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Nigeria unternimmt einen neuen Anlauf, das Homo-Verbot zu verschärfen – auch schwulen ausländischen Geschäftsleuten würde dann Haft drohen, selbst wenn sie im Land keine sexuellen Kontakte haben – die anglikanische Kirche erklärte, mit dem Verbot könne der "soziale Holocaust" verhindert werden.

Das Parlament des einwohnerstärksten afrikanischen Staates will künftig jeden bestrafen, der an einer Homo-Ehe teilgenommen hat, wenn auch nur als Zuschauer und selbst wenn die Zeremonie im Ausland stattgefunden hat. Ein derartiger Gesetzentwurf befindet sich derzeit in den Ausschüssen.

Als Homo-Ehe würden dabei auch zwei zusammenlebende schwule Männer gelten; dadurch würden alle Männer-WGs verdächtig werden sowie Razzien und Verhaftungen rechtfertigen, erklärten Beobachter. Zudem soll in dem Gesetz die Unterstützung von Menschenrechtsorganisationen verboten werden, die sich für Homo-Rechte einsetzen. Bereits jetzt steht auf homosexuelles Verhalten 14 Jahre Haft. In islamisch dominierten Teilen des Landes, in denen die Scharia Gesetzesrang hat, gilt sogar die Todesstrafe.

Bei einer Anhörung vergangene Woche im Parlament von Abuja sagte auch Rashidi Williams, Chef der Queer Alliance of Nigeria, aus: "Ich habe es mir nicht ausgesucht, schwul zu sein", erklärte der 23-Jährige. "Wir sollten nicht noch mehr Gesetze einführen, die uns leiden lassen."

Bei der Anhörung sprachen sich religiöse Vertreter für das Totalverbot von Homosexualität aus. So erklärte die anglikanische Kirche des Landes in einer an das Parlament gerichtete Erklärung, dass gleichgeschlechtliche Ehen "unbiblisch, unnatürlich, unrentabel, ungesund, gegen die Kultur, unafrikanisch und unnigerianisch" seien: "Das ist eine Perversion, eine Abweichung und eine Anomalie, sie kann die Moral beschädigen und einen sozialen Holocaust bewirken. Sie zu verbieten, stellt sicher, dass diese Nation weiter existiert."

Bereits vor gut einem Jahr wollte das nigerianische Parlament ein fast gleich lautendes Gesetz einführen (queer.de berichtete), das aber in den Ausschüssen hängen blieb. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

12 Kommentare

#1 gelderlanderEhemaliges Profil
#2 Mannheim1Profil
  • 16.03.2009, 14:54hmannheim
  • sind die nigerianischen gesetzgeber gerade völlig am durchdrehen??

    man könnte meinen das land hätte keine anderen probleme? - ich denke genau das gegenteil ist der fall , ...denn solche "aktionen" riechen sehr nach klassischem politischem ablenkungsmanöver.
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#3 Tim_ChrisProfil
  • 16.03.2009, 15:45hBremen
  • Also, ich würde ja eher sagen: "Kirchliche Vereinigungen sind unnatürlich, unrentabel, ungesund, gegen die Menschheit, unmodern und unzivilisiert. Sie sind eine Perversion, ein besessener, machtgeiler Faschismus mit weltbeherrschendem Größenwahn, sie schädigen die menschliche Vielfalt und führen zum menschenrechtlichen Holocaust. Sie zu verbieten, stellt sicher, dass die Menschheit weiter existiert, religiöser Fanatismus und Intoleranz endlich ausgerottet und Frieden damit hergestellt wird."

    Dem nigerianischen Parlament haben sie echt ins Hirn geschissen.
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#4 Katrin
  • 16.03.2009, 16:54h
  • Hier in der westlichen Welt benehmen sich die Anglikaner verhalten, weils in die Kultur passt und mehr zahlende Schäfchen verschrecken als anlocken würde. Da wo Sie mit Hass ihre Predigten würzen dürfen, da tun sie es auch und zeigen Ihre wahre Gesinnung.

    Religion ist Gift für freies Denken.
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#5 hwAnonym
  • 16.03.2009, 18:02h
  • bin gerade bei F (unfun/faldbakken)
    wertfrei:

    www.theatertexte.de/data/schaefersphilippen/15/show

    seite 82: " wie gesagt, afrika ist ein dreckloch. und das dreckloch im dreckloch - wenn man so etwas sagen kann - heißt nigeria.irgendwo in nigeria saß madukwe-ladejobi-ukwu mit mehreren hunderttausend dollar auf dem konto und sah die mappe durch, die er von der europäischen adoptionsagentur eurochild erhalten hatte.
    neben ihm saß seine frau mgborie, und beoabachtete, wie die wohlgenährten finger ihres ehemannes die mappe durchblätterten, bis sie beim bild eines kleinen skandinavisch-afrikanischen mädchens mit dem namen lucy parsons innehielten.

    in der nigerianischen oberklasse ist es nicht unüblich, europäische kinder als eine art statussymbol zu adoptieren.
    wenn man kinderlos und reich ist, wieso nicht ein kind kaufen, das man vorzeigen kann ? ganz offensichtlich gibt es dabei verschiedene grade der geschmacklosigkeit. sich einen vollkommen milchweißen jungen zu kaufen, entspricht ungefähr dem kauf eines arschrose bentleys. madukwe - mein adoptivvater - hielt bei meinem bild inne, denn er ist ein mann mit geschmack.
    vermutlich dachte er, dass er zwei fliegen mit einer klappe schlagen würde, wenn er ein kleines mädchen mit negriden zügen bestellte, das aber zugleich hell genug war, um jedem klar zu machen, dass es nie im leben von ihm
    und seiner tiefschwarzen frau mgborie sein konnte: ihm würde es respekt verschaffen und mir akzeptanz.
    die euro-kinder in den privatschulen von lagos waren unleugbar starkem druck und vielen sticheleien ausgesetzt.
    man war nicht nur reich und adoptiert, sondern es stand auch noch in weiß auf jedem quadratzentimeter deiner euro-haut.
    white cash lautete der landesweite spitzname für die heranwachsende generation der von reichen adoptierten weißen jugend. eine kleine generation von europäern mit nigerianischer staatsbürgerschaft, nigerianischer identität und dem englischen akzent der städtischen nigerianischen oberklasse - weiße nigerianer, schlicht und ergreifend.
    meine adoptiveltern lebten in einem herrschaftlichen haus kalifornisscher grandeur am stadtrand von lagos.
    das haus schien eine art falcon crest für arme zu gehören. mein adoptivvater war industrieller, und seine schar unterbezahlter handwerker sorgte dafür, dass das gebäude sich vergrößerte und von zeit zu zeit
    neue flügel dazukamen. die crème de la crème africaine..."
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#6 eventmänädscherAnonym
#7 NautnutzProfil
#8 hygieneberater der nigeria-connectionAnonym
  • 16.03.2009, 18:58h
  • Antwort auf #7 von Nautnutz
  • Wenn du Dich mit Geldscheinen abwischst,
    nimm die:

    "Wirtschaftsprofessor Max Otte behauptet, die EU-Geldnoten trügen Erkennungsmerkmale für den Fall eines Auseinanderbrechens des EU-Währungssystems. Er empfiehlt deshalb, vor allem die Euros aus Griechenland, Portugal und Irland rasch weiterzureichen. Staatsanleihen aus Irland, Italien, Spanien, Portugal und Griechenland sind derzeit für Anleger völlig unattraktiv – angeblich ist es ebenso mit Euro-Noten aus diesen Ländern. Dagegen genießen deutsche Staatsanleihen noch immer den Status eines AAA-Ratings....

    ... So rät er in einem kürzlich veröffentlichten Beitrag von Banknoten mit den Kennzeichen Italiens, Irlands, Griechenlands, Spaniens, Portugals und den Niederlanden ab......

    ...Jedes EU-Land, in dem der Euro gilt, hat eine eigene Länderkennung auf dem Geldschein: Deutschland (X), Finnland (L), Frankreich (U), Niederlande (P), Portugal (M), Belgien (Z), Spanien (V), Malta (F), Italien (S), Zypern (G), Slowenien (H), Slowakei (E), Österreich (N), Griechenland (Y), Irland (T).
    Ein Sonderfall ist Luxemburg. Das Land druckt im Auftrag der Länder der Eurozone. Die Noten tragen dann die Kennung des Auftragslandes....

    ..Die Bundesregierung hat am Montag per E-Mail ein Rundschreiben an ausgewählte Wirtschaftsjournalisten der deutschen Qualitätsmedien verschickt.

    Darin heißt es, die aktuelle Berichterstattung über die Ländercodes auf den Euro-Geldscheinen erinnere "an eine Verschwörungstheorie".

    Die Verbreitung von Verschöwungstheorien hatte man Wirtschaftsprofessor Max Otte von Seiten der Bundesregierung auch schon 2007 vorgeworfen, als er damals auf den drohenden Finanzcrash hinwies. .."

    www.fh-worms.de/iba/Personen/cvotte.html
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#9 Krakatau
  • 17.03.2009, 14:44h
  • Antwort auf #4 von Katrin
  • Liebe Katrin und ander hier,was in Nigeria
    geschiet hat mit wirklichen Glauben und Religion
    nichts zutun.Hier geht es doch aber um Machterhalt und Vorherschaft und das brauch die oberflächliche Stimmung mit der gegen alle gehetzt wird was anders ist.Hier geht es nicht um Religion weil diese falsch benutzt wird für Stimmungsmache und wirstschaftliche Interessen
    Es wird alles missbraucht heute was eine gute Idee ist,von allen Seiten und das ist sehr schade für die
    Gesellschaft.
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#10 FloAnonym
  • 17.03.2009, 18:24h
  • "(...) die anglikanische Kirche erklärte, mit dem Verbot könne der "soziale Holocaust" verhindert werden."

    Immer wieder sogenannte "Kirchen"...

    Die haben aus Hexenverbrennungen, Inquisition, Kreuzzügen, etc. nichts gelernt.

    Nein, stimmt nicht ganz:
    heute machen die sich nicht mehr selbst die Hände schmutzig, sondern wiegeln andere dazu auf oder sorgen mit Kondomverboten gegen alle wissenschaftlichen Fakten dafür, dass Menschen sich selbst umbringen.

    Wären diese Vereine nicht so mächtig, wären die längst verboten...

    Die wollen nur Geld und Macht und pervertieren dafür wahren Glauben.
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