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Michael Steele, neuer Parteichef der US-Republikaner, hat sich überraschend deutlich gegen Eingetragene Partnerschaften ausgesprochen.

Steele ist erst vor wenigen Wochen nach der Wahlniederlage seiner Partei um das Präsidentenamt und den Kongress ins Amt gekommen. Der 50-Jährige, der der erste schwarzer Parteichef einer großen US-Partei ist, galt bislang in der Frage von Homo-Rechten als gemäßigt. Im Interview in einer Radio-Talkshow bezog er nun aber öffentlich Position gegen Schwule und Lesben. Er antwortete auf die Frage, ob er "Civil Unions" (Eingetragene Partnerschaften) unterstützen könne: "Nein, nein, nein. Warum sollten wir das tun? Was ist los mit Ihnen, sind Sie verrückt? Nein. Warum sollen wir einen der zentralen, ewigen Werte unseres Landes kaputt machen? Schließlich kann man ja nicht einfach sagen: ‚Nun ja, heute ist mir die Ehe mal nicht so wichtig’".

Damit appelliert er offenbar an die republikanische Stammwählerschaft, die Homo-Ehen ablehnt. Er selbst hat früher andere Prioritäten gesetzt: So gründete er 1993 mit dem "Republican Leadership Council" eine Gruppe, die liberale Republikaner unterstützt, die sich für ein Recht auf Abtreibung und Homo-Rechte einsetzen. Damit sollte dem Rechtsruck der Partei von Abraham Lincoln entgegengewirkt werden. (dk)



#1 Mirror
  • 25.02.2009, 18:23h
  • Erst ist er Mitbegründer der RLC die sich für ein Recht auf Abtreibung und Homo-Rechte einsetzt
    aber nun ist er gegen die eingetragene Partnerschaft ?!?
    und bezieht nun Position gegen Schwule und Lesben!?!
    Ist doch kein hoher Preis um das Amt des Parteichefs zu bekommen.
    (ich bin heut wieder besonders bös,merk ich)
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#2 Tim_ChrisProfil
  • 25.02.2009, 21:34hBremen
  • Kommt mir das nur so vor oder mehren sich seit Obamas Amtsantritt die Politikerstimmen in den USA gegen Homorechte? Mir kam das vorher nicht so geballt vor wie jetzt diese Tage.
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#3 Mirror
  • 25.02.2009, 22:51h
  • Antwort auf #2 von Tim_Chris
  • Vieleicht will man damit einen Mehrfrontenkrieg
    gegen Obama starten, um gleich von Anfang an immer einen Punkt zu haben, mit dem man ihn
    pisaken kann.Oder um ihn gleich zu zeigen welche
    Widerstände ihm dazu in s Haus stehen.
    Interessant finde ich auch dass in dieses Parteiamt
    nun auch ein Schwarzer gewählt wurde.Wollen die REPS damit bei den Schwarzen Wählern punkten ?
    Zufall?
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#4 XDAAnonym
#5 alexander
  • 26.02.2009, 11:31h
  • interessant, jetzt haben die reps ihren alibischwarzen aus der kiste geholt !!!

    und sofort schlägt die parteienräson zu, dass er 1993 mit 34 j. liberaler eingestellt war, hat heute keine bedeutung mehr !

    aber wir hatten in der brd auch einige hoffnungsträger in dieser zeit, die uns regelrecht verscheissert haben, als sie an der macht waren.

    vor allem "die ewigen werte seines landes" kann er mal so richtig verinnerlichen, z.b. ku-klux-klan u.s.w., die bestimmt auch gegen die homorechte sind, ergo hat er die seite auf der er steht gut gewählt !
    es scheint auch scheinheilige , bekloppte "neger" zu geben, die sehr schnell vergessen wollen wo sie und ihre rechte noch vor 40 jahren waren ??? soviel zu den ewigen werten !!!
    eigentlich ein verräter der eigenen herkunft !

    durch obama bleibt zu hoffen, dass die machenschaften der bankenkrise aufgedeckt werden und zumindest einige herrschaften zur verantwortung gezogen werden, dass auch der blödeste wähler begreift, dass allein die konservativen dafür veranwortung tragen !

    wäre auch für deutschland nützlich, denn hier wird ordentlich wasser in den schampus gekippt, damit schön alles unterm deckel bleibt.
    nach guter alter cdu/csu und fdp manier ! die wirtschaftskrise ist schliesslich ein naturereignis, für das niemand etwas kann !
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#6 jochenProfil
  • 26.02.2009, 14:45hmünchen
  • ..aber für die möglichkeit von heterosexueller ehe zwischen weiß und schwarz ist er schon??...., oder hält er das auch für verrückt?
    ist das auch gegen seine "ewigen werte"??
    ich denke mal nicht, denn das könnte ihn evtl. ja
    dann auch betreffen.

    michael steele, ist ein paradebeispiel dafür, dass ignoranz , dummheit und intorleranz unabhängig von hautfarbe, geschlecht, alter und sexueller orientierung sind.
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#7 gerdAnonym
  • 26.02.2009, 16:55h
  • Man darf nicht vergessen, dass der Kampf um die gleichen Rechte in den Vereinigten Staaten ungleich stärker und heftiger in den letzten Jahren geführt wurde, als dies bei uns in Deutschland der Fall ist.

    Insbesondere das Geschehen in Kalifornien und die Auswirkungen auf Hollywood und damit auf die Medien sind enorm. Und da Politiker maßgeblich durch die Medien beruflich wirken, hat sich eine Polarisierung in diesem Thema in den USA ergeben: auf der einen Seite die Demokraten, die Eingetragene Lebenspartnerschaften (Civil Unions) unterstützen und auf der anderen Seite die Republikaner, wo es nur geringe innerparteiliche Kräfte gibt, die Civil Unions befürworten.

    Das stellt sich in Deutschland ganz anders da; mittlerweile seit dem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Verfassungsmäßigkeit der Eingetragenen Lebenspartnerschaft haben selbst CDU und CSU in ihren Parteiprogrammen Lebenspartnerschaften aufgenommen und akzeptiert. Nur Parteien außerhalb des Bundestages am rechten Flügel lehen die Lebenspartnerschaft grundsätzlich ab. Hier in Deutschland wird nicht die Lebenspartnerschaft als solche mehr politisch bekämoft, sondern gestritten wird vielmehr darüber, wieviel an Rechten diesen Lebenspartnerschaften seitens des Staates zugestanden werden soll. Dies ist insbesondere bei den Beamtenrechten gegenwärtig zu beobachten sowie in Steuerrechtsfragen.

    Interessant finde ich, dass Kanada wiederum wesentlich weiter als die USA aber auch als wir hier in Deutschland sind.

    Und bei Michael Steele fällt mir insbesondere auf, dass er ein schwarzer Parteichef bei den Republikanern ist. Dies ist doch mehr als überraschend für diese Partei.
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#8 I.Ramos GarciaAnonym
  • 27.02.2009, 09:27h
  • Ja, & die Blacks sollen nur im Cottonfelder arbeiten, weil das ist alles sie sind nuetzig fuer.
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#9 AngelikaAnonym
  • 20.01.2010, 23:59h
  • Der Mann ist doch einfach nur machtgeil. Denn was sollte sonst seine 180 Grad Wendung bezüglich der Homoehe erklären.

    Und ich verstehe leider immer noch nicht, warum die "Homoehe" eine Gefahr für die heterosexuelle Ehe darstellt. Mit dem Schutz der Familie und von Kindern braucht man hier doch garnicht argumentieren, schließlich müssen sich heterosexuelle Eheleute auch nicht scheiden lassen wenn sie keine Kinder bekommen.
    Die Ablehnung der Homoehe hat meiner Meinung nach überhaupt nichts mit moralischen Werten zu tun, im Gegenteil.

    Gerade ein Angehöriger einer Minderheit und eine Partei die so großen Wert auf christliche Werte legt, wozu unter anderem auch die Nächstenliebe und Toleranz gehören, sollte doch andere Minderheiten achten und ihre Rechte nicht beschneiden.

    Jede Beziehung zwischen Erwachsenen und gleichgestellten Personen in welcher Geschlechterkombination auch immer sollte in gleicher Form geachtet werden, wozu auch das Recht auf die Ehe gehört.
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