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Einzelkommentar zu:
EU: Homophobie ist ein Problem in Europa


#13 The RisingAnonym
  • 31.03.2009, 22:08h
  • Ich kann durchaus verstehen, dass die offenen Hasspredigten klerikaler Würdenträger oder religiöser Extremisten ganz besonders stark die Gemüter erregen. Aber ich denke, dass der allergrößte Teil homophober Gewalt in unserer Gesellschaft nur sehr begrenzt etwas mit eben diesen offenen religiösen Hasspredigten zu tun hat. Oder ist die zunehmende Homophobie unter jungen Menschen, die sich u.a. in einer von schwulenfeindlichen Begriffen durchsetzten Sprache ausdrückt, etwa das Produkt religiöser Propaganda? Das wage ich doch sehr zu bezweifeln. Nein, denn sehr viel wirkungsvoller ist die aggressive Heteronormativität, die Kindern und Jugendlichen in dieser Gesellschaft in Erziehung, Bildung und von den Massenmedien (niemand hat eine vergleichbare Reichweite und einen vergleichbaren Einfluss!)ungemindert eingehämmert wird! Daher sollten wir unsere berechtigte Wut - und insbesondere die daraus resultierenden politischen Schlussfolgerungen - auch ganz besonders auf eine Bildungspolitik richten, die nach wie vor weder ausreichend und angemessen über die Vielfalt sexueller Identitäten aufklärt noch eine Kultur des Respekts in den Schulen institutionalisiert, und gegen kommerzielle Massenmedien und eine "Popkultur", wo schwule Männer weiterhin höchstens in dümmlichen Klischees vorkommen und mit ihrer sexuellen Identität gerade nicht als gleichwertig dargestellt werden.
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