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Kommentare zu:
Zwei Oscars für "Milk"


#21 gatopardo
  • 23.02.2009, 14:52h
  • Antwort auf #15 von Sascha
  • Na gut, dass wir Gemeinsamkeiten finden !
    Da ich mir oscarverdächtige Hollywood-Filme so gut wie nie reinziehe, weiss ich gar nicht, über was Ihr hier redet. Mir kam nur diese rührende Rede von Penn unter, den ich ebenfalls nicht kannte, mir aber eine Gänsehaut bescherte. Bin eher ein Fan von Untergrund- Aussenseiter- und europäischen Produktionen, die kaum auf einen Oscar spekulieren.
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#22 TomAnonym
  • 23.02.2009, 16:14h
  • Antwort auf #21 von gatopardo
  • Tja, dann bist du aber nicht sehr gut informiert, EUMadrid. P. Cruz war für Volver damals für den Oscar nominiert, als ihn aber Helen Mirren für ihre Queen-Darstellung bekam. Und Almodóvar ist auch genügend gewürdigt worden. Für Alles über meine Mutter, Oscar für besten ausländischen Film und für Sprich mit ihr, Oscar für bestes Drehbuch. Informieren ist alles...

    @Sascha: setze dich mal mit der Homosexualität im antiken Griechenland auseinander. Die hatte eine ganz andere Bedeutung als heute.
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#23 gatopardo
  • 23.02.2009, 17:20h
  • Antwort auf #22 von Tom
  • Muss man über Oscar-Preise informiert sein ? Als Almodóvar-Fan erinnere ich mich nur an "Alles über meine Mutter", den ich übriges auch nicht so hervorragend fand wie z.B. "Sprechen Sie mit ihr !"
    "Volver" halte ich dagegen für zu lokal-spanisch, als dass er überhaupt im Ausland gewürdigt werden kann, was mich aber nicht sonderlich stört.Nur wer darin Penélope Cruz erlebt hat, wird sie kaum wieder vergessen.
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#24 FloAnonym
  • 23.02.2009, 17:29h
  • Also eine Nominierung ist schon ne ziemlich große Ehre, selbst, wenn man den Preis nicht abräumt. Der Academy Homophobie zu unterstellen entbehrt jeder Grundlage. Es sollte auch nicht nur um politische, sondern vorallem um kreative und künstlerische Ehrung bei den Oscars, sowie bei allen anderen Filmehrungen gehen.
    Durch die Nominierung von "Milk" sowie damals von "Brokeback Mountain" unterschreibt die Academy schon die Qualität der Fime sowie der Qualität der Arbeit von damals Ang Lee und diesmal Gus Van Sant.
    Höchstens könnte man der Academy schlechten Geschmack unterstellen, aber ich bin der Meinung, dass Milk und Brokebackmountain seinerzeit die Ehre einer Nominierung verdient haben.
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#25 SaschaEhemaliges Profil
  • 23.02.2009, 17:37h
  • Antwort auf #22 von Tom
  • Und was willst du uns damit sagen? Mir ging es um die deutlich größere Sichtbarkeit von Homosexualität in der Antike! Zudem waren insbesondere in der alten römischen Republik sexuelle und partnerschaftliche Beziehungen zwischen Männern (wohlgemerkt der höheren sozialen "Klassen") weit verbreitet und auch weitgehend gesellschaftlich akzeptiert.

    Ohne das hier erschöpfend behandeln zu können, bestätigst du mit deinem Hinweis auf unterschiedliche "Bedeutungen" aber genau das, was ich im Kern sagen wollte: Es handelt sich bei diesen "Bedeutungen" um nichts anderes als um gesellschaftliche Konstruktionen. Die heterosexuelle Zwangskultur der Mann-Frau-Zweierbeziehung ist eine Konstruktion, die in dieser Form erst im Laufe des Mittelalters etabliert wurde. Und ich sage: Es ist höchste Zeit für etwas Neues, eben für wahrhaftige sexuelle Freiheit und Gleichheit, ohne jedwede Normsetzung in Sachen sexueller Identität, weil jeder Mensch diese nur in und für sich selbst entdecken und bestimmen kann. Und letzteres ist ein fundamentales Menschenrecht, von dessen Verwirklichung wir aber noch ebenso weit entfernt sind wie von der gesellschaftlichen Vision, derer es dafür bedarf.
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#26 SamuelAnonym
  • 23.02.2009, 17:54h
  • Vielleicht sollte man langsam mal damit abfinden, dass die Mehrheit der Männern nun mal nicht auf Männer steht und dass ein Gutteil dessen, was Du, Sascha, als "agressive Heteronormativität" bezeichnest hast, seine Ursache eben in genau diesem Umstand hat.
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#27 SaschaEhemaliges Profil
  • 23.02.2009, 18:39h
  • Antwort auf #26 von Samuel
  • Ich habe schon darauf gewartet: Jetzt kommt wieder die Regression auf das angeblich Gott Gegebene (Stichwort Adam und Eva) oder auch auf die heteronormative Interpretation der Biologie. Aber das hatten wir alles schon - und haben es in zahlreichen Threads sehr eindeutig als den Schwachsinn entlarvt, der es "nun einmal" ist!

    Was "nun einmal" so ist, werter @Samuel, das können wir nämlich überhaupt erst dann sagen, wenn wir in einer Gesellschaft leben, die nicht allen vom ersten Atemzug unterstellt und auf mehr oder weniger gewalttätige (siehe Sanktionen, Diskriminierungen, Gruppenzwänge etc. bei möglichem "abweichenden" Verhalten) eintrichtert, sie hätten gefälligst hetero zu sein. Die nicht junge Menschen in immer aggressiverer (zu einem großen Teil kommerziell motivierter) Manier manisch in DIE eine Richtung sexualisiert.

    Dann, und nur dann, können wir eine Aussage über die "natürliche" Verteilung sexueller Identitäten treffen, die dann aber auch völlig überflüssig sein wird, weil niemand mehr die kulturelle Hegemonie für sich zu beanspruchen braucht, um seine individuelle oder kollektive Identitätskrise zu lösen (und auch darum geht es bei der zunehmend aggressiveren Selbstinszenierung der heterosexuellen "Mehrheit")!

    Übrigens war ein gewisser Herr Kinsey schon vor vielen Jahrzehnten so weit, die von dir postulierte "heterosexuelle Mehrheit" faktisch zu widerlegen (auch wenn man ihn nicht ohne Grund etwas anders verstehen wollte). Eigentlich sollte man meinen, dass wir im 21. Jahrhundert nicht wieder hinter diesen minimalen Erkenntnisstand zurückfallen, noch dazu in der schwulen Community!
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#28 SamuelAnonym
  • 23.02.2009, 19:22h
  • Antwort auf #27 von Sascha
  • Und wie bitte schön kann man Menschen in eine (heterosexuelle) Richtung sexualisieren? Und wieso hat das bei Dir und mir nicht geklappt? Leben wir beide nicht auch in einer "agressiv heteronormativen" Welt?

    Und außerdem: Wenn ich Kinsey ernst nehme, müsste ich zu dem Schluss kommen, dass ich auch auf Frauen stehen müsste. Nada!
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#29 antosProfil
  • 23.02.2009, 19:47hBonn
  • Antwort auf #21 von gatopardo
  • "Da ich mir oscarverdächtige Hollywood-Filme so gut wie nie reinziehe"

    Das solltest Du aber, und zwar zur Zeit vor allem den wunderbaren Film "Der seltsame Fall des Benjamin Button" - eine großartige Tragikomödie über den 'kairos', den rechten Augenblick. Sehr schade, dass dieser Film so wenig geehrt worden ist.

    PS. Klar kennt man hier 'Volver' - die DVD schau ich dauernd :-)
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#30 DragonWarrior
  • 23.02.2009, 19:47h
  • war ja klar dass die homophobie-vorwürfe wieder in den kommentaren auftauchen würden, wie schon vor zwei jahren, als brokeback mountain als nominierter bester film gegen LA CRASH unterlag, einen Film, den ich nach wie vor für den entschieden besseren Film halte, weil er mich als zuschauer von der ersten bis zur letzten sekunde fesselte und anrührte, während ich bei BROKEBACK MOUNTAIN nach 20 minuten zum ersten mal gedacht habe "könnten wir jetzt mal zur sache kommen, ich hab genug landschaft gesehen!"

    erstmal ist der Artikel selber zu korrigieren: MILK setzte sich in der Kategorie "Bestes Original-Drehbuch" nicht gegen FROST/NIXON und GLAUBENSFRAGE durch, denn die waren wie SLUMDOG MILLIONAIRE in der Kategorie "Bestes Drehbuch nach einer Vorlage" nominiert.

    niemand mit verstand für 5 cent wird den oscar für heath ledger als homophobe entscheidung gegen MILK betrachten. mal abgesehen von der schauspielerischen glanzleistung die er hingelegt hat, kann man diesen oscar getrost auch als posthume würdigung des lebenswerkes interpretieren.

    ich hätte mich auch sehr gewundert, wenn der oscar für die besten kostüme an MILK gegangen wäre, denn da sind eindeutig historische (DUCHESS) und fantasythemen deutlich den 70/80er jahren überlegen, was die vielfalt und den aufwand der kostüme angeht, die mit diesem oscar gewürdigt werden.

    welcher film nun besser geschnitten ist - hm, da müsste ich SLUMDOG MILLIONAIRE nochmal im vergleich sehen... auch ob der soundtrack von SLUMDOG nun besser ist als der von BENJAMIN BUTTON, den ich persönlich besser fand als den von MILK kann ich nicht wirklich sagen...

    ich weiß nicht wie eingeschränkt man in seiner sichtweise sein muss - oder wie sehr man verdrängen muss, dass es bei der oscarverleihung um preise für filmschaffende geht - um die vergabe der letzten drei genannten oscars an andere filme homophob zu finden...

    bleiben die oscars für die beste regie und den besten film...
    schwierig zu sagen, wenn man SLUMDOG hierzulande eigentlich noch nicht gesehen haben kann...
    von daher ist sascha's getöse erst einmal nicht mehr als ein vor-urteil, denn mit sicherheit ist es nicht die "x-te billige hetero romanze", das wird aus den rezensionen ziemlich deutlich, die international im netz zu lesen sind.
    ich enthalte mich dieser diskussion im moment, solange ich nicht offiziell vergleichen kann, was verglichen werden sollte... ;-))

    erinnert sei daran, dass die academy bereits 1984 die doku über milk mit dem oscar belohnte, erinnert sei an oscar's für BOY'S DON'T CRY, an CAPOTE, an PHILADELPHIA die oscars bekommen haben... (und daran, das die academy schon 3 (!) oscars an Harold Ashman vergeben hat für Song-Texte in Disney Produktionen 1990/92/93 - den oscar für "BEAUTY AND THE BEAST" nahm sein Partner entgegen... was das erste mal war, dass eine schwule partnerschaft im business so offen bei der verleihung thematisiert wurde.

    man kann darüber streiten, welche filme nominiert werden...

    (Das Verfahren, nach dem die Nominierung von Kandidaten sowie die anschließende Wahl ablaufen, ist genau reglementiert.
    Generell ist jeder Spielfilm (nach Definition ein Film mit einer Mindestdauer von 40 Minuten in Form einer 35- oder 70-mm-Kopie oder als 24-Bilder-Digitalkinoformat mit einer Mindestauflösung von 1280x1024 Pixeln), der in Los Angeles County mindestens sieben Tage lang in einem öffentlichen Kino gegen Entgelt zwischen dem 01. Januar und dem 31. Dezember gezeigt wurde, für die Academy Awards des darauf folgenden Jahres zugelassen.
    Zum Jahresende wird von der Academy eine Liste aller zur Wahl stehenden Filme erstellt, aus welcher in der ersten Phase die Mitglieder fünf Filme aus ihrem eigenen Aufgabenbereich nominieren. Somit wählen Schauspieler den besten Schauspieler oder Musiker die beste Filmmusik - eine Ausnahme stellt lediglich die Kategorie "bester Film" dar, für welche alle Mitglieder stimmberechtigt sind.
    Ausnahmen bestätigen die Regel - so auch hier. Bei der Kategorie "bester ausländischer Film" etwa darf jedes Land der Academy lediglich einen Film zur Nominierung vorschlagen. Dokumentar- und Kurzfilmoscars unterliegen anderen Reglementierungen bezüglich der Aufführungsdauer und des Aufführungsortes. Die Preise für die Kategorien "bestes Make-Up" und "bester animierter Spielfilm" dagegen werden nur dann verliehen, wenn nach Ermessen der Academy genügend Filme die für eine Auszeichnung in Frage kämen erschienen sind.

    Die Top 5 jeder Kategorie werden anschließend im Januar der Öffentlichkeit als Nominierte bekanntgegeben. Die Mitglieder der Academy haben nun in der zweiten Phase die Möglichkeit, die nominierten Filme anzusehen um sich ein Urteil zu bilden und aus diesen Vorschlägen jeweils bis spätestens eine Woche vor der Verleihung einen Favoriten zu wählen. Bei dieser Phase sind nun alle Mitglieder für alle Kategorien wahlberechtigt, eine Beschränkung auf das eigene Spezialgebiet gibt es hier nicht mehr.)

    insofern kann es erst einmal als ehre angesehen werden, überhaupt nominiert zu werden. und da sind 8 nominierungen sicherlich kein zeichen für homophobie. von der könnte man sprechen, wenn MILK nicht nominiert worden wäre.
    von homophobie könnte man auch sprechen, wenn die reden und der anschließende reaktionen im publikum anders gewesen wären.

    mit anderen worten: hier in dieser art von homophobie zu schreiben - zumal der vergleich mit SLUMDOG hier in deutschland noch nicht möglich ist, ist einfach mal wieder der "sascha-kick"... schade eigentlich denn so kann man sich so lächerlich machen, dass man in anderen diskussionen nicht mehr ernstgenommen wird.
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