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- 17. März 2009 2 Min.
Im Zuge der Volksabstimmung, bei der die Kalifornier Schwulen und Lesben die Eherechte im November letzten Jahres wieder entzogen haben, ist die Zahl der Hassverbrechen gegen Homosexuelle sprunghaft angestiegen.
Der Kreis Santa Clara hat nun die Zahlen veröffentlicht: Im Jahr 2007 lag dort der Anteil von Hassverbrechen gegen Schwule und Lesben noch bei 15 Prozent (drei von 20 Fällen). 2008 stieg er 56 Prozent (14 von 25 Fällen). Jay Boyarsky, stellvertrender Bezirksstaatsanwalt von Santa Clara County, führt den Anstieg allein auf die Kampagne der Homoehen-Gegner zurück: "Aus langjähriger Erfahrung weiß ich, dass dieser Anstieg auf die Kontroversen um das Homoehen-Verbot zurückzuführen ist", erklärte er gegenüber der Zeitung "Mercury News". "Das Thema war in den Nachrichten und hat die Homo-Hasser gestärkt."
Ein Sprecher für Proposition 8 erklärte, die Statistik zeige nicht, wie viele Befürworter der Homo-Ehe Schikanen erfahren hätten. "Ich hoffe, dass Proposition 8 nicht zu mehr Kriminalität geführt hat", erklärte Frank Schubert von der Gruppe "Protect Marriage". "Wenn dem aber so war, dann sind beide Seiten Opfer von Gewalt geworden."
Nach einer mehrmonatigen Kampagne haben die Kalifornier im November 2008 Proposition 8 mit knapper Mehrheit zugestimmt (queer.de berichtete). Damit wurde zum ersten Mal eine bereits erreichte Gleichstellung im Eherecht wieder rückgängig gemacht. Derzeit stehen noch Gerichtsverfahren an, in dem es um die Frage geht, ob eine einfache Mehrheit in der Verfassung festgelegte Grundrechte einer Minderheit aberkennen darf. (dk)















So allerdings ist mir nur zum kotzen zumuten. Ich hoffe, die Gerichte entscheiden richtig und nehmen den Volksentscheid wieder zurück, damit Recht auch wieder Recht wird und zwar für alle.