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Eine britische Homo-Gruppe von Exil-Irakern erklärte, dass der Irak die Hinrichtung von schwulen Männern wegen deren sexueller Orientierung angeordnet hat.

"Wir haben Informationen erhalten, dass Mitglieder unserer Community, die verhaftet wurden, auf ihre Hinrichtung warten. Ihnen wird Homosexualität zur Last gelegt", so Ali Hili von der Gruppe "Iraqi-LGBT". Er erklärte ferner, dass seine Organisation im Irak verboten sei. "Durch Razzien der irakischen Polizei und des Innenministeriums haben wir 17 Mitglieder seit 2005 verloren. Sie sind spurlos verschwunden."

Nach Informationen von Iraqi-LGBT fängt das Regime gerade an, insgesamt 128 zum Tode verurteilte Gefangene hinzurichten. Jede Woche würden 20 Urteile vollstreckt. Zuvor seien die Verurteilten gefoltert worden. Im letzten Jahr habe es 285 Hinrichtungen gegeben. Die Todesstrafe wurde von der irakischen Regierung 2004 wieder eingeführt, nachdem sie von der amerikanischen Besatzungsmacht ein Jahr zuvor außer Kraft gesetzt worden war.

Aus dem Irak gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Berichte von Homo-Exekutionen. Die Regierung hat das aber stets dementiert (queer.de berichtete). Mehrere Homo-Gruppen berichteten von "sexuellen Säuberungen", die von schiitischen Milizen durchgeführt worden seien (queer.de berichtete).

Im November wurde ein Journalist im kurdisch dominierten Nordirak zu sechs Monaten Haft verurteilt, weil er einen Bericht über Homosexualität in einer Zeitung veröffentlicht hat (queer.de berichtete). Nach internationalen Protesten wurde er vom Präsidenten der Provinz begnadigt (queer.de berichtete). (dk)



18 Kommentare

#1 XDAAnonym
  • 31.03.2009, 13:16h
  • Sowas sollte man mal auf dem CSD o.ä. thematisieren, damit auch mal die breite Öffentlichkeit damit konfrontiert wird ...
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#2 AxelBerlinAnonym
  • 31.03.2009, 14:20h
  • vielleicht kann hannibal über seinen kumpel osama den inhaftierten helfen;
    schwule kumpelwirtschaft, so á la bagdad-basar.
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#3 stephan
  • 31.03.2009, 17:00h
  • Mal wieder super, was die angebliche Demokratisierung eines Staates so bewirkt - für die Ermöglichung solcher Verbrechen sind nun Tausende von Menschen im Krieg gestorben ... nun werden aber nur Schwule verfolgt, und nicht Regimegegner ... wen kümmert das schon!
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#4 CarstenFfm
  • 31.03.2009, 17:02h
  • Sind die Amis nicht damals in den Irak einmaschiert, um denen Demokratie und Menschenrechte zu bringen?
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#5 nino89
  • 31.03.2009, 17:50h
  • Und wo bleibt hier die schnelle (und meinetwegen auch militärische) Reaktion des Westens und der Internationalen Völkergemeinschaft?
    Natürlich wird dagegen nicht reagiert, nicht einmal berichtet. Aber wenn in anderen Gegenden Israelis und Palästinenser sich zum zigsten Mal wieder gegenseitig reduzieren, wird gleich eingeschritten.
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#6 Emefer
  • 31.03.2009, 18:23h
  • Antwort auf #5 von nino89
  • Da hast du recht,wer außer uns hätte da auch Interesse daran?Und wir sind unfähig dafür so laut zu schreien daß wir gehört werden.Es ist als gäbe es uns nicht als Community,so ohnmächtig wirken wir. Als Schwule zählen wir noch weniger als irgendeine Verhandlungsmasse.
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#7 DizAnonym
#8 SmartiSaar
  • 31.03.2009, 19:15h
  • Antwort auf #5 von nino89
  • Was erwartest Du, es hat sich in der Vergangenheit nie jemand dafür interessiert wenn irgendwo ein paar Schwuchteln (verzeiht mir den Ausdruck) hingemetzelt wurden, da werden die doch in der Gegenwart schon zweimal nicht damit anfangen. Und in den großen Nationalen und Internationalen Medien wirst du davon auch nix hören.

    Ehrlich gesagt hab ich den Artikel heute mittag schonmal gelesen ich mußte den PC ausschalten weil mir einfach nur schlecht war. Das ist ja nicht die Erste Meldung dieser Art, sie häufen sich und ich kann es langsam nicht mehr ertragen, all diese Menschenleben, dahingemetzelt weil man sie nicht so leben lassen will wie sie sind. HAT DAS DENN NIE EIN ENDE!?
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#9 RaphaelProfil
  • 31.03.2009, 19:45hDüsseldorf
  • Man muss es sich einfach mal vorstellen. Ist die Hinrichtung eines Menschen an sich schon ein unvorstellbares Verbrechen , so ist die Todesstrafe für NICHTS (!), für nichts, für das irgendjemandem ein Schaden entstanden ist, einfach ungeheuerlich. Und das in einer Kultur, in der 14jährige Mädchen an doppelt so alte Männer verschachert werden.
    Ungeheuerlich aber auch mit ansehen zu müssen, mit welch offensichtlicher Gleichgültigkeit westliche Gesellschaften, getrieben von ihrem eigenen scheinheiligen Moralismus solcher Verbrechen gegen die Menschlichkeit begegnen. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass hierauf diplomatische Konsequenzen folgen.

    Ich hoffe, dass sich zumindest Amnesty International der Sache annimmt – oder ?
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#10 PierreAnonym
  • 31.03.2009, 20:02h
  • Da haben die Amis ja super für Ordnung gesorgt, wenn das Hinrichten weiter geht, nur unter anderen Vorzeichen nun gegen Homosexuelle.
    Das ist die absolute Verachtung, die einer Siegermacht USA damit entgegengebracht wird.
    Schwule sozusagen als Sinnbild für Freiheit im westliche Sinne aufs Chafott.
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