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- 17. März 2009 2 Min.
In einem Interview stellte Dieter Bohlen nach Kritik von DSDS-Fans klar, dass er Schwule trotz seiner Abneigung gegen den extrovertierten Kandidaten Benny Kieckhäben doch sehr, sehr lieb habe – und er verriet, dass er von seinen warmen Fans als Schwulen-Ikone betrachtet werde.
"Mag Bohlen etwa keine Schwulen?", fragte erschrocken die "Bild"-Zeitung. Und ließ den Meister persönlich antworten: "Genau das Gegenteil ist der Fall! Mark Medlock, Bruce Darnell – ich bin im Arbeitsleben umgeben von Schwulen, und wir ergänzen uns perfekt". Dann stellte er die Qualitäten seines Lieblingskandidaten Medlock heraus, dem Bohlens Kompositionen mehrere Platin-Auszeichnungen und Topplatzierungen in den deutschen, österreichischen und schweizerischen Charts einbrachten: "Mark zum Beispiel bringt eine musische Sensibilität mit, die mir zum Teil fehlt. Meine schwulen Fans sagen mir sogar, ich sei eine Schwulen-Ikone."
Bohlen weiter: "Schwul, schwarz, grün, blau – ist mir alles egal. Bei Benny muss man aber objektiv sagen, dass seine musikalischen Leistungen nicht reichen. Deshalb überdreht und übertreibt er, setzt alles auf die schwule Karte. Das ist mir zu wenig."
Benny hatte in der Mottoshow am Samstagabend den Madonna-Hit "Like A Virgin" gesungen. Zu Beginn seines Auftrittes hatte er dabei einen Brautschleier getragen. Bohlen fand das gar nicht lustig: "Wir sind hier keine Transenshow und nicht beim Tuntenball!", erklärte Deutschlands erfolgreichster Musikproduzent – und schloss unter Buh-Rufen mit dem süffisanten Satz: "Ich glaube, wir haben hier einen Superkandidaten fürs Dschungelcamp gefunden."
Alle drei DSDS-Juroren glaubten, Benny würde an diesem Abend die wenigsten Stimmen von allen Kandidaten erhalten und ausscheiden. Statt dessen erwischte es aber die Harfen-Spielerin Cornelia Patzlsperger.
Schwule Boulevardattacken sind eine Spezialität von "Deutschland sucht den Superstar". So erklärte DSDS-Gewinner Mark Medlock im vergagenen Jahr, er wolle sein Idol Bohlen "schwängern" (queer.de berichtete). Kritik ernetete der "Poptitan" in der letzten Staffel, als er einen Kandidaten als "Vollschwuchtel" bezeichnete (queer.de berichtete). (dk)
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