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Die Obama-Regierung will sich vom Homo-Verbot im Militär offenbar doch nicht so schnell verabschieden, erklärte jetzt der Verteidigungsminister – Homo-Gruppen sind empört.

"Das ist immer noch Gesetz", sagte der republikanische Verteidigungsminister Robert Gates im Meinungskanal "Fox News Channel". "Wir werden die Gesetze achten, was auch immer sie sagen". Er und der Präsident hätten derzeit viele wichtige Themen zu behandeln, deshalb soll die Aufhebung der "Don’t ask, don’t tell"-Politik erst später auf die Agenda kommen, erklärte Gates. 2010 sieht das Verteidigungsbudget noch Mittel vor, die für die Aufrechterhaltung des Homo-Verbots bestimmt sind.

Homo-Gruppen wollen sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden geben. Aubrey Sarvis vom Servicemen's Legal Defense Network erinnerte daran, dass das Ende von "Don’t ask, don’t tell" eines von Obamas Wahlversprechen gewesen sei: "Ich vertraue darauf, dass der Minister nicht für Präsident Obama spricht, der hoffentlich ein Ende dieser Politik verlangt, wenn das Verteidigungsbudget in ein paar Wochen verhandelt wird", so Sarvis. Man könne von der Regierung "Multitasking" erwarten. Nur weil es andere Probleme gebe, dürfe Diskriminierung nicht aufrechterhalten werden.

Youtube | Robert Gates lehnt eine rasche Aufhebung des Homo-Verbots im Militär ab.

Die "Don't ask, don't tell"-Regelung wurde 1994 eingeführt. Sie besagt, dass Schwule und Lesben zwar im Militär dienen dürfen, allerdings müssen sie ihre Sexualität verstecken und würden dann auch nicht danach gefragt. Zuvor hatte es ein Totalverbot für Homosexuelle in Armee und Marine gegeben. In der Praxis funktioniert "Don’t ask, don’t tell" allerdings nur schlecht, da schon mehr als 11.000 Menschen aus diesem Grund aus dem Dienst entlassen worden sind. (dk)



11 Kommentare

#1 stephan
  • 31.03.2009, 16:52h
  • Obama sollte nicht ohne zwingende Gründe seine Wählergruppen vor den Kopf stoßen. Dass die zu lösenden Probleme immens sind, haben alle gewusst, aber wenn er Abstriche an seinen 'idealistischen Wahlversprechen' macht, dann ist es mit der Ikone Obama bald vorbei!
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#2 XDAAnonym
#3 nino89
  • 31.03.2009, 17:43h
  • Langsam werde ich in Sachen Obama-Regierung echt nüchterner...und enttäuschter...
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#4 Luke12
  • 31.03.2009, 19:34h
  • Es ist noch keine 5 Monate her, da habe ich hier an ähnlicher Stelle folgendes Statement abgegeben: An seinen Taten werden wird man ihn messen!!!

    Obama verzeichnet eine große Anhängerschaft unter den Schwulen und Lesben in Amerika, die ihre ganze Hoffnung auf ihn setzten, als sie ihn wählten, nach Jahren der offenen Diskriminierung durch die Regierung Bush. Mit vollmundigen Versprechungen wurden sie zur Wahl ermutigt und schon damals war ich skeptisch. Ich bin es nach wie vor. Es gibt aus Sicht der amerikanischen Regierung größere Probleme, als ein paar Tucken und kesse Väter, die endlich wie Menschen behandelt werden wollen.

    Tja und einige Schwule und Lesben haben scheinbar eines übersehen, was bereits das schwule Magazin Advocate veröffentlichte, Zitat:

    "Sowohl Obama als auch Clinton sind gegen die Öffnung der Ehe."

    Für mich relativiert sich damit die Aussage 'Obama setzt sich für eine Gleichstellung von Lesben und Schwulen ein' erheblich. Obama will sich deutlich von Bush absetzen, der offen gegen Homosexualität auftrat. Außer Versprechungen kam dabei bis jetzt nicht viel herum. Bleibt zu hoffen, dass diese Regierung ihren Versprechungen ein wenig mehr als heiße Luft folgen lässt.
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#5 Barak O'Rahm'aAnonym
#6 hwAnonym
  • 31.03.2009, 21:31h
  • Antwort auf #2 von XDA
  • Was aber nicht an "....O'Rahma'a..." liegt,
    sondern an seinen Betreibern.

    Der Multimilliardär Warren Buffett sagte zwei Jahre vor der Weltwirtschaftskrise zur New York Times:

    »Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.«

    Jetzt, mit der Weltwirtschaftskrise, geht der Krieg in eine neue, härtere Phase.
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#7 The RisingAnonym
  • 01.04.2009, 11:25h
  • Antwort auf #2 von XDA
  • Jetzt warten wir doch einfach mal ein bisschen länger ab als die ersten beiden Monate seiner Amtszeit. Dass die Sache mit dem "Change" nicht so einfach werden würde, dürfte jedem realistisch denkenden Menschen, der die politischen Kräftekonstellationen in unserer demokratischen Welt kennt (danke dir, @hw, dass du immer wieder für geistige Erhellung sorgst!), von Anfang an klar gewesen sein. Was die hier diskutierte Frage angeht, so sei darauf hingewiesen, dass das zitierte Statement von einem Minister kommt, der ei homophobes republikanisches A...loch ist (und daher bestimmt nicht für eine homofreundliche Politik die Werbetrommel rührt) und den Obama aus taktischen Gründen, gewissermaßen zur Beruhigung des Militärs und im Rahmen seiner Strategie, "Rivalen" einzubinden, für eine Übergangszeit in der Regierung gehalten hat. Es ist also entgegen manch voreiliger Verurteilung aus der dafür prädestinierten Ecke in diesem Forum durchaus wahrscheinlich, dass Barack Obama und die Demokraten in diesem Punkt in sehr naher Zukunft handeln werden.
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#8 MarvinProfil
  • 01.04.2009, 19:39hBruchköbel
  • Antwort auf #7 von The Rising
  • Ich kann dir nur zustimmen. Jetzt wartet's doch mal ab!

    Der Mann trägt so eine große Last auf den Schultern die durch jahrelange Bush-Regierung entstanden ist. Klar, er hat viel versprochen und es gab sicher nicht wenige, die ihn für eine Art Messias hielten bzw. jemanden, der alles zum Guten verändern wird.

    Aber er ist doch erst seit 2 Monaten im Amt und denkt ihr, er wird innerhalb von 2 Monaten ganz Amerika umkrempeln und jedem alles Recht machen?? Es braucht Zeit, den Mist den Bush verzapft hat wieder grade zu biegen. Ich glaube immer noch an ihn und ich denke man sollte ihm auf jeden Fall noch dieses Jahr Zeit geben. Sowas passiert nicht einfach von heute auf morgen.
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#9 FloAnonym
  • 02.04.2009, 11:10h
  • USA bleiben halt USA!!

    Ich habe immer schon gesagt, dass man Obama (wie jeden anderen auch) an den Taten und nicht an den Versprechungen vor einer Wahl messen sollte.

    Vor Wahlen wird immer viel versprochen, was dann nachher daraus wird ist etwas ganz anderes. Aber sobald jemand ein bisschen Charisma hat, sind auch hierzulande alle ganz und hin weg und vergessen alle Fakten. Ich prophezeie: das wird nicht die einzige Enttäuschung bleiben...
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#10 HRH Queen Elisabeth IIAnonym
  • 02.04.2009, 12:27h
  • The president was travelling to Great Britain only to meet my husband and me. he just has done a long way for a dinner with my husband and me.
    we are really amused.
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