Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?10195
  • 30. März 2009, noch kein Kommentar

Das neue Album "Sinal" des Fado-Sängers entstand in Zusammenarbeit mit Maria Baptist

Von Sabine Wolters

"Sinal" (Zeichen) heißt das neue Album von Telmo Pires. Seine erste Zusammenarbeit mit der Berliner Pianistin Maria Baptist.

Klar, direkt und voller Kraft klingen die elf Songs. Drei davon sind neu arrangierte Fado-Standards, die Pires weit entfernt von allen Klischees interpretiert. Die restlichen acht, alle Texte von Pires, sind eigene Kompositionen bis auf "Silêncio no meu coração" (fast a-capella, allein von Pires’ Stimme getragen) und "Num Fado", die auf klassischen Fadomotiven basieren.

Bereits der erste Song hat "Hit-Charakter". Mit "Só o meu canto" setzt Pires ein klares Statement. Hier steht allein seine Stimme, seine Musik im Vordergrund. Im zweiten Stück "Ovelha negra", was durch Fernado Maurício bekannt geworden ist, heißt es: "Man nennt mich schwarzes Schaft, weil ich die Regeln nicht anerkenne, das zu sein, was man erwartet". Man merkt, dass Pires sich nicht durch Zufall gerade dieses Lied ausgesucht hat sondern, dass dieser Text die Art wie er (seit seinem ersten Programm) mit Fado umgeht widerspiegelt.

Der Fado, die Musik seiner Heimat, mit der Telmo Pires groß geworden ist, ist hörbar die Wurzel seiner Kreativität und die Basis von "Sinal". Aber darauf lässt er es nicht beruhen. Er geht weiter. Gibt ihm mit Maria Baptist neue Wendungen und Farben, bleibt ihm zutiefst treu und macht diese Musik zu "seinem" Fado.

"Sinal" ist ein einzigartiges Album. Bewusst und konsequent vom ersten, zarten Piano-Intro bis zum wuchtigen Schlussakkord. Getragen von einer Stimme die berührt und authentischer nicht sein könnte. Pires’ Fado gibt sich nicht beliebiger Traurigkeit und Melancholie hin. Er lamentiert nicht, sondern sucht in der Traurigkeit Kraft.