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  • 12. März 2009 8 2 Min.

Die Berliner Regierungskoalition will am Donnerstag im Bildungsausschuss ein 26-Punkte-Papier beschließen, das die Akzeptanz von Schwulen und Lesben unter Schülern stärken soll.

Der "Änderungsantrag" wurde als Reaktion auf einen Aktionsplan gegen Homophobie vorgestellt, den die grüne Fraktion im Dezember ins Abgeordnetenhaus eingebracht hatte. Damit will die rot-rote Koalition gegen die Ursachen von Homophobie vorgehen. Der Berliner Linkspartei-Chef Klaus Lederer nannte als Beispiel die Schulbücher, die "heteronormativ" seien: "Da können ruhig auch mal zwei Väter und Mütter vorkommen", so Lederer. Vertreter von SPD und Linken erklärten ferner, sie wollten dem Eindruck entgegentreten, Homophobie sei nur ein Phänomen unter Migranten.

Die Grünen, der Berliner CSD und der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg begrüßten das Papier: "Die Initiative der beiden Regierungsfraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus ist ein Meilenstein für die Emanzipation von Lesben, Schwulen, Transsexuellen und Transgendern in dieser Stadt", erklärte CSD-Vorsitzender Jan Salloch. "Denn, wenn es gelingt dieses ambitionierte Konzept in den Verwaltungen, Schulen, Jugendeinrichtungen und freien Trägern umzusetzen, haben wir eine bundesweite Vorreiterrolle."

Der LSVD bemängelte jedoch, dass der Antrag einige Probleme ausblende: "Bedauerlich ist es, dass der Antrag die Erscheinungsformen und Ursachen von Homophobie nicht klar benennt", erklärte LSVD-Sprecher Alexander Zinn. "Herausforderungen wie Hass-Rap, die verbreitete Idealisierung archaischer Männlichkeitsbilder, religiöser Fundamentalismus und Rechtsextremismus müssen benannt werden. Es bedarf klarer Vorgaben, dass für diese Bereiche gezielte Präventionsprojekte zu entwickeln sind." (pm/dk)

-w-

#1 RabaukeAnonym
  • 12.03.2009, 10:54h
  • Durch ein Megaphon ruf: Achtung, Achtung ihr "billiges" Fußvolk, werter Pöpel!!! Es ist Wahlkampf, LIEBE WÄHLERINNEN und WÄHLER. Hier werden wieder versprechen gemacht......und dank der eigenen "Machtgeilheit" weis man nach der Wahl gar nicht, was zur "Wahl" stand und hat nie was davon gewusst. Ach jaaaaa.....ich bin" froh", daß es Deutschland gibt.
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#2 We are the ones we have been waiting forAnonym
  • 12.03.2009, 13:05h
  • Antwort auf #1 von Rabauke
  • Also, in Berlin ist es noch eine Weile hin bis zum nächsten Wahlkampf und bis dahin haben die homosexuellen Wählerinnen und Wähler Gelegenheit, sich die Umsetzung dieses Papiers genau anzusehen. Auf den ersten Blick klingt das Ganze ausgesprochen gut und ist genau das, was wir bundesweit in der Bildungspolitik endlich brauchen. Die alltägliche Gewalt im Leben junger Menschen muss zu einem zentralen Thema an den Schulen werden (einschließlich der durch unser perverses, ausgrenzendes Bildungssystem mit seinem immer extremeren Leistungsdruck selbst ausgeübte Gewalt) und nicht nur das äußerste Ende der Fahnenstange, wenn gerade mal jemand Amok läuft. Gewalt, Aggressionen, offene und verdeckte Konflikte im Alltagsleben von Schulen müssen unter expliziter Berücksichtigung von menschlicher Vielfalt endlich aktiv angegangen werden. Dazu bedarf es spezifischer, von Schülern und Lehrern selbst verwalteter Institutionen in den Schulen (Moderations- und Schlichtungsgruppen, Diversity-Gruppen, umfassende schulpsychologische Betreuung etc.), denn ein wichtigeres Bildungsziel als den gewaltfreien, respektvollen Umgang mit anderen kann es gar nicht geben! Unsere Gesellschaft ist voll von unterschiedlichsten Formen der Gewalt (Homophobie und Heteronormativität stehen ganz oben auf der Liste), die endlich einer umfassenden Offenlegung und Bearbeitung bedürfen!
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