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- 25. März 2009 2 Min.
Die marokkanische Regierung will verstärkt gegen Personen vorgehen, die gegen die "moralischen und religiösen Werte" der Gesellschaft verstießen.
Das Innenministerium gab in einer Erklärung bekannt, dass die Behörden "mit Kraft und im Rahmen der Gesetze gegen Aktivitäten, Texte und Bücher" vorginge, die unmoralisch und nicht mit den islamischen Idealen vereinbar seien. Die Nachrichtenagentur AFP zitiert dabei Quellen aus der Regierung, die erklärten, dass dieses Schreiben gegen Presseberichte gerichtet sei, die eine größere Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben forderten.
Homosexualität ist ein Tabu innerhalb der Gesellschaft, wird aber gerade in Touristen-Orten wie Marrakesch toleriert. Auf "unnatürliche Akte mit Mitgliedern des gleichen Geschlecht" stehen bis zu drei Jahre Gefängnis. Nach lokalen Medienberichten sollen vor kurzem 20 Schwule im Zentrum des Landes wegen ihrer sexuellen Ausrichtung verhaftet worden sein.
Die Regierung sieht Homosexualität als Verstoß gegen die sozialen Werte des Islam an. Gerade die oppositionelle gemäßigt islamistische Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung, die antiwestliche Stimmung verbreitet, fordert ein hartes Durchgreifen gegen "nichtislamische" Aktivitäten. Beobachter sehen als Grund für die harte Gangart der Regierung Kommunalwahlen im Juni an. Damit solle Islamisten ein emotional besetztes Thema genommen werden.
Die Regierung ging gleichzeitig gegen schiitische Gläubige vor. Seit Freitag sollen hier dutzende Sympathisanten verhaftet worden sein. Das Außenministerium beschuldigte den Iran, eine radikale schiitische Sekte in Marokko installieren zu wollen. In dem norwestafrikanischen Land sind 90 Prozent der Bevölkerung Anhänger der Malikiten, einer Rechtsschule des sunnitischen Islam. (dk)















Frage mich, wieso immer noch Schwule nach Marokko reisen. Auf Toleranz in den Touristenorten würde ich nicht setzen.