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Drei US-Aktivisten haben eine Website gestartet, auf der Schwule, Lesben und deren Freunde zum Boykott von jamaikanischen Produkten aufgerufen werden – Jamaika sei "der homophobste Ort der Erde".

"Wenn Sie ihre schwulen Freunde und Familienmitglieder lieben, werden sie nicht Jamaika besuchen. Wenn Ihnen die Menschenrechte von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen wichtig sind, werden Sie keine jamaikanischen Produkte kaufen", heißt es auf der Website. So stehen etwa "Myers Rum" oder "Red Stripe"-Bier auf der roten Liste.

Der Boykott werde solange aufrechterhalten, bis das Land offiziell erklärt, gegen die Übergriffe auf Schwule vorzugehen. Der Premierminister müsse in einer Stellungnahme Gewalt gegen Schwule und Lesben zum Ende der Gewalt aufrufen und sich für die Grundrechtsverletzungen der Vergangenheit entschuldigen.

Die Organisatoren, darunter etwa Wayne Besen von der Gruppe "Truth Wins Out", erklärten, viele Länder verdienten einen Boykott. Allerdings eigne sich Jamaika besonders gut für eine derartige Aktion, weil das Land vom Tourismus abhängig sei. "Wir glauben, dass viele Menschen Jamaika nicht mehr besuchen würden, wenn sie wüssten, wie Lesben und Schwule dort behandelt werden", schreiben die Organisatoren auf der Boykottseite.

In Jamaika kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Übergriffen auf Homosexuelle. Es gab sogar Berichte über Lynchmorde, bei denen die Polizei tatenlos zugesehen hat. Auch die Politik setzt sich nicht für eine Änderung der Lage ein: Erst vor einem Monat hatte Premierminister Bruce Golding noch bekräftigt, dass das Homo-Verbot im Land beibehalten werden müsse (queer.de berichtete). Derzeit stehen auf Homosexualität zehn Jahre Haft mit Zwangsarbeit. (dk)



12 Kommentare

#1 gerdAnonym
  • 31.03.2009, 13:45h
  • Ob es der homophobste Ort der Welt ist, wage ich zu bezweifeln.

    Aber sicherlich ist Jamaica der homophobste Ort in der Karibik und in weiterem Sinne in ganz Nord-, Mittel- und Südamerika.

    Ich halte es auch für richtig, wenn Jamaica boykottiert wird, da diese Insel massiv vom Tourismus lebt und auf diesem Weg könnte Druck aufgebaut werden, damit endlich in Jamaica die Illegalität von Homosexualität fällt. Andererseits kann es dazu führen, dass gerade die Personen, die gegen Homosexualität sowieso Antipathien haben, dann erst Recht auf Jamaica Urlaub machen.

    Aber zumindest kann auf europäischen und amerikanischen Tourismusbörsen dann Jamaica an den Pranger gestellt werden und das könnte dann für die Tourismus-Offiziellen in Jamaica sehr unangenehm werden. Gerade in Drittweltstaaten kann sehr viel durch Druck auf die Finanzen erreicht werden. Daher finde ich die Aktion gut- zudem gibt es genügend andere homofreundlichere Karibikinseln: St.Marteen, Martinique, Gouadeloupe, Dominikanische Republik oder die niederländischen Antillen (mit Kurztrip nach Venezuela).
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#2 XDAAnonym
  • 31.03.2009, 14:10h
  • Also da finde ich den Iran, Irak, Saudi-Arabien und die ganzen anderen Scharia-Moslem-länder und unsere afrikanischen Freunde viel homophober. Aber klar sollte man solche Länder nicht noch unterstützen, egal ob durch Reisen, Kauf von Produkten oder Spenden ...
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#3 Frankyboy
  • 31.03.2009, 16:28h
  • Zum Glück ist Jamaika nicht die einzigste Insel in der Karibik. Ich werde mit Sicherheit nicht nach Jamaika fliegen und hoffe auch, dass viele Schwule so denken werden. Ich glaube aber nicht, dass der Anteil an schwulen Urlaubern dort sehr groß ist und es kaum ins Gewicht fallen dürfte, wenn diese Urlauber wegbleiben. Wünschen würde ich es mir natürlich...
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#4 HannibalEhemaliges Profil
  • 31.03.2009, 19:41h
  • Ich predige es ja seit Jahren, homophobe muslimische Länder (ja, ich weiss: Jamaica ist nicht muslimisch) und sonstige homophoben Produkte wie Phillip Morris-Zigaretten und sonstigen Dreck zu boykottieren! Aber die blöden Schwuppen kümmern sich ja einen Dreck um ihre Schwestern und Brüder, denen es nicht so gut geht wie uns hier! Da MUSS es dann der Tauch-Urlaub in Ägypten sein oder eine Safari in Kenia! Und dann wundern se sich, wenns da eins auf die Fresse gibt! Ich sag da nur: Das ham se sich verdient!
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#5 alfAnonym
  • 31.03.2009, 22:22h
  • Schwule, Lesben und auch Heten sollten einen Bogen um Jamaica und Produkte der Insel machen. Das sind wir den Schwulen Jamaicas und auch unserem Selbstverständnis schuldig. Den Schwulen in islamischen Ländern geht es leider nicht besser aber noch sind diese Länder keine großen Urlaubsziele.
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#6 beobachterAnonym
  • 01.04.2009, 01:11h
  • Man wird nie erreichen, daß sich alle Vertreter einer sexuellen Orientierung in die Arme fallen. Es schreiben hier gar viele Leute, mit den mich sonst nichts aber auch gar nichts verbindet. Und dennoch sollte man sein letztes Bißchen an Würde als homo consumens gebrauchen. Mir ist der Rum von Jamaica zu scharf und ich fände die Einheimischen allesamt häßlich, so wie Hannibal hier im Forum, was den Flugpreis nicht rechtfertigt.
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#7 KameliendameEhemaliges Profil
  • 01.04.2009, 05:36h
  • Antwort auf #4 von Hannibal
  • Ich stimme dir vollkommen zu.
    Die Sorglosigkeit greift um sich.

    Eine Frage habe ich allerdings. In wiefern verhält sich Phillip Morris homophob?
    Mir war das bis jetzt unbekannt. Hilf mir doch mal auf die Sprünge.
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#8 AndiAnonym
#9 TimmAnonym
  • 01.04.2009, 14:29h
  • Da solche hasserfüllten Menschen nur die Sprache des Geldes verstehen und sich nicht für Fakten und Argumente interessieren, kann ich mich dem Boykottaufruf nur anschließen...

    Das kommt noch viel zu spät! Wir sollten uns unserer enormen Macht bewusst sein und das viel öfter nutzen - auch hierzulande bei homophoben Unternehmen und bei Wahlen!!
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#10 HannibalEhemaliges Profil