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  • 24. März 2009
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Der Senat des US-Bundesstaates Vermont hat mit 26 gegen vier Stimmen überraschend deutlich für die Öffnung der Ehe gestimmt.

Experten hatten mit einem knapperen Ergebnis gerechnet, da insbesondere republikanische Senatoren mit einem "Ja" Probleme mit ihrer Parteibasis bekommen und ihre Wiederwahl gefährden könnten. Anfang April wird nun das Repräsentantenhaus in Montpelier über den Gesetzentwurf abstimmen. Auch hier wird Zustimmung erwartet.

Noch ist allerdings unklar, ob der republikanische Gouverneur Jim Douglas das Gesetz unterschreiben wird. Er hatte sich in der Vergangenheit gegen die Ehe-Öffnung ausgesprochen, es aber stets offen gelassen, ob er es auf einen Kampf mit dem Parlament anlegt. Beide Kammern könnten ihn mit Zwei-Drittel-Mehrheit zur Anerkennung des Gesetzes zwingen.

Eine Sprecherin des Regierungschefs erklärte: "Gouverneur Douglas stimmt mit Präsident Obama darin überein, dass die Ehe eine Verbindung zwischen Mann und Frau ist. Er unterstützt die Eingetragenen Partnerschaften, die Vermontern in gleichgeschlechtlichen Beziehungen gleiche Rechte und Pflichten geben."

Bislang haben lediglich Massachusetts und Connecticut die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. Kalifornien hat gleichgeschlechtlichen Paaren das Eherecht in einem Volksentscheid im November 2008 wieder entzogen (queer.de berichtete). Dagegen gibt es aber derzeit juristische Einsprüche. Der Bund erkennt gleichgeschlechtliche Ehen nach dem "Gesetz zum Schutz der Ehe" aus dem Jahre 1996 nicht an.

Vermont war in Sachen Homo-Rechte ein Pionier in den Vereinigten Staaten: In dem 620.000 Einwohner zählenden Kleinstaat an der Grenze zu Québec sind 2000 erstmals Eingetragene Partnerschaften eingeführt worden, die zudem die gleichen Rechte und Pflichten beinhalten wie bei Ehepaaren. (dk)