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- 28. Februar 2009 2 Min.
Der amerikanische Onlinehändler AdamMale hat sein Angebot an Barebackfilmen aus dem Programm genommen, und entschuldigt sich offiziell bei der Szene.
Von Christian Scheuß
Das Portal xbiz.com, das harte Fakten aus dem Hardcorebusiness aufbereitet, meldete diesen ungewohnten Akt des Widerstandes so ganz nebenbei. Der Onlinehändler Molly Fisher, der seit 12 Jahren AdamMale betreibt, hat aus einer Gewissenentscheidung heraus den Schritt getan und die in seinem Katalog gelisteten Bareback-Titel aus dem virtuellen Regal verbannt. Geholfen hat dabei die Erkenntnis, dass er ohne diese Filme nicht pleite gehen wird.
Wie alle anderen Shops auch, dachte er noch vor ein paar Jahren, er müsse dieses Genre in sein Sortiment nehmen. "Es sah 2006 noch so aus, als ob die Kundschaft das wünsche. Wir fühlten uns richtig dazu gezwungen", berichtet er gegenüber xbiz.com. Doch die großen Umsätze durch Barebackfilme stellten sich nicht ein.
"Es passte auch von Anfang an nicht zu unseren Maßstäben, die wir für unsere Marke gesetzt hatten, wenn wir Videos verkaufen, in denen unsichere Sexpraktiken glorifiziert werden", meinte Fisher weiter. Nach der BB-Abteilung musste man im Onlineshop allerdings auch lange suchen, es waren seinen Angaben nach nur 20 Titel, die jetzt rausgeflogen sind. An Produktionen ohne Kondom habe man sich zudem nie beteiligt. Fischer weiter: "Wir würden uns gerne öffentlich bei der schwulen Community und der Sexindustrie entschuldigen für diesen klaren Fehltritt in der Geschichte unserer Firma."
Bereits vor einem Jahr hatte die Porno-Produzentin Chi Chi LaRue in einem recht dramatisch inszenierten Videospot andere Pornolabels scharf kritisiert und ihnen Verantwortungslosigkeit vorgeworfen. Zudem appellierte sie an die Konsumenten, diese Produkte nicht zu kaufen. Seit dem Aufkommen der ersten Filme, die explizit mit "Bareback" im Titel warben und das "No condom"-Logo tragen, stehen sich bei Händlern wie Produzenten zwei unvereinbare Lager gegenüber. Das gilt auch für Deutschland. Etablierte Pornolabel verzichten konsequent und bewusst auf BB-Produktionen, andere neue Label haben sich darauf spezialisiert. Einige Händler, wie zum Beispiel die Brunos-Shops verzichten bewusst auf unsafe Produktionen im Regal.















Doch die großen Umsätze durch Barebackfilme
stellten sich nicht ein.
Gewissensentscheidung ? Große Umsätze aus BB Produktionen die ausblieben ?
Find ich sehr lobenswert diese Gewissensentscheidung weil große Umsätze ausgeblieben sind. lach.
Sich dem Markt anpassen sagt man schlicht dazu.Kann man doch auch einfach so sagen ohne Umsatz und Gewissen wortreich aneinander vorbei zu chauffieren.