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- 26. Februar 2009 2 Min.
Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun verteidigt weiter die Thesen des Priesters Gerhard Maria Wagner, der nach Protesten den Posten des Linzer Weihbischofs nicht antrat.
Der 54-jährige Wagner hatte in Interviews die "Heilung" von Homosexuellen propagiert und erklärt, dass "unmoralische" Handlungen wie Homo-Veranstaltungen Naturkatastrophen auslösen würden (queer.de berichtete). Nach heftiger Kritik und steigenden Zahlen von Kirchenaustritten in Österreich gab der Priester vor rund zwei Wochen seinen Rückzug bekannt (queer.de berichtete).
In einem Essay für das katholische Internetmagazin kath.net warf Weihbischof Laun der Öffentlichkeit eine Hetzkampagne gegen Wagner vor. Er zitierte gar einen "älteren Bischof", der angeblich Assoziationen zwischen den Kritikern Wagners und den Nationalsozialisten herstellte. Laun versucht dann die Beschuldigungen gegen Wagner zu entkräften. In der Frage der Homo-Heilung sei Wagner schlicht ein Opfer der Wortwahl geworden, so Laun: "Mit 'heilbar' meint man ja eigentlich nichts anderes als 'veränderbar', und damit verwandelt sich die Frage in eine wertneutrale Sachfrage, die sich in moderner Diktion so stellen lässt: Ist die homosexuelle Orientierung veränderbar, und wenn ja, ändert sie sich manchmal 'von selbst' oder nur mit Hilfe eines Psychologen oder gar Arztes?". Laun selbst hat wiederholt erklärt, dass er die sexuelle Ausrichtung für veränderbar hält. In dem Text stützt er sich auf den US-Psychiater Robert Spitzer, der 2001 die Veränderlichkeitsthese aufstellte. Er erwähnt nicht, dass Spitzer unter Wissenschaftlern praktisch keinen Rückhalt genießt.
Laun verteidigte zudem die Aussagen Wagners, dass die "Harry Potter"-Reihe satanistisch sei und Hurrikan Katrina die Strafe Gottes für die sündigen Menschen von New Orleans. Der Salzburger Weihbischof sieht auch hier Wagner als Opfer, das sich womöglich etwas frei ausgedrückt hatte, aber doch die Botschaft der Bibel vertrete. (dk)















Aber kein Wunder, da ist er mit Ruth Vonholdt sowie unserem in den 1950er stehengebliebenen Norbert Geis (Jahrgang 1939) aus Bayern in bester Gesellschaft; die drei kennen sich bereits seit vielen Jahren und haben sich auch schon mit schriftlichen Ergüssen zum Thema Homosexualität dermassen "aus den Fenster gehängt", dass die sicherlich nicht von ihren Vorurteilen mehr abrücken werden.
Da frage ich mich immer, wie so ein Laun überhaupt Weihbischof in Salzburg werden konnte. War der eigentlich auf der Vorschlagsliste im Bistum Salzburg oder wurde der auch von einer heimlichen Pressure-Gruppe im Vatikan durchgedrückt, wie es bei Wagner versucht wurde. Der Laun "geht sowas von überhaupt nicht"...