedauert und darauf hingewiesen, dass Dubai wegen des Festivals nicht seine "sozialen Normen, seine Kultur oder seine Gesetze" ändern werde: "Unser Bestreben war es, durch das Festival den Unterschied zwischen Ost und West zu überbrücken." (dk)
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Das wird aber nicht gelingen, wenn man Bücher zensiert!
Ich bin froh, dass es noch aufrechte Menschen gibt, die in solchen Fällen absagen und das nicht durch ihre Anwesenheit unterstützen.