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  • 09. März 2009, noch kein Kommentar

Der britische Premierminister Gordon Brown hat das Verbot der Homo-Ehe in Kalifornien als "inakzeptabel" und als Rückschritt für die Bürgerrechte in den Vereinigten Staaten bezeichnet.

Brown machte diese Äußerungen bei einem Empfang von Homo-Aktivisten in der Downing Street 10, berichtet die BBC. Der Premier und Chef der regierenden Labour-Partei lud die Aktivisten anlässlich des "Gay History Month" in seinen Amtssitz ein (queer.de berichtete). "Dieser Versuch, das Rad der Zeit zurückzudrehen, ist inakzeptabel", so Brown, der seit 2007 Regierungschef des Vereinigten Königreichs ist. "Das zeigt, dass wir immer wachsam sein müssen und immer homophobes Verhalten – ebenso wie jede Art der Diskriminierung – bekämpfen müssen." An der Veranstaltung nahmen Aktivisten, Politiker und Prominente wie der "Erasure"-Sänger Andy Bell teil.

In Kalifornien ist Schwulen und Lesben im November letzten Jahres das Eherecht wieder entzogen worden, nachdem dem Volksentscheid "Proposition 8" eine knappe Mehrheit der Wähler zugestimmt hatte (queer.de berichtete). Derzeit müssen Gerichte darüber entscheiden, ob der Volksentscheid rechtens war. Gegner argumentieren, dass die Wahl ungültig erklärt werden müsse, da eine einfache Mehrheit nicht einer Minderheit Bürgerrechte entziehen dürfe. Der kalifornische Justizminister hat Proposition 8 letzte Woche mit dem Rassismus der 1960er Jahre verglichen (queer.de berichtete).

Großbritannien hat 2004 Eingetragene Partnerschaften eingeführt, die – anders als in Deutschland – die gleichen Rechte und Pflichten beinhalten wie die Ehe. (dk)