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- 25. Februar 2009 1 Min.
Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle hat bereits als junger Mann seine Homosexualität problemlos erlebt, erklärte er jetzt im Interview.
"Nein, das war überhaupt keine Belastung", sagte Westerwelle dem Politikmagazin ‚Cicero’ (Märzausgabe). Darunter habe er "soweit ich mich zurückerinnern kann, nicht wirklich gelitten." Westerwelle, der in der Umgebung von Bonn aufwuchs, betonte: "Wir sind zu Hause zu selbstbewusst erzogen worden, als dass wir damit größere Probleme gehabt hätten."
Seine sexuelle Veranlagung sei "kein peinliches Thema oder irgendwie eine große Schwierigkeit" gewesen. Er habe das "eher mit sich selber ausgemacht und sicherlich auch manchmal schlaflose Nächte gehabt", könne sich aber "nicht mehr wirklich daran erinnern".
Auch in seiner politischen Karriere sei seine Homosexualität keine Belastung gewesen. "Ich habe ja aus meinem Leben nie ein Geheimnis gemacht, ich habe es nur nicht ins Schaufenster gestellt", betonte Westerwelle.
Der 47-Jährige war von 1994 bis 2001 FDP-Generalsekretär und übernahm danach den Parteivorsitz bei den Liberalen. Derzeit ist er Oppositionsführer im Deutschen Bundestag. Seine Homosexualität offenbarte er der breiten Öffentlichkeit erst 2004 (queer.de berichtete).
Die Märzausgabe von "Cicero" ist ab Donnerstag im Handel erhältlich. (pm/dk)














