Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=10205
Home > Kommentare

Kommentare zu:
EU: Homophobie ist ein Problem in Europa


#21 SmartiSaar
  • 01.04.2009, 13:32h
  • Antwort auf #19 von Theisentheis
  • Entschuldige, aber was Du da von Dir gibt’s ist schönrederei. Es ist doch wohl eine unumstößliche Tatsache das in der Bibel eben so wie im Koran und anderen derartigen Schriften Passagen vorhanden sind die sich gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen und gleichgeschlechtlichen Sex richten. Wenn wir jetzt berücksichtigen das diese Schriften seit mehreren Tausend Jahren die Gesellschaften geformt haben, um nicht zu sagen Unterdrückt, dann ist es schlichtweg unsinnig und ignorant wenn Du Behauptest das diese geistigen Ideologien nicht mitverantwortlich für die herrschende Homophobie sind.

    Bei genauerer Bertachtung drängt sich aber auch noch ein anderes Bild auf das Du gänzlich außer acht gelassen hast, nämlich die Tatsache das sich in den meisten Fällen diese sogenannten Religionen fast immer auf Unterdrückung, Ächtung, ja sogar auf der Vernichtung derer Begründen die nicht den vorgegebenen Religiösen-Normen entsprechen oder die dagegen Verstoßen.

    Du fegst also mal kurzerhand die menschliche Geschichte beiseite und unterschlägst die Fakten um Dir die Religionen schön zu reden. Das finde ich persönlich einfach nur bemitleidenswert
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#22 SmartiSaar
  • 01.04.2009, 13:49h
  • Antwort auf #7 von Hannibal
  • Sorry Hannibal, aber du unterliegst einem Irrtum wenn du glaubst Hirschfeld hätte die begriffe "Homosexualität und/oder Heterosexualität" erfunden.

    Der Begriff Homosexualiät ist eine hybride Wortneubildung aus dem Jahr 1868 und geprägt von dem Schriftsteller Karl Maria Kertbeny und setzt sich zusammen aus dem Griech. homoios = gleich, gleichartig und dem lat. sexus (Erläuterung dürfte in dem Fall überflüssig sein). Der Begriff "Heterosexualität" wurde gleichzeitig als Antonym geprägt (alles nachzulesen bei Wikipedia: Begriff Homosexualität).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#23 TimmAnonym
  • 01.04.2009, 14:28h
  • Ach, erkennt die EU das auch schon? Das wäre denen besser mal vor der Aufnahme Polens und der baltischen Staaten aufgefallen. Da hätte man bessere Minderheitenrechte noch zur Aufnahmebedingung machen können.

    Dann sollen die jetzt wenigstens ihren Fehler einsehen und dafür sorgen, dass diese Staaten endlich europäische Grundrechte achten und sich auch insgesamt in der ganzen EU etwas ändert und Schwule und Lesben endlich voll gleichgestellt werden!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#24 Maske
#25 AxelBerlinAnonym
  • 01.04.2009, 16:32h
  • Antwort auf #24 von Maske
  • ich kann den 100 jährigen realexistierenden sozialismus pointieren, aber ich kann nicht 5000 jahre judentum und darauf wurzelnder kulturgeschichte pointieren und die pointe mit einer hymne an den arsch beenden.
    solche schwachsinnigen kommentare habe ich nie geschrieben. humor ist nicht schwachsinn.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#26 HannibalEhemaliges Profil
  • 01.04.2009, 17:12h
  • Antwort auf #22 von SmartiSaar
  • "...ist eine hybride Wortneubildung aus dem Jahr 1868 und geprägt von dem Schriftsteller Karl Maria Kertbeny ..."
    Mann lernt halt immer was dazu! Wie auch immer! Jedenfalls liegt das Jahr 1868 (soviel ich weiss) NACH der Verschriftlichung der Bibel! Ergo kann der Begriff "Homosexualität" auch nach deiner Version nicht darin auftauchen. Wenn ich mich wieder irren sollte, sag bescheid!
    Trotzdem Danke für die Belehrung!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#27 SmartiSaar
#28 stephan
  • 02.04.2009, 02:30h
  • Zu Kommentar 19:

    Ich gebe Dir in vielen Punkten Deiner Analyse recht, nicht jedoch in Deiner Schlussfolgerung.

    Die Tatsache, dass viele Religionsgemeinschaften die Homosexuelle zu ihren Lieblingsgegner gemacht haben und geifernd immer neue Angriffe hervorbringen, ist durchaus eine wirkmächtige Bestätigung aller homophoben Kräften - auch wenn diese Kräfte sonst nichts mit Kirche und Glauben zu tun haben.

    In einem zugegebenermaßen etwas hinkenden Vergleich sehe ich es etwa so, wie beim Verbot der HDJ. Die 'rechte' Gesinnung kann man damit nicht beseitigen, aber man nimmt den Personen ihre Organisationsstrukturen, ihren Einfluss, die Möglichkeit zur Indoktrination etc.

    Wenn man die Kirchen und alle Religionsgemeinschaften in ihrer Macht beschnitte und endlich hart durchgriffe, wenn z.B. der Bischof von Fulda homosexuelle Partnerschaften vor Jugendlichen als 'abartig' bezeichnet, (ich bin sicher, sie würden sich bald an die Gesetze halten, um ihre Pfründe zu wahren) dann wäre auch allen, die sich in ihrer Ablehnung der Homosexualität oder ihrem Hass gegen Schwule, auf die Religion berufen, ein wesentlicher Wohlfühlfaktor genommen - um einmal Deine Wortwahl aufzugreifen!
    Ich kann an daran absolut nichts 'platt und polemisch' finden!
  • Antworten » | Direktlink »
#29 AntichristProfil
  • 02.04.2009, 08:47hHH
  • Antwort auf #18 von The Rising
  • @The Rising: "Eben da, mein lieber @Antichrist, scheinst du den Einfluss unterschiedlicher Akteure in dieser Gesellschaft auf das Bewusstsein junger Menschen nicht ganz richtig einzuschätzen. [...] aber transportiert werden diese Botschaften in Richtung junger Menschen ganz sicher nicht in erster Linie durch den Papst oder sonstige kirchliche Funktionäre."
    Da mein lieber @The Rising trügt dich der Schein ganz gewaltig, den du mir unterstellst.
    Natürlich braucht das kein Pope mehr direkt zu sagen. Der heutigen Jugend ist es größtenteils sowieso scheiß egal was der alte Mann im Vatikan an Dünnschiss abseilt. Aber: Deutschland hat nun mal seine Kultur. Eine christliche Kultur. Diese verschwindet nun mal nicht von jetzt auf gleich, von einer Generation auf die andere nur weil den Jungen der Glaube der Alten am Allerwertesten vorbei geht. Es steckt in ihnen, es steckt in den Künstlern, den Helden der Jugend. Die brauchen nicht von Gott zu faseln, die eingeimpfte Moral der Gesellschaft steckt ihnen im Blut, in jeder Körperzelle. Sie sortieren nur das aus, was ihnen selbst nicht ins Konzept passt, bzw. was ihnen zusagt. Sie bauen sich die Welt nach ihren Vorstellungen zusammen, so wie sie ihnen am besten passt, es für sie am bequemsten, am leichtesten wird. Ob die Kirche darin Platz hat oder nicht, ist dabei irrelevant. Sie brauchen für ihr Elend einen Sündenbock, einen der noch unter ihnen steht, der schon immer unter ihnen gestanden hat, bereits seit 2000 Jahren als Untermensch angesehen wird. Einen, der nicht mal der Regierung Wert genug ist, ihn wirklich gleichzustellen, der selbst vor dem Gesetz stellenweise noch als Untermensch gilt. Ein Mensch, für den die Kirchen von der Regierung Ausnahmegenehmigungen für dessen Diskriminierung erhält. Ein Mensch, dessen Leben noch immer in 85 Ländern dieser Erde massiv bedroht wird.
    Glaubst du wirklich, da müsste Bene heute noch das Maul aufmachen, um zu sagen, wie minderwertig wir sind?

    Ich glaube weder an Gott, noch an irgendeine Kirche. Ja, ich werfe alle Kirchen ebenso wie alle Religionen in einen Topf, weil alle den gleichen Nonsens predigen, den kein Schwanz braucht der auch nur für 5 ct Hirn im Kopf hat zum selbst nachdenken, bzw. Eigenverantwortung übernehmen. Religion ist was für Dumme. Dennoch hat mich der christliche Glaube geprägt, auch mir steckt er noch im Blut, auch ich habe noch moralische Werte verinnerlicht, die von kirchlicher Seite aus eingepflanzt wurden. Werte die ich erst langsam erfasse, bzw. abgleiche mit den menschlichen Werten die wir benötigen, wenn wir als Gesellschaft friedlich zusammenleben wollen.

    Glaubst du, man schnipst mal eben mit dem Finger um eine 2000-jährige Kultur von einer Generation auf die nächste einfach mal auszuknipsen? Sie steckt in der Jugend weltweit, ebenso wie in den Künstlern, die sie verehren, auf die sie hören, von denen sie sich leiten lassen. Das ist Kultur weltweit, Religion weltweit. Das ist ein Problem dass sich nicht auf Deutschland beschränkt, sondern auf die ganze Welt. Wenn wir tatsächlich etwas ändern wollen, um endlich anerkannt zu werden, bzw. uns auch erst mal selbst anzuerkennen, dann müssen wir die ganze Welt ändern, bzw. Religion weltweit verbieten. Denn sonst sind wir immer die angeschissenen. Wir sollten in Deutschland anfangen mit der Abschaffung der Religion, denn so lange diese Menschenverdummungsorganisation existenzberechtigt ist, so lange wird sich für uns auf Dauer nichts ändern lassen.

    Manchmal hilft es wenn man selbst etwas weiter denkt, ehe man anderen Dummheit unterstellt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#30 Theisentheis
  • 02.04.2009, 14:44h
  • @SmartiSaar:
    "Entschuldige, aber was Du da von Dir gibt’s ist schönrederei. Es ist doch wohl eine unumstößliche Tatsache das in der Bibel..."
    --> Ich habe das nicht schön gerdet und nichts anderes behauptet. Ich habe lediglich differenziert. Es gibt extrem wenige Stellen von geringem Gewicht. Für das Glaubensbekenntnis eines Christen spielen diese Stellen überhaupt keine Rolle. Homophobie ist weder integraler Bestandteil der biblischen Botschaft noch des Christseins. Mehr wollte ich nicht gesagt haben. Das Phänomen bleibt jedoch: wieso werden diese unbedeutenden und extrem wenigen Stellen im Moment derartig über Gebühr strapaziert? Das war von mir eine echte und keine rhetorische Frage.

    "...wenn Du Behauptest das diese geistigen Ideologien nicht mitverantwortlich für die herrschende Homophobie sind."
    --> das wollte ich nicht behauptet haben und habe ich glaube auch nicht. Ich halte es dennoch für naiv zu glauben, dass mit der Beseitigung der Religionen (auch noch per Gesetz, siehe Kommentar von Antichrist) die Probleme der Welt und insbesondere der Schwulen gelöst werden könnten. Dieser Eindruck entsteht höchstens, wenn man seine Kenntnisse über Religion und Kirche ausschließlich über Queer.de bezieht.

    "Bei genauerer Bertachtung drängt sich ... die Tatsache [auf,] das[s] sich in den meisten Fällen diese sogenannten Religionen fast immer auf Unterdrückung, Ächtung, ja sogar auf der Vernichtung derer Begründen..."
    -->Diese These lässt sich bei wirklich "genauerer Betrachtung" überhaupt nicht aufrecht erhalten. Und weil wir es hier überwiegend vom Christentum haben, sei als Beispiel die Entstehung des Christentums in der Antike (1.- Anfang 4. Jahrhundert) genannt.

    "Du fegst also mal kurzerhand die menschliche Geschichte beiseite und unterschlägst die Fakten"
    -->Mit Sicherheit nicht. Denn als profan Historiker und Kirchenhistoriker ist "die menschliche Geschichte" gerade mein Beruf. Vielleicht entsteht bei dir dieser Eindruck, weil du deine "Fakten" vorwiegend aus journalistischen Quellen und persönlichen Ansichten zurechtzimmerst und weniger aus wissenschaftlichen Quellen beziehst?

    "Das finde ich persönlich einfach nur bemitleidenswert"
    -->Solche Abschlussbemerkungen finde ich nicht in Ordnung. Allzumal du in meinen Text etliches hineininterpretiert hast, was ich so weder geschrieben noch gemeint habe.
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel