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- 13. März 2009 2 Min.
Dortmunds Schwule topfit: In der Ruhrmetropole wird es künftig einen Gesundheitsladen für Schwule unter dem Dach der Gesundheitskampagne "pudelwohl" geben.
Von Carsten Weidemann
Der Ausschuss für Soziales und Gesundheit der Stadt Dortmund hat in den vergangenen Tagen in einer unspektakulären Sitzung einen Beschluss gefasst, der in naher Zukunft zu einer Premiere führen wird. Die Stadtverwaltung wurde damit beauftragt, umgehend die Errichtung einer schwulen Gesundheitsagentur zu prüfen und kommunale Mittel für das Projekt zur Verfügung zu stellen. Der von allen Parteien getragene Beschluss öffnet nun den Weg für ein Präventionsmodell, das bundesweit einmalig ist. Demnach werden die Dortmunder Aidshilfe, das Schwulenzentrum KCR und das städtische Gesundheitsamt in gemeinsamer Kooperation einen schwulen Gesundheitsladen betreiben, um das Fundament für die zielgruppenspezifische HIV-Prävention neu zu gestalten.
"Pudelwohl: gesund & schwul in DO", so der Titel des Projektes, das sich der Gesundheitsförderung in schwulen Lebenszusammenhängen widmet. Ausgestattet wird die Beratungsstelle mit drei hauptamtlichen (schwulen) Mitarbeitern, die von den drei Kooperationspartnern entsendet werden. Außerdem werden die ehrenamtlichen Männer, die sich bisher in den Herzenslustgruppen der Aidshilfe und des KCR engagieren, dem neuen Pudelwohl-Projekt zugeführt.
Neben der klassischen HIV-Prävention für schwule und bisexuelle Männer soll der Gesundheitsladen auch andere Themenfelder schwuler Gesundheitsförderung aufgreifen. Derzeit suchen die Initiatoren in der Dortmunder Innenstadt ein geeignetes Ladenlokal, wo "Pudelwohl" demnächst seine Pforten öffnen soll. "Der Laden wird werktags in den Abendstunden geöffnet sein", so Manuel Izdebski, Vorstand aus dem KCR. Neben der Vor-Ort-Arbeit in der Dortmunder Szene und der Online-Beratung im Internet, wird der Gesundheitsladen künftig auch den HIV-Schnelltest übernehmen.
Weitere Angebote sollen folgen. Manuel Izdebski: "Wir möchten eine Hepatitis-Impfkampagne für Schwule durchführen, sekundärpräventive Angebote für Positive entwickeln und die Männergesundheit thematisieren." Interessierte Männer, die sich ehrenamtlich im Kontext schwuler Gesundheit engagieren wollen, seien willkommen.
Links zum Thema:
» www.kcr-dortmund.de















Frage mich, wann - nachdem der erste schwule Buchladen dicht gemacht hat - der erste schwule Bäcker, Metzger, Reinigungsdienst und natürlich die erste schwule Apotheke ihre Pforten öffnet. Am besten ziehen alle Schwulen auch noch in ein Quartier mit nur schwulen Diskotheken, Kinos, Supermärkten usw. ... Wir können uns da ja gern an den türk. Migranten orientieren, die in ihrer Parallelwelt leben ...
Lesben und Transen können da natürlich nicht wohnen, versteht sich ja von selbst.