Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?10176

Komiker Thomas Hermanns erklärte, das Coming-out sei heute für Schwule trotz der politischen Fortschritte nicht leichter geworden.

"Es ist zwar einfacher geworden, Kontakte zu knüpfen. Aber das Coming-out – vor allem in der Provinz – ist nach wie vor kein Zuckerschlecken", erklärte der 46-Jährige gegenüber der dpa. "Selbst heute, wo viele von Toleranz sprechen, erlebe ich in meinem Bekanntenkreis oft das Gegenteil."

Sein eigenes Coming-out sei dagegen gut gelaufen, berichtet der "Quatsch Comedy Club"-Gründer in seinem autobiografischen Buch "Für immer d.i.s.c.o.": "Meine Eltern haben zum Glück super reagiert. Sie haben es nicht nur akzeptiert, sondern saßen bei meinem nächsten Auftritt in der Schwulentheatergruppe sogar in der ersten Reihe. Es braucht immer noch viel Stärke und Mut, sich zu seiner Homosexualität zu bekennen".

Für seine Verdienste um die Emanzipation von Schwulen und Lesben erhielt Hermanns 2007 die Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW (queer.de berichtete). Der Entertainer ist letztes Jahr eine Eingetragene Lebenspartnerschaft mit seinem langjährigen Lebensgefährten Wolfgang Macht eingegangen (queer.de berichtete). (dk)



Hape Kerkelings "Kein Pardon" wird Musical

Schwule Comedy-Connection: Thomas Hermanns bringt Hapes Kultfilm in Düsseldorf auf die Bühne - den zickigen Showmaster spielt Dirk Bach.
Eine ganz persönliche Disco-History

Thomas Hermanns Buch "Für immer d.i.s.c.o." ist untrennbar von der Geschichte seines Erwachsenwerdens in der deutschen Provinz der siebziger Jahre, seinem Umzug in die Großstadt und dem Weg raus in die große Welt
#1 XDAAnonym
  • 25.03.2009, 12:59h
  • Da hat der gute Mann wohl Recht. Immerhin ist es auch noch immer ein Unterschied, wenn die Leute schwule Stars oder Politiker vorgesetzt bekommen, das ist ja noch akzeptabel, das eigene Kind jedoch, NEIN das geht nicht - gerade auf dem Lande.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 David ACAnonym
  • 25.03.2009, 14:30h
  • Da hat er leider recht!

    Die Gründe sich auch ganz klar: trotz kleiner Fortschritte, werden Schwule und Lesben immer noch staatlich diskriminiert und als Menschen 2. Klasse behandelt.

    Beispiel Grundgesetz:
    in Art. 3 GG sind alle möglichen Merkmale aufgeführt, weshalb man dennoch gleich ist. Nur die Merkmale "sexuelle Identität" und "sexuelle Orientierung" fehlen ausdrücklich. Damit sind Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle explizit die einzigen Menschen in Deutschland, die schon per Grundgesetz Menschen 2. Klasse sind!

    Beispiel eingetragene Partnerschaft:
    das war ein guter erster Schritt, aber solange die Ehe Heteros vorbehalten bleibt und uns nur eine Ehe 2. Klasse mit eingeschränkten Rechten und anderem Namen bleibt, ist und bleibt das Diskriminierung!

    Solange wir nicht rechtlich-politisch vollkommen gleichgestellt sind, wird sich auch gesellschaftlich nichts ändern...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 RabaukeAnonym
  • 25.03.2009, 14:42h
  • Das ist leider eine bitterlich, dennoch wahre Realität. Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Ich erlebe das täglich in der eigenen "Familie". Meine Schwägerin, Gymnasiallehrerin. Ihr Mann, Kommisar bei der Polizei. Seit meinMann und ich, vor 3 Jahren die Lebenspartnerschaft eingingen, sprudelt das homophobe Gedeankengut nur so aus den beiden. Ich kann es Thomas Hermanns nur geradezu nachempfinden. In meiner Familie habe ich gar nicht drauf reagiert. Solche Leute kann man nur mit dem einzig, richtigen strafen. Ignoranz.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 jochenProfil
  • 25.03.2009, 19:59hmünchen
  • es scheint so, dass jede generation sich ihre rechte und freiheiten wieder neu erkämpfen muss.
  • Antworten » | Direktlink »