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Kommentare zu:
EU: Homophobie ist ein Problem in Europa


#1 SmartiSaar
  • 31.03.2009, 15:40h
  • "Bereits letztes Jahr wurde ein Bericht über die politische Lage herausgegeben. Auch darin wurden die Mitgliedsstaaten aufgefordert, mehr für die Gleichberechtigung von Homosexuellen zu tun."

    Ich bin ja mal gespannt wie viele Berichte es noch braucht bis sich endlich mal grundlegend was tut.
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#2 stephan
  • 31.03.2009, 16:56h
  • Antwort auf #1 von SmartiSaar
  • Solange die EU Staaten umfasst, die in Sachen Homosexualität nur wenig von der Auffassung der Nazis abweichen und solange es Religionsvertretern erlaubt ist, nach Belieben gegen Homosexuelle zu hetzen, können abertausend Berichte geschrieben werden, die absolut nichts bewirken!
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#3 HannibalEhemaliges Profil
  • 31.03.2009, 17:16h
  • Antwort auf #2 von stephan
  • Solange es noch armselige, geistig minderbemittelte Menschen gibt, die an das Geschwätz der kath., evangelikalen oder muslimieschen Sekten glauben, wird es auch weiterhin Homophobie geben.
    Einziges Mittel dagegen: Religion verbieten und unter Todesstrafe stellen!
    Als abschreckendes Exempel schlage ich vor: Pope auf den Scheiterhaufen! Solche Maßnahmen wurden von seinem Verein schliesslich jahrhundertelang praktiziert. Sollte ihm also vertraut sein!
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#4 nino89
  • 31.03.2009, 17:55h
  • Armes Europa. Dabei dachte ich, dass wir den Faschismus in seinen verschiedenen Formen endlich überwunden hätten...
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#5 alexander
  • 31.03.2009, 19:10h
  • # 4. nino
    ich dachte auch mal, dass faschistoide verhaltensweisen keinen nährboden mehr in europa finden, sah ja vor jahrzehnten mal annähernd so aus.
    das scheusslichste an dieser sache ist, dass ausgerechnet die so oft zitierten "christlichen werte" das grundübel darstellen.
    die kirche und die konservativen strömungen, also auch die "c" parteien, sind in der hauptsache dafür verantwortlich, hatten wir alles schon mal !!!
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#6 RoggeAnonym
  • 31.03.2009, 20:01h
  • @Hannibal und Alexander

    In der gesamten Bibel taucht das Wort Homosexualität nirgendwo auf...weder bei Mose noch bei Paulus im Römerbrief 1 - wer sich ernsthaft mit den verschiedensten bibl. Schriften aus ganz unterschiedlichen Zeitepochen und deren historischen Hintergründen beschäftigt, der weiß, das Homosexualität keine Sünde ist, sondern eine von Gott gegebene Begabung zu Lieben ist.

    Herzliche Grüße von einem schwulen Christen.
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#7 HannibalEhemaliges Profil
  • 31.03.2009, 20:57h
  • Antwort auf #6 von Rogge
  • "In der gesamten Bibel taucht das Wort Homosexualität nirgendwo auf.."

    Kann es auch nicht! Weil das Wort "Homosexualität" wurde erst von Magnus Hirschfeld zu Beginn des 20. Jh. erfunden, du Nase! In der BIbel wird es aber umschrieben! Und hier wieder mein beliebter Satz: Erst denken, dann reden!
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#8 HannibalEhemaliges Profil
#9 semmelAnonym
#10 Katrin
  • 31.03.2009, 21:32h
  • Antwort auf #8 von Hannibal
  • Hi Hannibal,

    jetzt sei mal nicht so abwertend dem Alten Testament gegenüber. Das ist ein Kulturerbe aus 1000 und Einer Nacht. Ein paar Halbnomaden haben im Sinai 500 bis 600 v. Chr. ihre Gedanken zur Weltlage aufgeschrieben und noch heute wird es heiliger als die Grimmschen Märchen von Bene und den Seinen gehandelt, obwohl die Grimms viel aktueller an der Neuzeit agieren. "Schieb die Oma in den Ofen vers. schieb den Schwulen in den Ofen". Beim neuen Testament gehts erst richtig rund. Dreihundert Jahre nach Chr. geschrieben fühlt es noch den Hauch der Reality Show und erhebt die Fantasie in die Wirklichkeit.
    Nee, das ist alles nicht Wert zur rektalen Verarbeitung. Der Arsch hat besseres verdient.
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#12 mariaAnonym
#13 The RisingAnonym
  • 31.03.2009, 22:08h
  • Ich kann durchaus verstehen, dass die offenen Hasspredigten klerikaler Würdenträger oder religiöser Extremisten ganz besonders stark die Gemüter erregen. Aber ich denke, dass der allergrößte Teil homophober Gewalt in unserer Gesellschaft nur sehr begrenzt etwas mit eben diesen offenen religiösen Hasspredigten zu tun hat. Oder ist die zunehmende Homophobie unter jungen Menschen, die sich u.a. in einer von schwulenfeindlichen Begriffen durchsetzten Sprache ausdrückt, etwa das Produkt religiöser Propaganda? Das wage ich doch sehr zu bezweifeln. Nein, denn sehr viel wirkungsvoller ist die aggressive Heteronormativität, die Kindern und Jugendlichen in dieser Gesellschaft in Erziehung, Bildung und von den Massenmedien (niemand hat eine vergleichbare Reichweite und einen vergleichbaren Einfluss!)ungemindert eingehämmert wird! Daher sollten wir unsere berechtigte Wut - und insbesondere die daraus resultierenden politischen Schlussfolgerungen - auch ganz besonders auf eine Bildungspolitik richten, die nach wie vor weder ausreichend und angemessen über die Vielfalt sexueller Identitäten aufklärt noch eine Kultur des Respekts in den Schulen institutionalisiert, und gegen kommerzielle Massenmedien und eine "Popkultur", wo schwule Männer weiterhin höchstens in dümmlichen Klischees vorkommen und mit ihrer sexuellen Identität gerade nicht als gleichwertig dargestellt werden.
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#14 beobachterAnonym
  • 01.04.2009, 01:23h
  • Es hilft da nicht, ganz oben auftreten zu wollen und herum zu lamentieren, sondern der ganz praktische und persönliche Einfluß im Alltag und in echten konkreten Beziehungen zu jugendlichen Jungs, die nicht von oben verordnet werden können und die man nicht allgemein genehmigen zu lassen braucht sondern die sich vor Ort ergeben, wenn man wirklich will, und die man verantwortlich gestalten kann. Jungs wollen ein Rollenmodell nicht im Fernsehen sondern in Gestalt eines sich selbst treu bleibenden und individuell verantwortlichen inoffiziellen schwulen Paten.
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#15 AxelBerlinAnonym
#16 AntichristProfil
  • 01.04.2009, 08:07hHH
  • Antwort auf #13 von The Rising
  • @The Rising: "Aber ich denke, dass der allergrößte Teil homophober Gewalt in unserer Gesellschaft nur sehr begrenzt etwas mit eben diesen offenen religiösen Hasspredigten zu tun hat. Oder ist die zunehmende Homophobie unter jungen Menschen, die sich u.a. in einer von schwulenfeindlichen Begriffen durchsetzten Sprache ausdrückt, etwa das Produkt religiöser Propaganda? Das wage ich doch sehr zu bezweifeln. Nein, denn sehr viel wirkungsvoller ist die aggressive Heteronormativität"
    Mal überlegt wer für diese aggressive Heteronormativität verantwortlich zeichnet? Wer diese (schein)moralischen Grundwerte überhaupt erst eingepflanzt hat? Wer sie jetzt durch weiteres anheizen, vor allem aber durch aktives weghören, sowie wegsehen am Leben erhält?
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#17 gatopardo
  • 01.04.2009, 08:41h
  • Antwort auf #3 von Hannibal
  • Na Du bist mir schon ein Radikalinsky, obwohl man sich ja wirklich ernsthaft fragen muss, wie studierte Menschen es mit ihrem Intellekt vereinbaren können, an so etwas zu glauben und auch noch regelmässig die Märchenstunde zu besuchen.In meiner 3-SAT-Lieblingssendung "kulturzeit" blieb ein Regierungsmitglied eines US-republikanisch regierten Bundesstaates dem TV-Moderator verlegen die Antwort schuldig, wie ein nüchterner Mensch sich an einer sprechenden biblischen Schlange orientieren kann, die in der Schöpfungsgeschichte eine Eva anstachelt, ihrem Adam den Apfel vom verbotenen Baum zu reichen. Mein Lieber, wie einige von uns hier schon mehrfach vermuten, so kann man wohl annehmen, dass Prediger und ihre Handlanger selber überhaupt gar nicht an Fantasie-Fabeln glauben, sondern sich damit nur Respekt verschaffen und ihren Machtanspruch bei weniger gebildeten Menschen sichern wollen.
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#18 The RisingAnonym
  • 01.04.2009, 10:47h
  • Antwort auf #16 von Antichrist
  • Eben da, mein lieber @Antichrist, scheinst du den Einfluss unterschiedlicher Akteure in dieser Gesellschaft auf das Bewusstsein junger Menschen nicht ganz richtig einzuschätzen. Selbstverständlich bestimmt verlogene religöse Scheinmoral weiterhin die "Wertesysteme" in dieser Gesellschaft, aber transportiert werden diese Botschaften in Richtung junger Menschen ganz sicher nicht in erster Linie durch den Papst oder sonstige kirchliche Funktionäre. Nein, da steht es außer Frage, dass unser so genanntes Erziehungs- und Bildungswesen sowie die Massenmedien einen WEITAUS größeren, unmittelbaren Einfluss auf das Bewusstsein junger Menschen haben. Daher sage ich ja auch: Wut über religiöse Hasspropaganda ist mehr als gerechtfertigt, aber noch wütender sollten wir über eine angeblich demokratische Politik sein, die in den Bereichen, die junge Menschen viel stärker und direkter beeinflussen, weiterhin eine aggressive Heteronormativität (d.h. psychische Gewalt gegenüber allem, was dieser "Norm" nicht entspricht) und die Ausgrenzung bzw. Verunglimpfung von Homosexualität zulassen oder gar selbst aktiv unterstützen. Fazit: Der schlimmste "Feind" ist nicht immer auch der offensichtlichste!
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#19 TheisentheisAnonym
  • 01.04.2009, 11:47h
  • Wer glaubt, dass Homophobie durch Bibel/Koran und Kirche/Moscheen oder wie auch immer entstehen, läuft mit seinem Ehrgeiz ins Leere. Homophobie und Religiosität mögen zwar in hohem Maße korrelieren, es besteht jedoch kein Kausalzusammenhang. Das ist eben das Problem empirischer Wissenschaften und deren Anhänger, die die Geisteswissenschaften als unproduktiv und unnütze Fabelei empfinden: Daten sammeln geht prima, aber die Daten richtig auswerten und verstehen, klappt dann leider oft nicht.

    Ja, es ist richtig, dass in der Bibel auf über 1000 Seiten ca. 2-6 mal mehr oder weniger deutlich, ob explizit oder umschrieben, gegen Sex zwischen Männern Stellung bezogen wird. Überrascht beim kulturellen Hintergrund (jüdische Antike) nicht sonderlich. Vielleicht eher die Tatsache, dass es so selten geschieht (Vielleicht, weil die Stellung zur Homosexualität überhaupt keine Relevanz für die Glaubensgrundsätze des Judentums und des Christentums hat?). Und vielleicht überrascht noch weit mehr die Tatsache, dass heute im 21. Jahrhundert, eine breite Gruppe "Religiöser" sich auf eben jene wenigen (und im Gesamtkontext für das Christentum völlig irrelevanten) Stellen wie die Geier stürtzt. Manche gehen sogar so weit, dass Homophobie geradezu als fromme christliche Übung gilt. Aber warum machen die das?

    Nur zu, ihr könnt den Papst auf den Scheiterhaufen wünschen, und die Kirchen auflösen, Bibeln und andere Schriften verbrennen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Homophobie damit nicht verschwindet. Die Leute, die so und so homophob sind, sind auf die Suche nach "Argumenten" gegangen. Und sie haben mit viel, viel Mühe ein paar müde Stellen aus der Bibel gefischt, die sie nun geradezu als Dogma (Glaubensgrundsatz) aufs Schild heben. Und, rate mal, Homophobie gibts auch dort, wo die Bibel und der Papst keinen Einfluss haben.
    Insofern gebe ich @The Rising überwiegend recht: es gibt schlimmere "Feinde" als die Religion. Die meisten anderen Kommentare hier gegen Kirche/Bibel/Religion sind doch nur platt und polemisch und steigern den eigenen Wohlfühlfaktor.
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#20 MarvinProfil
  • 01.04.2009, 13:25hBruchköbel
  • Antwort auf #3 von Hannibal
  • Hannibal, dein Kommentar ist echt geil^^ Ich musste richtig lachen, als ich das gelesen hab :P Ich bin ja selbst dafür, dass die katholische Kirche endlich verboten wird. Was diese Kuttenträger da von sich lassen, ist manchmal echt auf volksverhetzendem Niveau und dass die dafür nicht mal bestraft werden, finde ich ja so krass! Dabei heißt es doch immer, dass Gott jeden Menschen liebt und Nächstenliebe und bla bla... aber naja der Papst gehört sowieso abgeschafft... keiner braucht diesen alten Greis, der nichts besseres zu tun hat, als irgendwelche dummen Sprüche zu erzählen, wie neulich, dass Kondome an der Verbreitung von AIDS schuld wären ;)
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#21 SmartiSaar
  • 01.04.2009, 13:32h
  • Antwort auf #19 von Theisentheis
  • Entschuldige, aber was Du da von Dir gibt’s ist schönrederei. Es ist doch wohl eine unumstößliche Tatsache das in der Bibel eben so wie im Koran und anderen derartigen Schriften Passagen vorhanden sind die sich gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen und gleichgeschlechtlichen Sex richten. Wenn wir jetzt berücksichtigen das diese Schriften seit mehreren Tausend Jahren die Gesellschaften geformt haben, um nicht zu sagen Unterdrückt, dann ist es schlichtweg unsinnig und ignorant wenn Du Behauptest das diese geistigen Ideologien nicht mitverantwortlich für die herrschende Homophobie sind.

    Bei genauerer Bertachtung drängt sich aber auch noch ein anderes Bild auf das Du gänzlich außer acht gelassen hast, nämlich die Tatsache das sich in den meisten Fällen diese sogenannten Religionen fast immer auf Unterdrückung, Ächtung, ja sogar auf der Vernichtung derer Begründen die nicht den vorgegebenen Religiösen-Normen entsprechen oder die dagegen Verstoßen.

    Du fegst also mal kurzerhand die menschliche Geschichte beiseite und unterschlägst die Fakten um Dir die Religionen schön zu reden. Das finde ich persönlich einfach nur bemitleidenswert
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#22 SmartiSaar
  • 01.04.2009, 13:49h
  • Antwort auf #7 von Hannibal
  • Sorry Hannibal, aber du unterliegst einem Irrtum wenn du glaubst Hirschfeld hätte die begriffe "Homosexualität und/oder Heterosexualität" erfunden.

    Der Begriff Homosexualiät ist eine hybride Wortneubildung aus dem Jahr 1868 und geprägt von dem Schriftsteller Karl Maria Kertbeny und setzt sich zusammen aus dem Griech. homoios = gleich, gleichartig und dem lat. sexus (Erläuterung dürfte in dem Fall überflüssig sein). Der Begriff "Heterosexualität" wurde gleichzeitig als Antonym geprägt (alles nachzulesen bei Wikipedia: Begriff Homosexualität).
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#23 TimmAnonym
  • 01.04.2009, 14:28h
  • Ach, erkennt die EU das auch schon? Das wäre denen besser mal vor der Aufnahme Polens und der baltischen Staaten aufgefallen. Da hätte man bessere Minderheitenrechte noch zur Aufnahmebedingung machen können.

    Dann sollen die jetzt wenigstens ihren Fehler einsehen und dafür sorgen, dass diese Staaten endlich europäische Grundrechte achten und sich auch insgesamt in der ganzen EU etwas ändert und Schwule und Lesben endlich voll gleichgestellt werden!!!
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#24 Maske
#25 AxelBerlinAnonym
  • 01.04.2009, 16:32h
  • Antwort auf #24 von Maske
  • ich kann den 100 jährigen realexistierenden sozialismus pointieren, aber ich kann nicht 5000 jahre judentum und darauf wurzelnder kulturgeschichte pointieren und die pointe mit einer hymne an den arsch beenden.
    solche schwachsinnigen kommentare habe ich nie geschrieben. humor ist nicht schwachsinn.
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#26 HannibalEhemaliges Profil
  • 01.04.2009, 17:12h
  • Antwort auf #22 von SmartiSaar
  • "...ist eine hybride Wortneubildung aus dem Jahr 1868 und geprägt von dem Schriftsteller Karl Maria Kertbeny ..."
    Mann lernt halt immer was dazu! Wie auch immer! Jedenfalls liegt das Jahr 1868 (soviel ich weiss) NACH der Verschriftlichung der Bibel! Ergo kann der Begriff "Homosexualität" auch nach deiner Version nicht darin auftauchen. Wenn ich mich wieder irren sollte, sag bescheid!
    Trotzdem Danke für die Belehrung!
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#27 SmartiSaar
#28 stephan
  • 02.04.2009, 02:30h
  • Zu Kommentar 19:

    Ich gebe Dir in vielen Punkten Deiner Analyse recht, nicht jedoch in Deiner Schlussfolgerung.

    Die Tatsache, dass viele Religionsgemeinschaften die Homosexuelle zu ihren Lieblingsgegner gemacht haben und geifernd immer neue Angriffe hervorbringen, ist durchaus eine wirkmächtige Bestätigung aller homophoben Kräften - auch wenn diese Kräfte sonst nichts mit Kirche und Glauben zu tun haben.

    In einem zugegebenermaßen etwas hinkenden Vergleich sehe ich es etwa so, wie beim Verbot der HDJ. Die 'rechte' Gesinnung kann man damit nicht beseitigen, aber man nimmt den Personen ihre Organisationsstrukturen, ihren Einfluss, die Möglichkeit zur Indoktrination etc.

    Wenn man die Kirchen und alle Religionsgemeinschaften in ihrer Macht beschnitte und endlich hart durchgriffe, wenn z.B. der Bischof von Fulda homosexuelle Partnerschaften vor Jugendlichen als 'abartig' bezeichnet, (ich bin sicher, sie würden sich bald an die Gesetze halten, um ihre Pfründe zu wahren) dann wäre auch allen, die sich in ihrer Ablehnung der Homosexualität oder ihrem Hass gegen Schwule, auf die Religion berufen, ein wesentlicher Wohlfühlfaktor genommen - um einmal Deine Wortwahl aufzugreifen!
    Ich kann an daran absolut nichts 'platt und polemisch' finden!
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#29 AntichristProfil
  • 02.04.2009, 08:47hHH
  • Antwort auf #18 von The Rising
  • @The Rising: "Eben da, mein lieber @Antichrist, scheinst du den Einfluss unterschiedlicher Akteure in dieser Gesellschaft auf das Bewusstsein junger Menschen nicht ganz richtig einzuschätzen. [...] aber transportiert werden diese Botschaften in Richtung junger Menschen ganz sicher nicht in erster Linie durch den Papst oder sonstige kirchliche Funktionäre."
    Da mein lieber @The Rising trügt dich der Schein ganz gewaltig, den du mir unterstellst.
    Natürlich braucht das kein Pope mehr direkt zu sagen. Der heutigen Jugend ist es größtenteils sowieso scheiß egal was der alte Mann im Vatikan an Dünnschiss abseilt. Aber: Deutschland hat nun mal seine Kultur. Eine christliche Kultur. Diese verschwindet nun mal nicht von jetzt auf gleich, von einer Generation auf die andere nur weil den Jungen der Glaube der Alten am Allerwertesten vorbei geht. Es steckt in ihnen, es steckt in den Künstlern, den Helden der Jugend. Die brauchen nicht von Gott zu faseln, die eingeimpfte Moral der Gesellschaft steckt ihnen im Blut, in jeder Körperzelle. Sie sortieren nur das aus, was ihnen selbst nicht ins Konzept passt, bzw. was ihnen zusagt. Sie bauen sich die Welt nach ihren Vorstellungen zusammen, so wie sie ihnen am besten passt, es für sie am bequemsten, am leichtesten wird. Ob die Kirche darin Platz hat oder nicht, ist dabei irrelevant. Sie brauchen für ihr Elend einen Sündenbock, einen der noch unter ihnen steht, der schon immer unter ihnen gestanden hat, bereits seit 2000 Jahren als Untermensch angesehen wird. Einen, der nicht mal der Regierung Wert genug ist, ihn wirklich gleichzustellen, der selbst vor dem Gesetz stellenweise noch als Untermensch gilt. Ein Mensch, für den die Kirchen von der Regierung Ausnahmegenehmigungen für dessen Diskriminierung erhält. Ein Mensch, dessen Leben noch immer in 85 Ländern dieser Erde massiv bedroht wird.
    Glaubst du wirklich, da müsste Bene heute noch das Maul aufmachen, um zu sagen, wie minderwertig wir sind?

    Ich glaube weder an Gott, noch an irgendeine Kirche. Ja, ich werfe alle Kirchen ebenso wie alle Religionen in einen Topf, weil alle den gleichen Nonsens predigen, den kein Schwanz braucht der auch nur für 5 ct Hirn im Kopf hat zum selbst nachdenken, bzw. Eigenverantwortung übernehmen. Religion ist was für Dumme. Dennoch hat mich der christliche Glaube geprägt, auch mir steckt er noch im Blut, auch ich habe noch moralische Werte verinnerlicht, die von kirchlicher Seite aus eingepflanzt wurden. Werte die ich erst langsam erfasse, bzw. abgleiche mit den menschlichen Werten die wir benötigen, wenn wir als Gesellschaft friedlich zusammenleben wollen.

    Glaubst du, man schnipst mal eben mit dem Finger um eine 2000-jährige Kultur von einer Generation auf die nächste einfach mal auszuknipsen? Sie steckt in der Jugend weltweit, ebenso wie in den Künstlern, die sie verehren, auf die sie hören, von denen sie sich leiten lassen. Das ist Kultur weltweit, Religion weltweit. Das ist ein Problem dass sich nicht auf Deutschland beschränkt, sondern auf die ganze Welt. Wenn wir tatsächlich etwas ändern wollen, um endlich anerkannt zu werden, bzw. uns auch erst mal selbst anzuerkennen, dann müssen wir die ganze Welt ändern, bzw. Religion weltweit verbieten. Denn sonst sind wir immer die angeschissenen. Wir sollten in Deutschland anfangen mit der Abschaffung der Religion, denn so lange diese Menschenverdummungsorganisation existenzberechtigt ist, so lange wird sich für uns auf Dauer nichts ändern lassen.

    Manchmal hilft es wenn man selbst etwas weiter denkt, ehe man anderen Dummheit unterstellt.
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#30 Theisentheis
  • 02.04.2009, 14:44h
  • @SmartiSaar:
    "Entschuldige, aber was Du da von Dir gibt’s ist schönrederei. Es ist doch wohl eine unumstößliche Tatsache das in der Bibel..."
    --> Ich habe das nicht schön gerdet und nichts anderes behauptet. Ich habe lediglich differenziert. Es gibt extrem wenige Stellen von geringem Gewicht. Für das Glaubensbekenntnis eines Christen spielen diese Stellen überhaupt keine Rolle. Homophobie ist weder integraler Bestandteil der biblischen Botschaft noch des Christseins. Mehr wollte ich nicht gesagt haben. Das Phänomen bleibt jedoch: wieso werden diese unbedeutenden und extrem wenigen Stellen im Moment derartig über Gebühr strapaziert? Das war von mir eine echte und keine rhetorische Frage.

    "...wenn Du Behauptest das diese geistigen Ideologien nicht mitverantwortlich für die herrschende Homophobie sind."
    --> das wollte ich nicht behauptet haben und habe ich glaube auch nicht. Ich halte es dennoch für naiv zu glauben, dass mit der Beseitigung der Religionen (auch noch per Gesetz, siehe Kommentar von Antichrist) die Probleme der Welt und insbesondere der Schwulen gelöst werden könnten. Dieser Eindruck entsteht höchstens, wenn man seine Kenntnisse über Religion und Kirche ausschließlich über Queer.de bezieht.

    "Bei genauerer Bertachtung drängt sich ... die Tatsache [auf,] das[s] sich in den meisten Fällen diese sogenannten Religionen fast immer auf Unterdrückung, Ächtung, ja sogar auf der Vernichtung derer Begründen..."
    -->Diese These lässt sich bei wirklich "genauerer Betrachtung" überhaupt nicht aufrecht erhalten. Und weil wir es hier überwiegend vom Christentum haben, sei als Beispiel die Entstehung des Christentums in der Antike (1.- Anfang 4. Jahrhundert) genannt.

    "Du fegst also mal kurzerhand die menschliche Geschichte beiseite und unterschlägst die Fakten"
    -->Mit Sicherheit nicht. Denn als profan Historiker und Kirchenhistoriker ist "die menschliche Geschichte" gerade mein Beruf. Vielleicht entsteht bei dir dieser Eindruck, weil du deine "Fakten" vorwiegend aus journalistischen Quellen und persönlichen Ansichten zurechtzimmerst und weniger aus wissenschaftlichen Quellen beziehst?

    "Das finde ich persönlich einfach nur bemitleidenswert"
    -->Solche Abschlussbemerkungen finde ich nicht in Ordnung. Allzumal du in meinen Text etliches hineininterpretiert hast, was ich so weder geschrieben noch gemeint habe.
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#31 Theisentheis
  • 02.04.2009, 15:50h
  • Antwort auf #28 von stephan
  • Ich kann an deinen Kommentaren auch nichts "platt und polemisch" finden. An anderen aber schon. Als Beispiel sei auf Katrins Kommentar verwiesen (#10 glaub ich).

    Ich stimme dir zu, in dem was du schreibst. Ich wollte mit meinem Kommentar vor allem eins: ein wenig provozieren und ein wenig mehr differenzieren.

    Ich sehe natürlich auch dringenden Handlungsbedarf. Vor allem bei den massiven Angriffen kirchlicher Vertreter auf deutschem Boden. Nicht, dass ich das, was der Papst im Vatikan oder andere im Ausland treiben guthieße. Aber ich sehe da weniger Spielraum für die Politik (-->Diplomatie ect.).
    Wenn sich aber der Bischof von Fulda in Deutschland auf eine solche Weise zu Wort meldet, dann würde ich mir schon klare Schritte aus Politik UND! Gesellschaft wünschen. Hier passiert viel zu wenig. Es ist immer wieder traurig zu sehen, wie wenig von den bei Queer.de berichteten Skandalen z.b. bei tagesschau.de oder anderswo auftauchen. Das mediale Interesse an diesen Verbrechen ist fast gleich null.

    "Wenn man die Kirchen und alle Religionsgemeinschaf ten in ihrer Macht beschnitte und endlich hart durchgriffe"
    -->Das ist ja richtig, aber....Wie war ich erstaunt, als sich Angela Merkel in der Sache der Piusbruderschaft und der Leugnung des Holocaust gegen den Papst zu Wort meldete. Aber um wie viel mehr musste ich staunen, als sie aus allen möglichen Richtungen dafür Kritik einfahren musste. Ja, was glaubt ihr, was los wäre, wenn sie in der "Homo"-Frage einem deutschen Bischof übers Maul fahren würde. Das ist unser Problem. Nicht allein der Bischof, nicht allein die Religion. Und auch nicht nur die Religiösen. Mehr wollt ich nicht mit meinem ersten Kommentar gemeint haben.
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#32 VerfallserscheinungAnonym
  • 02.04.2009, 15:56h
  • " De|ka|denz die; - : Verfall, Entartung, sittlicher u. kultureller Niedergang mit typischen Entartungserscheinungen in den Lebensgewohnheiten u. -ansprüchen", Duden 2008, [-> Entartungs... !!!]

    Bei den Dekadenzen, die mit dem Übergang vom Feudalismus zum frühen Kapitalismus einhergingen, fand in Europa flächendeckend bei den dumpfen Massen eine gewisse Abkehr von der Judenverfolgung zugunsten der Hexenverfolgung statt.
    Eine Regeression erfolgte dann im Kapitalismus am Vorabend seiner ersten imperialistischen Phase, während der
    ersten Weltwirtschaftskrisen wieder hin zum Anti-Semitismus und zur Judenverfolgung.

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