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Kommentare zu:
Zwei Oscars für "Milk"


#1 SaschaEhemaliges Profil
  • 23.02.2009, 07:42h
  • Damit ist die "Academy" einmal mehr ihrem Ruf für beispiellose Homophobie gerecht geworden. Wer einen Film über eine solch einmalige Figur der Zeitgeschichte, noch dazu angesichts der gesellschaftlichen Umstände, nicht zum besten Film macht, der beweist nach 2006 zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit, dass er der Gay Community schlichtweg mit aller Macht diesen Titel verwehren will!

    Eine weitere verpasste Chance, jungen Menschen die so dringend notwendige Botschaft sexueller Vielfalt, Freiheit und Gleichheit auf prominenter Bühne nahezubringen, und es ist ganz sicher kein Zufall, dass dies innerhalb von drei Jahren schon zum zweiten Mal so ausgegangen ist!
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#2 Luckylion
#3 SamuelAnonym
  • 23.02.2009, 08:50h
  • Antwort auf #1 von Sascha
  • Vielleicht ist es Dir ja nicht aufgefallen, aber mit dem Oskar für den besten Film werden die besten Filme geehrt und nicht gesellschaftliche Umstände und schon gar nicht die "Gay Community".

    Saschi, Du lebst echt in einer schwul-rosa-Parallelwelt.
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#4 Ulli_2mecsProfil
  • 23.02.2009, 09:57hHamburg
  • kleiner hinweis - wenn dustin lance black 1974 geboren ist, würde es mich wundern, wenn er (immer noch) 29 ist ;-)
    (klar, 34 ist auch noch ganz schön jung für einen oscar ...)

    Danke, es war spät...
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#5 TomAnonym
  • 23.02.2009, 10:09h
  • Echt Sascha, du hast glaub ich wirklich ein Homomanie-Problem. Reicht dir nicht das Statement, dass der Hauptdarsteller einen Oscar gewinnt und der Regisseur auch schwul ist?
    Ich habe ja gestern zum ersten Mal brokeback mountain gesehen und muss sagen, dass er verdient nicht bester Film geworden ist. Nicht nur dass er langatmig ist, sondern auch unrealistisch. Da wurde vermittelt, man hätte die Wahl, eine familie zu gründen oder homosexuell zu leben. Die Konflikte waren gar nicht ausgearbeitet, grade zu dieser Zeit hat es ganz was anderes bedeutet, schwul zu sein.
    Grottig.
    Ausserdem scheint es ein Oscar-Naturgesetz zu sein, dass der beste Film, nie auch die besten Hauptdarsteller hat. titanic, herr der ringe, la crash..
    Man schon von einer einigermaßen "fairen" wahl sprechen. obwohl ich ja das gesetz vergaß,( als ich letztens hier schrieb, dass Mickey Rourke gewinnen wird), dass wenn du in hollywood einen schwulen spielst, den es dann sogar wirklich gab, den oscar sicher hast..siehe auch capote und boys dont cry-tranny

    Oder um den zynischen Vincent Gallo zu zitieren:
    In Hollywood kriege ich nur einen Preis wenn ich einen Film über eine jüdische Lesbe mache..lol
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#6 maaartinAnonym
  • 23.02.2009, 10:42h
  • Antwort auf #1 von Sascha
  • sind wir so seltsame ausserirdische, die nur unter der aufwendung größter schauspielerischer kräfte dargestellt werden können? philadelphia, brokeback mountain, milk,... so lange heten nur stilvoll vor sich hinsiechende, leidende und mitleidserregende schwuchteln spielen, kriegen sie das goldenen ding mit großer sicherheit ans bein gebunden. DAS könnte man auch homophob nennen, wenn man die hollywoodschmonzetten erst nehmen würde. aber als der schnöden spaßgesellschaft verfallene partytunte hab ich ja leider nicht so den blick fürs große ganze.
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#7 remixbebAnonym
  • 23.02.2009, 10:50h
  • Antwort auf #1 von Sascha
  • Sicher! Sorry, aber da fällt mir nicht viel dazu ein. Dreh nen historischen Film über die Gay Community und wehe Du bekommst keinen Oscar?! Geht´s noch? Ich habe beide Filme bereits gesehen. Und MILK hat mich sehr enttäuscht. Ja, ich fand ihn zum Teil sogar sehr langweilig und öde. Sean Penn hat hingegen super gespielt. Also ist die Entscheidung so absolut in Ordnung.
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#8 Berti v. d. MuldeAnonym
#9 Rabauke1976
  • 23.02.2009, 11:48h
  • Geiiiillllllllll!!!!!!! bSchon als die Trailer zu " Milk" anliefen, wusste ich, daß wird einer der Knaller auf der Oscarverleihung. An dieser Stelle meinen herzlichen Glückwunsch an Sean Penn!!!! Natürlich freue ich mich auch für die anderen Preisträger, jedoch "Milk" ist ein echt bewegender, authentischer Film und hat die beiden "Edelmetalle" wirklich verdient. Klasse!!!!!!
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#10 SaschaEhemaliges Profil
  • 23.02.2009, 13:03h
  • Antwort auf #5 von Tom
  • Ach ja, @Tom,

    weil das ach so liberale Hollywood im Dienste der Dominanzgesellschaft jedes Jahr aufs neue MANISCH irgendeine ebenso MANISCH inszenierte Hetero-Romanze als "besten Film" auszeichnet, habe ich also ein "Manie-Problem".

    Merkst du eigentlich noch, WER hier ein Problem hat, und zwar mit seiner Sicht auf die gesellschaftlichen Realitäten???
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#11 SaschaEhemaliges Profil
  • 23.02.2009, 13:08h
  • Antwort auf #8 von Berti v. d. Mulde
  • Weil ich mit meiner Meinung vom "Mainstream" abweiche (und dass der auf dem absoluten Holzweg ist, sieht man an allen Ecken und Enden), habe ich noch lange kein "Problem", schon gar kein "Hormonproblem". Das ist genau dasselbe wie mit der sexuellen Orientierung - nur weil jemand einer konstruierten "Norm" nicht entspricht, ist noch lange nicht ER derjenige, der krank ist!
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#12 AxelBerlinAnonym
#13 gatopardo
  • 23.02.2009, 13:20h
  • Antwort auf #10 von Sascha
  • Oscars haben mich nie so recht überzeugt, wie ich mich auch nicht bedingungslos für die US-Kultur oder gar Hollywood erwärmen kann. Aber die Rede von diesem Penn geht mir nun doch unter die Haut. Wollen wir uns einfach mal nur dafür freuen, lieber @sascha .
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#14 FloAnonym
  • 23.02.2009, 13:35h
  • Absolut berechtigt, dass es die 2 Oscars, einmal für Sean Penn als bester Hauptdarsteller und zum zweiten für Dustin Lance Black fürs beste Drehbuch, gegeben hat.

    Ich hätte mir gewünscht, dass es auch noch 2 weitere gegeben hätte: einmal für den besten Film und zum zweiten für die beste Regie, aber zuviel Homosexualität geht in den USA wohl nicht. ;-)

    Auch für die sehr akribische und gut recherchierte Ausstattung, die viel zur Atmosphäre beiträgt, hätte es ruhig einen Oscar geben können...

    Aber insgesamt bin ich doch froh, dass es wenigstens die 2 Oscars gegeben hat und auch, dass Dustin Lance Black und Sean Penn so eindeutig Position bezogen haben...

    Herzlichen Glückwunsch für diesen tollen Film!!!
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#15 SaschaEhemaliges Profil
  • 23.02.2009, 13:47h
  • Antwort auf #13 von gatopardo
  • Lieber @madridEU, so schön diese Rede und insbesondere die von Dustin Lance Black gewesen sein mag - danach kräht in der breiten Öffentlichkeit kein Hahn! Ein weiteres Mal hat die Academy erfolgreich dafür gesorgt, dass die x-te billige Hetero-Romanze den Titel des besten Films bekommt und unsere dringenden Anliegen weiterhin bewusst ausgegrenzt werden - Gnadenhäppchen und schöne Reden hin oder her.

    Dass das pseudoliberale und pseudotolerante Hollywood (wo die meisten Schwulen sich immer noch verstecken) es im Jahr 2009 immer noch nicht fertiggebracht hat, auch nur ein einziges Mal einen Film auszuzeichnen, der einer anderen sexuellen Identität gewidmet ist als der zwangsheterosexuellen, spricht für sich und ist - das muss ich leider sagen - kein Anlass zur Freude.

    Da ich dich und deine Einschätzungen aber sehr schätze, möchte ich zumindest versuchen, mich ein klein wenig mit dir und den anderen zu freuen...
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#16 TomAnonym
  • 23.02.2009, 13:55h
  • Antwort auf #14 von Flo
  • seid ihr alle Filmbanausen?!
    Gus Van Sant ist halt nicht der beste Regisseur, auch wenn er gute Themen für seine Filme wählt. Auch bei Good Will Hunting und auch bei der My Private Idaho hat er zurecht keinen Regie-Oscar gekriegt. Das hat mit Schwulsein nix zu tun.

    @Sascha: Manisch vergeben die in Hollywood jedes Jahr auch Preise an Transexuellen-, Schwulen- und andere Minderheiten-Rollen könnte man argumentieren. Du willst aber den Sieg der Homowelt über die Masse. Infantiles Geträume...

    @Eu Madrid: sei beruhigt, Penelope Cruz hat auch einen gewonnen, auch wenn du dir aus hübschen Damen nichts machst
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#17 TomAnonym
  • 23.02.2009, 13:56h
  • Find ich ja cool, dass auf einer Gay-Seite ein 34-jähriger mal als "Jungspund" bezeichnet wird. Davon sollten sich viele jüngere Schwule mal ein Stück abschneiden, die Ü30er als "Gammelfleisch" o.ä. bezeichnen. ;-)

    Der Film ist echt toll und hat die Ehrungen verdient! :-)
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#18 gerdAnonym
  • 23.02.2009, 13:57h
  • Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der zwei Oscars, was mich sehr freut.

    Ich hätte mir zwar noch einen oder zwei Oscars mehr für diesen großartigen Film gewünscht. Und insbesondere für Gus Van Sant den Sieg in der Kategorie Regie für wichtig erachtet; aber es ist okay, wenn es zwei geworden sind.

    Und "Slumdog Millionär" ist auch ein starker Konkurrenzfilm mit einer guten Thematik, da dort die Gesellschaftsverhältnisse in Indien dargestellt werden.

    Schön - das Hollywood noch solche gute Filme abliefert.
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#19 gatopardo
  • 23.02.2009, 14:39h
  • Antwort auf #16 von Tom
  • Wer weiss, weshalb Penélope Cruz einen Oscar bekommen hat, denn diese Barcelona-Dingsbums-Rolle war doch nicht so toll, um dafür ausgezeichnet zu werden. Grossartig fanden wir als Schwule sie jedoch im kaum beachteten Almodóvar-Film "Volver", den man glaube ich auch international und in Deutschland überhaupt nicht kennt.
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#20 SaschaEhemaliges Profil
  • 23.02.2009, 14:41h
  • Antwort auf #16 von Tom
  • Schön für dich, @Tom, dass du dich so bereitwillig in die gesellschaftlich konstruierte, mittelalterlich begründete schwule "Minderheitenrolle" fügst - aber erwarte das gefälligst nicht von jedem homosexuellen Menschen. Wer hier "Mehrheit" oder "Minderheit" ist, können wir überhaupt erst dann sagen, wenn wir in einer wahrhaft freien, gleichen und eben nicht aggressiv heteronormativen Gesellschaft leben. Und für eine eben solche trete ich ein!

    PS: Betrachtet man die antike Kunst könnte man den Eindruck gewinnen, dass Homosexualität damals eher ein Mehrheits- als ein Minderheits"phänomen" war! Tja, und im Vergleich dazu: Hollywood 2009.
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#21 gatopardo
  • 23.02.2009, 14:52h
  • Antwort auf #15 von Sascha
  • Na gut, dass wir Gemeinsamkeiten finden !
    Da ich mir oscarverdächtige Hollywood-Filme so gut wie nie reinziehe, weiss ich gar nicht, über was Ihr hier redet. Mir kam nur diese rührende Rede von Penn unter, den ich ebenfalls nicht kannte, mir aber eine Gänsehaut bescherte. Bin eher ein Fan von Untergrund- Aussenseiter- und europäischen Produktionen, die kaum auf einen Oscar spekulieren.
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#22 TomAnonym
  • 23.02.2009, 16:14h
  • Antwort auf #21 von gatopardo
  • Tja, dann bist du aber nicht sehr gut informiert, EUMadrid. P. Cruz war für Volver damals für den Oscar nominiert, als ihn aber Helen Mirren für ihre Queen-Darstellung bekam. Und Almodóvar ist auch genügend gewürdigt worden. Für Alles über meine Mutter, Oscar für besten ausländischen Film und für Sprich mit ihr, Oscar für bestes Drehbuch. Informieren ist alles...

    @Sascha: setze dich mal mit der Homosexualität im antiken Griechenland auseinander. Die hatte eine ganz andere Bedeutung als heute.
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#23 gatopardo
  • 23.02.2009, 17:20h
  • Antwort auf #22 von Tom
  • Muss man über Oscar-Preise informiert sein ? Als Almodóvar-Fan erinnere ich mich nur an "Alles über meine Mutter", den ich übriges auch nicht so hervorragend fand wie z.B. "Sprechen Sie mit ihr !"
    "Volver" halte ich dagegen für zu lokal-spanisch, als dass er überhaupt im Ausland gewürdigt werden kann, was mich aber nicht sonderlich stört.Nur wer darin Penélope Cruz erlebt hat, wird sie kaum wieder vergessen.
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#24 FloAnonym
  • 23.02.2009, 17:29h
  • Also eine Nominierung ist schon ne ziemlich große Ehre, selbst, wenn man den Preis nicht abräumt. Der Academy Homophobie zu unterstellen entbehrt jeder Grundlage. Es sollte auch nicht nur um politische, sondern vorallem um kreative und künstlerische Ehrung bei den Oscars, sowie bei allen anderen Filmehrungen gehen.
    Durch die Nominierung von "Milk" sowie damals von "Brokeback Mountain" unterschreibt die Academy schon die Qualität der Fime sowie der Qualität der Arbeit von damals Ang Lee und diesmal Gus Van Sant.
    Höchstens könnte man der Academy schlechten Geschmack unterstellen, aber ich bin der Meinung, dass Milk und Brokebackmountain seinerzeit die Ehre einer Nominierung verdient haben.
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#25 SaschaEhemaliges Profil
  • 23.02.2009, 17:37h
  • Antwort auf #22 von Tom
  • Und was willst du uns damit sagen? Mir ging es um die deutlich größere Sichtbarkeit von Homosexualität in der Antike! Zudem waren insbesondere in der alten römischen Republik sexuelle und partnerschaftliche Beziehungen zwischen Männern (wohlgemerkt der höheren sozialen "Klassen") weit verbreitet und auch weitgehend gesellschaftlich akzeptiert.

    Ohne das hier erschöpfend behandeln zu können, bestätigst du mit deinem Hinweis auf unterschiedliche "Bedeutungen" aber genau das, was ich im Kern sagen wollte: Es handelt sich bei diesen "Bedeutungen" um nichts anderes als um gesellschaftliche Konstruktionen. Die heterosexuelle Zwangskultur der Mann-Frau-Zweierbeziehung ist eine Konstruktion, die in dieser Form erst im Laufe des Mittelalters etabliert wurde. Und ich sage: Es ist höchste Zeit für etwas Neues, eben für wahrhaftige sexuelle Freiheit und Gleichheit, ohne jedwede Normsetzung in Sachen sexueller Identität, weil jeder Mensch diese nur in und für sich selbst entdecken und bestimmen kann. Und letzteres ist ein fundamentales Menschenrecht, von dessen Verwirklichung wir aber noch ebenso weit entfernt sind wie von der gesellschaftlichen Vision, derer es dafür bedarf.
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#26 SamuelAnonym
  • 23.02.2009, 17:54h
  • Vielleicht sollte man langsam mal damit abfinden, dass die Mehrheit der Männern nun mal nicht auf Männer steht und dass ein Gutteil dessen, was Du, Sascha, als "agressive Heteronormativität" bezeichnest hast, seine Ursache eben in genau diesem Umstand hat.
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#27 SaschaEhemaliges Profil
  • 23.02.2009, 18:39h
  • Antwort auf #26 von Samuel
  • Ich habe schon darauf gewartet: Jetzt kommt wieder die Regression auf das angeblich Gott Gegebene (Stichwort Adam und Eva) oder auch auf die heteronormative Interpretation der Biologie. Aber das hatten wir alles schon - und haben es in zahlreichen Threads sehr eindeutig als den Schwachsinn entlarvt, der es "nun einmal" ist!

    Was "nun einmal" so ist, werter @Samuel, das können wir nämlich überhaupt erst dann sagen, wenn wir in einer Gesellschaft leben, die nicht allen vom ersten Atemzug unterstellt und auf mehr oder weniger gewalttätige (siehe Sanktionen, Diskriminierungen, Gruppenzwänge etc. bei möglichem "abweichenden" Verhalten) eintrichtert, sie hätten gefälligst hetero zu sein. Die nicht junge Menschen in immer aggressiverer (zu einem großen Teil kommerziell motivierter) Manier manisch in DIE eine Richtung sexualisiert.

    Dann, und nur dann, können wir eine Aussage über die "natürliche" Verteilung sexueller Identitäten treffen, die dann aber auch völlig überflüssig sein wird, weil niemand mehr die kulturelle Hegemonie für sich zu beanspruchen braucht, um seine individuelle oder kollektive Identitätskrise zu lösen (und auch darum geht es bei der zunehmend aggressiveren Selbstinszenierung der heterosexuellen "Mehrheit")!

    Übrigens war ein gewisser Herr Kinsey schon vor vielen Jahrzehnten so weit, die von dir postulierte "heterosexuelle Mehrheit" faktisch zu widerlegen (auch wenn man ihn nicht ohne Grund etwas anders verstehen wollte). Eigentlich sollte man meinen, dass wir im 21. Jahrhundert nicht wieder hinter diesen minimalen Erkenntnisstand zurückfallen, noch dazu in der schwulen Community!
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#28 SamuelAnonym
  • 23.02.2009, 19:22h
  • Antwort auf #27 von Sascha
  • Und wie bitte schön kann man Menschen in eine (heterosexuelle) Richtung sexualisieren? Und wieso hat das bei Dir und mir nicht geklappt? Leben wir beide nicht auch in einer "agressiv heteronormativen" Welt?

    Und außerdem: Wenn ich Kinsey ernst nehme, müsste ich zu dem Schluss kommen, dass ich auch auf Frauen stehen müsste. Nada!
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#29 antosProfil
  • 23.02.2009, 19:47hBonn
  • Antwort auf #21 von gatopardo
  • "Da ich mir oscarverdächtige Hollywood-Filme so gut wie nie reinziehe"

    Das solltest Du aber, und zwar zur Zeit vor allem den wunderbaren Film "Der seltsame Fall des Benjamin Button" - eine großartige Tragikomödie über den 'kairos', den rechten Augenblick. Sehr schade, dass dieser Film so wenig geehrt worden ist.

    PS. Klar kennt man hier 'Volver' - die DVD schau ich dauernd :-)
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#30 DragonWarrior
  • 23.02.2009, 19:47h
  • war ja klar dass die homophobie-vorwürfe wieder in den kommentaren auftauchen würden, wie schon vor zwei jahren, als brokeback mountain als nominierter bester film gegen LA CRASH unterlag, einen Film, den ich nach wie vor für den entschieden besseren Film halte, weil er mich als zuschauer von der ersten bis zur letzten sekunde fesselte und anrührte, während ich bei BROKEBACK MOUNTAIN nach 20 minuten zum ersten mal gedacht habe "könnten wir jetzt mal zur sache kommen, ich hab genug landschaft gesehen!"

    erstmal ist der Artikel selber zu korrigieren: MILK setzte sich in der Kategorie "Bestes Original-Drehbuch" nicht gegen FROST/NIXON und GLAUBENSFRAGE durch, denn die waren wie SLUMDOG MILLIONAIRE in der Kategorie "Bestes Drehbuch nach einer Vorlage" nominiert.

    niemand mit verstand für 5 cent wird den oscar für heath ledger als homophobe entscheidung gegen MILK betrachten. mal abgesehen von der schauspielerischen glanzleistung die er hingelegt hat, kann man diesen oscar getrost auch als posthume würdigung des lebenswerkes interpretieren.

    ich hätte mich auch sehr gewundert, wenn der oscar für die besten kostüme an MILK gegangen wäre, denn da sind eindeutig historische (DUCHESS) und fantasythemen deutlich den 70/80er jahren überlegen, was die vielfalt und den aufwand der kostüme angeht, die mit diesem oscar gewürdigt werden.

    welcher film nun besser geschnitten ist - hm, da müsste ich SLUMDOG MILLIONAIRE nochmal im vergleich sehen... auch ob der soundtrack von SLUMDOG nun besser ist als der von BENJAMIN BUTTON, den ich persönlich besser fand als den von MILK kann ich nicht wirklich sagen...

    ich weiß nicht wie eingeschränkt man in seiner sichtweise sein muss - oder wie sehr man verdrängen muss, dass es bei der oscarverleihung um preise für filmschaffende geht - um die vergabe der letzten drei genannten oscars an andere filme homophob zu finden...

    bleiben die oscars für die beste regie und den besten film...
    schwierig zu sagen, wenn man SLUMDOG hierzulande eigentlich noch nicht gesehen haben kann...
    von daher ist sascha's getöse erst einmal nicht mehr als ein vor-urteil, denn mit sicherheit ist es nicht die "x-te billige hetero romanze", das wird aus den rezensionen ziemlich deutlich, die international im netz zu lesen sind.
    ich enthalte mich dieser diskussion im moment, solange ich nicht offiziell vergleichen kann, was verglichen werden sollte... ;-))

    erinnert sei daran, dass die academy bereits 1984 die doku über milk mit dem oscar belohnte, erinnert sei an oscar's für BOY'S DON'T CRY, an CAPOTE, an PHILADELPHIA die oscars bekommen haben... (und daran, das die academy schon 3 (!) oscars an Harold Ashman vergeben hat für Song-Texte in Disney Produktionen 1990/92/93 - den oscar für "BEAUTY AND THE BEAST" nahm sein Partner entgegen... was das erste mal war, dass eine schwule partnerschaft im business so offen bei der verleihung thematisiert wurde.

    man kann darüber streiten, welche filme nominiert werden...

    (Das Verfahren, nach dem die Nominierung von Kandidaten sowie die anschließende Wahl ablaufen, ist genau reglementiert.
    Generell ist jeder Spielfilm (nach Definition ein Film mit einer Mindestdauer von 40 Minuten in Form einer 35- oder 70-mm-Kopie oder als 24-Bilder-Digitalkinoformat mit einer Mindestauflösung von 1280x1024 Pixeln), der in Los Angeles County mindestens sieben Tage lang in einem öffentlichen Kino gegen Entgelt zwischen dem 01. Januar und dem 31. Dezember gezeigt wurde, für die Academy Awards des darauf folgenden Jahres zugelassen.
    Zum Jahresende wird von der Academy eine Liste aller zur Wahl stehenden Filme erstellt, aus welcher in der ersten Phase die Mitglieder fünf Filme aus ihrem eigenen Aufgabenbereich nominieren. Somit wählen Schauspieler den besten Schauspieler oder Musiker die beste Filmmusik - eine Ausnahme stellt lediglich die Kategorie "bester Film" dar, für welche alle Mitglieder stimmberechtigt sind.
    Ausnahmen bestätigen die Regel - so auch hier. Bei der Kategorie "bester ausländischer Film" etwa darf jedes Land der Academy lediglich einen Film zur Nominierung vorschlagen. Dokumentar- und Kurzfilmoscars unterliegen anderen Reglementierungen bezüglich der Aufführungsdauer und des Aufführungsortes. Die Preise für die Kategorien "bestes Make-Up" und "bester animierter Spielfilm" dagegen werden nur dann verliehen, wenn nach Ermessen der Academy genügend Filme die für eine Auszeichnung in Frage kämen erschienen sind.

    Die Top 5 jeder Kategorie werden anschließend im Januar der Öffentlichkeit als Nominierte bekanntgegeben. Die Mitglieder der Academy haben nun in der zweiten Phase die Möglichkeit, die nominierten Filme anzusehen um sich ein Urteil zu bilden und aus diesen Vorschlägen jeweils bis spätestens eine Woche vor der Verleihung einen Favoriten zu wählen. Bei dieser Phase sind nun alle Mitglieder für alle Kategorien wahlberechtigt, eine Beschränkung auf das eigene Spezialgebiet gibt es hier nicht mehr.)

    insofern kann es erst einmal als ehre angesehen werden, überhaupt nominiert zu werden. und da sind 8 nominierungen sicherlich kein zeichen für homophobie. von der könnte man sprechen, wenn MILK nicht nominiert worden wäre.
    von homophobie könnte man auch sprechen, wenn die reden und der anschließende reaktionen im publikum anders gewesen wären.

    mit anderen worten: hier in dieser art von homophobie zu schreiben - zumal der vergleich mit SLUMDOG hier in deutschland noch nicht möglich ist, ist einfach mal wieder der "sascha-kick"... schade eigentlich denn so kann man sich so lächerlich machen, dass man in anderen diskussionen nicht mehr ernstgenommen wird.
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#31 SaschaEhemaliges Profil
  • 23.02.2009, 20:03h
  • Antwort auf #28 von Samuel
  • Dann interpretierst du Kinseys Ergebnisse falsch und ordnest sie vor allem nicht richtig und kritisch in den gesellschaftlichen Kontext ein, in dem er seine Studien durchgeführt hat... Die für eine heteronormative Gesellschaft eigentlich "revolutionäre" Feststellung war nämlich der eindeutige empirische Beleg dafür, dass die von dir behauptete "heterosexuelle" Mehrheit in Wahrheit keine heterosexuelle Mehrheit ist, sondern eine Mehrheit, die mehrheitlich sehr wohl homosexuell empfindet, dass also die Mehrheit der Männer entgegen deiner Behauptung sehr wohl auf Männer steht! Und das war und ist unter den herrschenden Bedingungen durchaus bemerkenswert! Aber offenbar bist du im Jahr 2009 noch nicht einmal da angekommen, wo Kinsey (dessen Studien natürlich auch große Schwächen aufwiesen, vor allem in der nicht erfolgten, kritischen soziologischen Bewertung der Ergebnisse) schon vor einem halben Jahrhundert war!

    Deine letzte Frage wird übringens durch Millionen von Coming-Out-Biographien beantwortet. Der eine benötigt eben nur ein paar Jahre, der andere Jahrzehnte und wieder andere schaffen es niemals, sich von der heterosexuellen Zwangskultur zu befreien, in die wir alle erst einmal hineingezwängt werden. Daher sind deine "Quantifizierungsversuche" und dein demonstratives Festklammern an den von dir internalisierten, vermeintlich natürlichen Mehrheits-Minderheits-Positionen ebenso unsinnig wie reaktionär!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#32 SamuelAnonym
#34 SaschaEhemaliges Profil
  • 23.02.2009, 21:10h
  • Antwort auf #32 von Samuel
  • Weißt du, deine persönliche Interpretation (z.B. der Ergebnisse von Kinseys Untersuchungen) überlasse ich dir selbst. Diese Diskussion ist nicht zielführend, da letztlich irrelevant. Worauf es ankommt, ist die Vision von der Gesellschaft, in der wir leben wollen. Und für mich ist das eine, in der KEINE irgendwie geartete Zwangssexualisierung, keine "Normierung" sexueller Identitäten, keine Diskriminierung und Sanktionierung von angeblich abweichenden Identitäten stattfindet, sondern in der sich jeder Mensch frei von gesellschaftlich vermittelten Ängsten und Zwängen selbstbestimmt entdecken und ausleben kann. Dann werden sich die von dir so vehement - offensichtlich als Ablenkungsmanöver - vorgebrachten Fragen von alleine beantworten und erledigen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#35 DragonWarrior
  • 23.02.2009, 21:22h
  • @ sascha

    "Die für eine heteronormative Gesellschaft eigentlich "revolutionäre" Feststellung war nämlich der eindeutige empirische Beleg dafür, dass die von dir behauptete "heterosexuelle" Mehrheit in Wahrheit keine heterosexuelle Mehrheit ist, sondern eine Mehrheit, die mehrheitlich sehr wohl homosexuell empfindet, dass also die Mehrheit der Männer entgegen deiner Behauptung sehr wohl auf Männer steht!"

    so hat kinsey das nie behauptet, denn es fehlt zumindest das wort "auch" vor "auf männer" oder "homosexuell empfindet"...

    und da bröckelt dann eine mehrheit sehr schnell...

    du kannst nicht einfach kinseys kategorien 1-6 zu einer homosexuellen mehrheit umdeuten...

    de.wikipedia.org/wiki/Kinsey-Skala

    hier eine zusammenfassung der ergebnisse von kinsey nach

    www.marianne-kauer.ch/abq/literatur/seminararbeit_lauper_gen
    iets.pdf


    "37% der untersuchten Männer (alles Weisse) haben wenigstens eine reale homosexuelle Erfahrung bis zum Orgasmus zwischen Jugendzeit und hohem Alter
    30% der untersuchten Männer haben zumindest einzelne homosexuelle Erlebnisse oder Reaktionen (Werte 1-6) über eine Periode von mindestens drei Jahren zwischen dem Alter von 16 und 55 Jahren
    25% der untersuchten Männer haben mehr als einzelne homosexuelle Erlebnisse oder Reaktionen (Wert 2-6) über eine Periode von mindestens drei Jahren zwischen dem Alter von 16 und 55 Jahren
    18% der untersuchten Männer haben mindestens genau so viele homosexuelle wie heterosexuelle Erlebnisse oder Reaktionen (Werte 3-6) über eine Periode von mindestens drei Jahren zwischen dem Alter von 16 und 55 Jahren
    10% der untersuchten Männer sind mehr oder weniger ausschliesslich homosexuell in ihrem Verhalten (Werte 5 oder 6) über eine Periode von mindestens drei Jahren zwischen dem Alter von 16 und 55 Jahren
    4% der untersuchten Männer sind ausschliesslich homosexuell in ihrem Verhalten nach Beginn der
    Pubertät.

    Da nur 50% der untersuchten männlichen Population ausschliesslich heterosexuell und nur 4% ausschliesslich homosexuell in ihrem Verhalten zu sein schienen, schloss Kinsey daraus, dass sich 46% der untersuchten männlichen Population als Erwachsene sowohl heterosexuell als auch homosexuell betätigt oder auf Personen beiderlei Geschlechts reagiert haben."

    es ist klar, das kinsey's studie methodische schwächen aufwies, aber das erlaubt nicht eine komplette uminterpretation seiner ergebnisse

    "Kinsey hat es einmal so ausgedrückt, dass es falsch sei, „zwischen zwei deutlich verschiedenen Gruppen, Heterosexuellen und Homosexuellen, zu unterscheiden. Man kann die Welt nicht in Schafe und Ziegen einteilen. Nicht alle Dinge sind schwarz oder weiß . . . Die Natur kennt keine scharfen Einteilungen. Nur der Mensch erfindet Kategorien und versucht, die Wirklichkeit in verschiedene Schubfächer zu zwingen. Alles Leben ist in jeder Hinsicht ein Kontinuum. Je früher wir dies im Hinblick auf das menschliche Sexualverhalten lernen, um so eher werden wir die Wahrheit über die Sexualität begreifen."

    Kinsey führte weiter aus, welche Folgerungen dieser neue Ansatz nahelegt: „Man könnte über diese Dinge wesentlich präziser nachdenken, wenn Menschen nicht als heterosexuell oder homosexuell bezeichnet würden, sondern als Individuen mit einer bestimmten Anzahl heterosexueller Erfahrungen und einer bestimmten Anzahl homosexueller Erfahrungen. Statt diese Begriffe als Hauptwörter zu verwenden, mit denen Personen bezeichnet werden, oder als Adjektive, die Menschen beschreiben, sollten sie eher dazu verwandt werden, die Form der sexuellen Beziehung oder die Stimuli, auf die ein Mensch erotisch reagiert, zu charakterisieren."

    Diese Feststellung trifft den Sachverhalt genau, weil das „Problem Homosexualität" zumindest zum Teil durch die Gedankenlosigkeit und die sprachliche Schlamperei derer verursacht wird, die über sie sprechen. Um nur ein Beispiel zu geben: In der Armee, im Gefängnis, in psychiatrischen Anstalten werden Menschen manchmal als „Homosexuelle" etikettiert, wenn man feststellt, dass sie eine einzelne homosexuelle Erfahrung gemacht haben. Denjenigen, die solche Etiketten vergeben, fällt es jedoch nicht auf, dass auch jeder Mensch mit nur einer einzelnen heterosexuellen Erfahrung als „Heterosexueller" bezeichnet werden müsste, würde man sich dieser Logik anschließen.

    www2.hu-berlin.de/sexology/ATLAS_DE/html/homosexueller_gesch
    lechtsverke.html#TOP
  • Antworten » | Direktlink »
#36 gerdAnonym
  • 23.02.2009, 21:25h
  • Interessant finde ich an den zwei Oscars für den Film Milk übrigens den Oscar-Sieg des Drehbuchautors Dustin Lance Black.

    *
    de.wikipedia.org/wiki/Dustin_Lance_Black

    Sean Penn als bester Hauptdarsteller ist bereits den meisten Filmenthusiasten ausreichend bekannt; aber die Biographie und die Arbeiten von Dustin Lance Black habe ich erst mit dem Oscarsieg erstmals zur Kenntnis genommen.

    Gewünscht hätte ich mir als dritten Oscar den Sieg in der Kategorie:Regie für Gus Van Sant, der meines Erachtens mittlerweile aufgrund seiner Arbeiten einen Oscar verdient gehabt hätte.
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#37 ein besorgter MitleserAnonym
  • 23.02.2009, 21:32h
  • Oh Mann, da gewinnt dieser extrem attraktive, smarte, junge Drehbuchschreiber, inclusive Sean Penn, den Oscar, hält eine bewegende Rede und diese neidische, penetrante, chronisch unge****te virtuelle Vollzeitchwuchtel "Sascha" hat wieder einmal nichts besseres im Sinn, als den gesamten Comment mit Gewalt an sich zu reißen,bloß um wieder einmal ihr eindimensionales egozentrisches Geschnatter zu inszenieren?!

    ICH GLAU-BE ES EINFACH NICHT!
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#38 SamuelAnonym
#39 Mirror
  • 23.02.2009, 22:54h
  • Ojeh,
    ich lass euch dann mal im beginnenden Seminarraum allein,einschließlich aller sich in ausführlichen und objektiven Auswertungen aufopfernden Interpretationskünstler Kinsey s Studien
    Helau Alaaf
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#40 SaschaEhemaliges Profil
  • 24.02.2009, 00:00h
  • Antwort auf #35 von DragonWarrior
  • Ach, @Dragon Warrior, du hättest dir deinen Aktionismus sparen können, denn ich kenne die Kinsey-Reports sehr genau - und weiß daher auch, dass viele der Thesen, die du hier breittrittst (insbesondere die angesichts deiner persönlichen "Weiterentwicklung" bei dir wohl sehr beliebte These einer angeblich weitverbreiteten, originär "bisexuellen" Orientierung") durch zahlreiche jüngere Studien recht deutlich widerlegt wird. Mir ging es auch ganz und gar nicht um die nach aktuellem Forschungsstand völlig unzulänglichen Interpretationen Kinseys, sondern lediglich darum, auf die Tatsache hinzuweisen, dass dieser schon vor einem halben Jahrhundert das Märchen von der unumstößlichen, "naturgegebenen" heterosexuellen Mehrheit sehr deutlich ins Wanken gebracht hat. Und dass wir, insbesondere als schwule Community, im 21. Jahrhundert nicht hinter diese Minimalerkenntnis zurückfallen sollten!
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#41 HannibalEhemaliges Profil
#42 DragonWarrior
  • 24.02.2009, 07:34h
  • Antwort auf #40 von Sascha
  • @ sascha

    dann achte einfach darauf, wie du formulierst, denn es gehört zu deinem stil, so zu formulieren, dass sich aussagen, die so nicht gemacht worden sind deinen theorien und höchstpersönlichen interpretationen anpassen.

    wenn du die reports - wie ich ebenfalls - gut kennst, solltest du sie auch entsprechend zitieren oder aber deine interpretation als solche deutlich machen.

    ein weiteres merkmal deiner postings ist es, poster, die nicht deiner meinung sind immer wieder versuchsweise zu diskreditieren. meine "weiterentwicklung" ist ein zitat von dir, nicht von mir.
    Es war mir schon von anfang an klar, dass ich das jetzt immer wieder auftauchen würde. *lächel*
    das interessante dabei ist, dass du diese tatsache jetzt in einem kontext gegen mich und meine argumentation zu kinseys ergebnissen zu benutzen versuchst, die eigentlich genau das unterstreichen, was ich da für mich festgestellt habe.

    zuerst geht es dir darum dass kinsey schon eine mehrheit feststellte, dann, wenn kritische fragen kommen geht es dir wieder um seine völlig unzulängliche interpretationen...

    auch wenn wir mit unseren visionen eines idealen zustandes fast übereinstimmen, kann es nicht angehe, dass du hier nach belieben andere user abkanzelst oder als unreflektiert darstellst, einer kritischen diskussion oder konkreten nachfragen zu deinen postings aber permanent ausweichst.

    forderungen muss man dann mit mehr als nur worthülsen und geschickter rhethorik begründen. und man sollte sie mit eigenen handlungsansätzen uterstützen...
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#43 SaschaEhemaliges Profil
  • 24.02.2009, 09:36h
  • Antwort auf #42 von DragonWarrior
  • Offenbar fällt es dir sehr schwer zwischen empirischer Datenlage und deren kritischer Interpretation und gesellschaftlicher Kontextualisierung zu unterscheiden.

    In Hinblick auf erstere sind Kinseys Studien freilich interessant (obwohl sie auch da - wie du ja selbst geschrieben hast - deutliche methodische Schwächen aufwiesen), was letztere angeht, nämlich seine Schlussfolgerungen, die weitgehend OHNE kritische soziologische Analyse vorgenommen wurden, so kann man angesichts jüngerer Forschungsarbeiten die von ihm postulierten und von dir zur persönlichen Selbstvergewisserung so gepriesenen Thesen als wenig stichhaltig ansehen. Interessant aber, dass du hier als angeblich so engagierter "schwuler" Verbandsaktivist immer wieder die Werbetrommel dafür rührst, dass sich schwule Männer zu "Bisexuellen" weiterentwickeln, wie du es für dich bezeichnest. Ich tendiere da sehr viel mehr zu aktuellen Forschungsarbeiten, die bisexuelles Verhalten bei Männern in den allermeisten Fällen nicht als originäre sexuelle Orientierung feststellen können, sondern als gesellschaftlich produzierte "Überinterpretation" der "Attraktivität" des weiblichen Geschlechts und natürlich vor allem der bekannten gesellschaftlichen Zwänge und Normen. Und dabei bleibe ich bzw. bin ich von Tag zu Tag mehr überzeugt, wenn ich unsere Gesellschaft kritisch beobachte!
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#44 SaschaEhemaliges Profil
  • 24.02.2009, 14:32h
  • Oh oh, wenn es dafür jetzt auf einer angeblich schwulen Seite schon "rot", für die Propaganda universeller "Bisexualität" und Beliebigkeit aber "grün" gibt, dann weiß ich, dass ich hier am falschen Ort bin. Viel Spaß bei der "Weiterentwicklung" à la Dragonwarrior, hin zu genau dem Verhalten, das die Gesellschaft ihm/euch ja offenbar erfolgreich eingetrichtert hat! Wer's nötig hat... ich jedenfalls nicht!
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#45 SaschaEhemaliges Profil
  • 24.02.2009, 14:42h
  • Antwort auf #41 von Hannibal
  • Sag' das bloß nicht zu laut, denn hier scheinen die, die es dank gesellschaftlicher Gehirnwäsche nötig haben, sich und anderen etwas zu beweisen und es als "Weiterentwicklung" des schwulen Mannes propagieren, wenn er "Erotik" mit Frauen sucht bzw. Röckchen hinterhergafft, inzwischen in der Mehrzahl zu sein. Wenn das nicht einmal mehr die Tatsache bestätigt, dass diese Gesellschaft im 21. Jahrhundert so aggressiv zwangsheterosexualisiert wie noch nie zuvor! Da fällt es offenbar auch vielen Schwulen schwer, sich einer derart unwiderstehlichen "Weiterentwicklung" zu entziehen...*gröl*
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#46 rogerpf
#47 sajoAnonym
#48 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 24.02.2009, 17:10h
  • Der Film hat zu Recht zwei Oscars gewonnen! Und daß Schauspieler Sean Penn sich für die Homoehe einsetzt, ist sehr löblich.
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#49 cafelatte
  • 24.02.2009, 19:01h
  • @rogerpf:

    Falls du noch keine Übersetzung gefunden hast, ich hab die Acceptance Speech übersetzt. Hier ist's zu finden:
    is.gd/kHdC
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#50 DragonWarrior
  • 24.02.2009, 21:59h
  • Antwort auf #43 von Sascha
  • @ sascha

    du kannst dich weiter hinter worthülsen verstecken, wenn man das was du schreibst auf substanz abklopft...

    du kannst weiter versuchen mit verweis auf sachen die ich so nie geschrieben habe - was ich jetzt nicht noch einmal erklären werde - versuchen mich zu diskreditieren um von der fehlende substanz abzulenken...

    je mehr du das tust, umso deutlicher wird der unterschied zwischen einem mann wie MILK und dir...
    der eine redet, der andere aber handelt...

    du benutzt argumentationen, die, wenn sie nicht funktionieren, dann auf einmal nicht mehr wichtig sind, beziehst dich auf aktuellste studien, die du einfach ohne quellen in den raum stellst...

    und du übersiehst dabei dass wir die mehrheit - und jepp eine solche ist es, die uns gegenübersteht - nicht gegen ihren willen mit gewalt verändern können, sondern dass wir sie überzeugen müssen, dass unsere emanzipationen letztlich auch ihnen mehr freiheit bringt...

    beobachte weiter kritisch - völlig in ordnung - aber versuch nicht immer die, die längst handeln während du noch kritisch beobachtest und die, die vielleicht genauso kritisch beobachten aber aufgrund anderer perspektiven zu anderen ergebnissen kommen als unreflektiert herabzusetzen... das fällt auf dich selber zurück...

    vom hüter der universellen schwulen wahrheit mutiert man sehr leicht zum clown
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#51 sajoAnonym
  • 25.02.2009, 11:36h
  • Das hast Du zu 100% auf den Punkt gebracht @DragonWarrior. Deine Kommentare lese ich immer gern.
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#52 by the way, it's a good planAnonym
  • 25.02.2009, 12:13h
  • Winslet, then winless in four trips to the Oscar nomination altar, explains to series star Ricky Gervais, why she's decided to act in a Holocaust film.

    Gervais: You doing this, it's so commendable, using your profile to keep the message alive about the Holocaust.

    "...Winslet: God, I'm not doing it for that. We definitely don't need another film about the Holocaust, do we? It's like, how many have there been? You know, we get it. It was grim. Move on.

    I'm doing it because I noticed that if you do a film about the Holocaust, you're guaranteed an Oscar. I've been nominated four times. Never won. The whole world is going, 'Why hasn't Winslet won one?' ... That's why I'm doing it. Schindler's bloody List. The Pianist. Oscars coming outta their ass ...

    Gervais: It's a good plan...."

    www.haaretz.com/hasen/objects/pages/PrintArticleEn.jhtml?ite
    mNo=1066356
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