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  • 23. Februar 2009 52 2 Min.

Der Oscar-Abend wurde zum Triumphzug für "Slumdog-Millionär", der mit acht Oscars ausgezeichnet wurde. "Milk" gewann nach acht Nominierungen zwei Academy Awards – für das beste Drehbuch und Sean Penn als besten Hauptdarsteller.

Der Abend fing gut an für "Milk": Ganz am Anfang der Show wurde der Preis für das beste Drehbuch (ohne Vorlage) vergeben. Gegen harte Konkurrenz wie "Frost/Nixon" oder "Glaubensfrage" konnte sich der 34-jährige Jungspund Dustin Lance Black durchsetzen, der das Drehbuch zu "Milk" verfasst hat. Seine Dankesrede wurde zum Appell an junge Schwule, sich nicht unterkriegen zu lassen: "You are beautiful wonderful creatures of value". Er warb für dann für die Öffnung der Ehe und sagte voraus: "Ihr werdet bald die gleichen Rechte haben".

Sean Penn hatte dann seinen Moment um 5:40 Uhr deutscher Zeit. Er siegte in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller", in der eher Mickey Rourke die Favoritenrolle inne hatte. Er begann seine Rede ironisch mit: "Ihr liebt kommunistische, homoliebende Hundesöhne?". Auch er erwähnte die Homo-Ehe und forderte Befürworter der Proposition 8 auf, über ihre Position nachzudenken: "Wir brauchen gleiche Rechte für jeden", so Penn. Der 48-Jährige gewann bereits den zweiten Oscar nach 2003 für "Mystic River".

Einen Durchmarsch machte "Slumdog Millionär". Der Film gewann acht Oscars nach zehn Nominierungen – und schlug dabei stets "Milk" oder den öfters nominierten "Benjamin Button". Der britische Film von Danny Boyle ("Trainspotting") erzählt die Geschichte eines ehemaligen Straßenjungen, der als erster alle Fragen bei der indischen Version von "Wer wird Millionär?" richtig beantwortet.

Heath Ledger gewann postum den Oscar als bester Nebendarsteller für "The Dark Knight". Der Australier, der mit seiner Rolle in "Brokeback Mountain" die Anerkennung von Kritikern gewann, starb vor einem Jahr an einer Überdosis Medikamente.

"Milk" ist seit 2006 der zweite Film mit einer schwulen Thematik, der im Oscar-Rennen teilgenommen hat. Damals war "Brokeback Mountain" ebenfalls für acht Oscars nominiert worden und gewann drei Trophäen (queer.de berichtete). 1985 hatte die Academy bereits einen Dokumentarfilm, "The Times of Harvey Milk", mit einem Oscar ausgezeichnet. (dk)

-w-

#1 SaschaEhemaliges Profil
  • 23.02.2009, 07:42h
  • Damit ist die "Academy" einmal mehr ihrem Ruf für beispiellose Homophobie gerecht geworden. Wer einen Film über eine solch einmalige Figur der Zeitgeschichte, noch dazu angesichts der gesellschaftlichen Umstände, nicht zum besten Film macht, der beweist nach 2006 zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit, dass er der Gay Community schlichtweg mit aller Macht diesen Titel verwehren will!

    Eine weitere verpasste Chance, jungen Menschen die so dringend notwendige Botschaft sexueller Vielfalt, Freiheit und Gleichheit auf prominenter Bühne nahezubringen, und es ist ganz sicher kein Zufall, dass dies innerhalb von drei Jahren schon zum zweiten Mal so ausgegangen ist!
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#2 Luckylion
#3 SamuelAnonym
  • 23.02.2009, 08:50h
  • Antwort auf #1 von Sascha
  • Vielleicht ist es Dir ja nicht aufgefallen, aber mit dem Oskar für den besten Film werden die besten Filme geehrt und nicht gesellschaftliche Umstände und schon gar nicht die "Gay Community".

    Saschi, Du lebst echt in einer schwul-rosa-Parallelwelt.
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