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Kommentare zu:
Viele Fans wollen keine schwulen Fußballer


#1 Change we can believe inAnonym
  • 10.03.2009, 11:50h
  • "Auffällig ist, dass insbesondere jüngere Fans Vorurteile hegten: In Deutschland sehen 24 Prozent der unter 18-Jährigen Schwule als schlechtes Vorbild im Fußball, aber nur elf Prozent der 40-49-Jährigen und 15 Prozent der über 50-Jährigen."

    Willkommen in der Zukunft! Aber wen wundert's: Wenn sogar die meisten Schwulen dem Mittelalter hinterrennen (Stichwort: "Gleichberechtigung" durch "Lebenspartnerschaft" oder "Eheöffnung"), dann werden andere erst recht nicht in eine progressive Richtung steuern!
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#2 TimmAnonym
  • 10.03.2009, 12:43h
  • Umkehrschluss:
    75% fänden das ganz in Ordnung. (Politiker würden sich freuen, wenn sie bei ihren Entscheidungen 75% hinter sich hätten.)

    Außerdem ist es so, wie auch in der Politik und den Medien: das kann sich erst mal keiner vorstellen und wenn sich dann die ersten outen, ändert sich das ganz schnell.

    Die Haltung der 25% ist außerdem sehr dumm: sie jubeln bereits Schwulen zu, nur dass sie es nicht wissen. Es gibt nun mal genauso viele schwule Sportler, wie im Rest der Gesellschaft auch. Das ist Fakt! Mit anderen Worten: sie jubeln zwar Schwulen zu, wollen es aber nicht wahrhaben und belogen werden. Das ist ein Zeichen von Dummheit!

    Sportler sollten sich nicht an die 25% dummen Menschen halten, die zwar Schwulen zujubeln, aber belogen werden wollen, sondern sich an die 75% der Vernünftigen halten. (Alleine schon für sich selbst, denn es ist sehr befreiend, endlich nicht mehr lügen zu müssen.)

    Und wenn dann die ersten Outings kommen, wird sich das Verhältnis auch sehr schnell weiter verbessern.

    Es wird Zeit!
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#3 blueAnonym
  • 10.03.2009, 14:50h
  • Ich schließe mich Timms Meinung an. Wenns der Mehrheit vollkommen wurscht ist, wie jemand sexuell orientiert ist, dann sollte einem die Minderheit egal sein, für die die Sexualität eines Spielers offenbar eine wichtigere Rolle spielt als dessen Fußballkünste.
    In unserer Gegend haben wir einen besonderen Fußballfanclub, der von sich sagt: "Die Meenzelmänner" sind eine Vereinigung schwuler, lesbischer, bisexueller und heterosexueller Mainz-05-Fans und ihrer Freunde und Freundinnen

    www.meenzelmaenner.de

    So soll es sein !
    Kopf hoch - und das alles nicht so verbissen sehen
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#4 HannibalEhemaliges Profil
  • 10.03.2009, 17:19h
  • Antwort auf #3 von blue
  • Ich finde die Ergebnisse jetzt auch nicht besonders erschreckend. Das spiegelt so ziemlich die Meinung der Gesellschaft wieder. Und dafür, dass ein Großteil der Fussball-Anhänger zum eher ungebildeten Proletariat gehört, sind die Zahlen eher gering!
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#5 schwarzwaldbub
  • 10.03.2009, 20:33h
  • Antwort auf #4 von Hannibal
  • Den Fußballfans hätt ich mehr Homophobie zugetraut - ich bin einigermaßen positiv überrascht.

    Vermutlich kommt man zu ähnlichen Zahlen, wenn man die Fans zu Frauenfußball, jüdischen Fußballern, Behinderten-Fußball oder MigrantInnen etc. befragt.

    Das Horrormärchen vom Kindsverführer, das ja gerne von PolitikerInnen und religiösen Funktionären in der Öffentlichkeit reproduziert wird, dürfte – leider - von weitaus mehr BürgerInnen geglaubt werden.

    Bei Gayromeo gibt's übrigens gerade "World Soccer Orgy 2" als Download - für die, die sich mehr für die Fußballer als den Fußball interessieren (-;=
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#6 Realismus vs. SchönfärbereiAnonym
  • 10.03.2009, 20:42h
  • Antwort auf #2 von Timm
  • SIMON 2007, Einstellung zur Homosexualität (empirische Basis: 922 Berliner GymnasiastInnen und GesamtschülerInnen (d.h. eine Gruppe mit insgesamt eher ÜBERdurchschnittlichem Bildungsstatus):

    "Zustimmung zur Aussage: 'Wenn sich zwei schwule Männer auf der Straße küssen, finde ich das abstoßend. - 47,7% (!) der männlichen Jugendlichen"

    Dann gab es da noch 2008 eine umfassende Vergleichserhebung der Bundesregierung zur Xenophobie unter jungen Menschen mit durchgehend "positivem" Trend, d.h. einer deutlichen Zunahme von Xenophobie in dieser Altersgruppe.

    Wie man sieht: Man kann sich jede noch so verheerende gesellschaftliche Entwicklung schönreden, aber an den Tatsachen (und an der daraus resultierenden Gesellschaft von morgen) ändert das nichts!
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#8 Realismus vs. SchönfärbereiAnonym
  • 10.03.2009, 21:23h
  • Antwort auf #7 von krise
  • Darf ich aus dem von dir verlinkten Artikel zitieren (übersetzen):

    "Nur zwei von fünf Lehrern an weiterführenden Schulen und nur die Hälfte aller Grundschullehrer [in einer britischen Studie] sagten, dass ihr Schulleiter eine klare Führungsrolle zeige, wenn es darum gehe, homophobes Verhalten [wörtlich: homophobe Schikane] anzugehen."

    Na, das nenne ich doch mal paradiesische Zustände. In Deutschland sind es wahrscheinlich weniger als 1% der Schulleiter, die in diesem Punkt eine "klare Führungsrolle" übernehmen, geschweige denn sich überhaupt mit diesem Thema beschäftigen (gleiches gilt für 99% der Lehrer). Aber ist ja auch verständlich, dass Großbritannien hier angesichts seiner Nazi-Vergangenheit ganz besonders sensibilisiert ist und schon ab der Grundschule aktiv gegen Homophobie unter jungen Menschen vorgeht!
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#9 DragonWarrior
#10 TheisentheisAnonym
  • 10.03.2009, 21:45h
  • Antwort auf #6 von Realismus vs. Schönfärberei
  • Gibt es eigentlich zu diesem Thema auch eine Längsschnittstudie?

    Sprich: wie sich die Homophobie im Laufe eines Lebens eines (Hetero)mannes entwickelt?

    Persönlich hab ich schon erlebt, dass gerade 13-17jährige Jungs - vor allem, solange sie noch keine ernsthafte Freundin hatten - besonders homophob sind. Sich dann später aber abregen.

    Rein "gefühlt" habe ich aber auch den Eindruck und die Befürchtung, dass wir es mit einer negativen Trendwende zu tun haben. "Gutmensch", "pol.cor." etc. sind ja bei manchen schon zu Schimpfwörtern mutiert.

    Ich zweifle jedenfalls daran, dass es so etwas wie einen Selbstläufer gibt, nach dem Motto "Kommt Zeit, kommt Toleranz".
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#11 ränderingAnonym
#12 Realismus vs. SchönfärbereiAnonym
  • 10.03.2009, 22:52h
  • Antwort auf #10 von Theisentheis
  • "...dass gerade 13-17jährige Jungs - vor allem, solange sie noch keine ernsthafte Freundin hatten"

    Die eigentlich interessante Frage in diesem Zusammenhang ist doch: Wie kann sich ein junger Mensch, in diesem Fall: Junge bzw. Mann, überhaupt FREI und SELBSTBESTIMMT sexuell entdecken und ausleben, wenn er schon in diesem Alter derart massive homophobe Komplexe verinnerlicht hat - die meisten davon übrigens auf einer unterbewussten Ebene? Folglich stellt sich bei der "ernsthaften Freundin" dann die Frage: wieviel davon kommt von seinem originären Interesse an der "Freundin" und wieviel von der gesellschaftlich vermittelten Homophobie bzw. eingetrichterten Hetero-Norm?! Eine Längsschnittstudie - oder ein diachronischer Vergleich - wäre sicherlich interessant, aber an der Tatsache, dass Homophobie in der relevanten Altersgruppe zunimmt, ändert das freilich nichts.
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#13 xyAnonym
  • 11.03.2009, 04:29h
  • Antwort auf #2 von Timm
  • Klaro, Schätzchen: Der Anteil von Homosexuellen bei Profisportlern, Kfz-Mechanikern, Schlachtern oder Naturwissenschaftlern ist genauso hoch wie der bei Friseuren, Visagisten, Berufstänzern, Modeschöpfern, Buchhändlern oder Krankenpflegern. Das ist Fakt! Nur bei Bauarbeitern, LKW-Fahrern, Polizisten, Soldaten und Sportlehrern ist es anders: Die sind durchweg alle stockschwul. Darüber gibt es schließlich hinreichend Literatur und Filme!
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#14 uvwAnonym
#15 DoubleC-GAnonym
  • 11.03.2009, 11:29h
  • "Es gibt nun mal genauso viele schwule Sportler, wie im Rest der Gesellschaft auch. Das ist Fakt!"

    Auch wenn ich grundsätzlich natürlich die Ansicht teile, dass es im Profi-Fußball deutlich mehr LGB(T?)s gibt als der durchschnittliche Fan vermutet, so irrst Du leider doch mit Deiner Aussage, wenn Du Si auf den bezahlten Fußball beziehst.

    Denn nachdem ich mich nun mehrere Jahre intensiv mit dem Thema Homosexualität im Fußball beschäftigt habe, fällt auf, dass insbesondere in wissenschaftlichen Abhandlungen dazu immer wieder das Fazit gezogen wird, dass die Anzahl an Schwulen im Profi-Bereich deutlich niedriger sein muss als in der Gesamtbevölkerung.

    Der Grund hierfür liegt schlicht und einfach darin, dass das Verbergen des schwulen Doppellebens vor Fans, Mannschaft, Verein und Öffentlichkeit enorme seelische Schmerzen und somit eine zusätzliche Energieleistung bedeutet, die viele nicht verkraften oder schlicht an irgendeinem Punkt nicht mehr auf sich nehmen wollen. Denn es geht heutzutage eben de facto nur eins von beidem: Profi-Karriere oder selbstbestimmtes Leben inklusive einer schwulen Identität. Deshalb begraben viele hoffnungsvolle schwule Fußballtalente schon in jungen Jahren den Traum vom Rum und entscheiden sich für letzteres. Das Resultat: deutlich weniger schwule im Profi-Fußball als in der Gesamtbevölkerung.

    Das nur als Randbemerkung.
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#16 kampfgeistAnonym
  • 11.03.2009, 11:53h
  • ...Schon im zweiten Jahrtausend v. Chr. wurde in China ein fußballähnliches Spiel namens Ts’uh-chüh („ts’uh“ = mit dem Fuß stoßen; „chüh“ = Ball) ausgetragen. Über die damaligen Regeln des Spiels ist nichts bekannt. Jedoch gilt als sicher, dass es als militärisches Ausbildungsprogramm zum Training der Soldaten durchgeführt wurde. Im Laufe der Zhou-Dynastie breitete sich das Sportspiel auch im Volk aus, und man versuchte mit strengeren Regeln Gewalt und Rauhigkeit zu verhindern. Der Ball war aus Lederstücken zusammengenäht und mit Federn und Tierhaaren ausgestopft...

    de.wikipedia.org/wiki/Fußball#Geschichte
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#17 ansakAnonym
#18 FoXXXynessEhemaliges Profil
#19 gelderlanderEhemaliges Profil
  • 11.03.2009, 19:58h
  • Hm, und was sol daran nun so neu sein? Es ist doch auch eine tatsache, das die meisten der Fanclubs von Neonazis unterwandert sind. Dazu reicht es doch, nur mal bei den "Gesängen" richtig hinzuhören.

    Daher wunderte mich auch das nicht, was am Sonntag in Hamburg passiert ist. Das war vorauszusehen, gerade dann wenn Rechtsextreme aus rostock auf Linksextremisten aus Hamburg stoßen.
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#20 alexander
  • 12.03.2009, 20:21h
  • das bild des kleinen, süssen fickfehlers ist doch bezeichnend !
    wie heisst das so schön ? :" was hänschen nicht lernt, lernt hans nimmermehr !"

    diese saublöden umfragen, wenn sich gesellschaftlich mehr geändert hätte, wäre heute auch ein schwuler fussballer "normal" !

    braucht das die welt ?
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