Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?10209
  • 01. April 2009 13 2 Min.

Die Akademie für Psychotherapie und Seelsorge verteidigt die Einladung von zwei "Homo-Heilern" zu einem Kongress an der Universität Marburg. Uni-Leitung und Stadt fühlen sich demgegenüber für die Inhalte der Veranstaltung nicht zuständig.

Homo-Aktivisten hatten zuvor die Einladung von Markus Hoffmann von der Organisation Wüstenstrom und Christl Ruth Vonholdt vom Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft scharf kritisiert (queer.de berichtete). Beide sind der "Ex-Gay-Bewegung" zuzurechnen, die sich für die Umwandlung von Homosexuellen in Heterosexuelle ausspricht.

Martin Grabe, Chef der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge, hält die Kritik an der Einladung für "unbegründet" und "ideologisch motiviert": "Auf dem Kongress spielt das Thema Homosexualität inhaltlich keine Rolle", erklärte der Psychiater und Psychotherapeut gegenüber dem christlichen Nachrichtenportal idea. "Der Vorwurf in Bezug auf ‚Umpolungsseminare’ geht völlig ins Leere." Laut Grabe versuchten Kritiker nur, die Meinungsfreiheit einzuschränken. Die Seminare tragen den Titel "Reifung in der Identität als Frau und als Mann" sowie "Weibliche Identitätsentwicklung und mögliche Probleme".

Stadt und Universität Marburg fühlen sich für die Inhalte des Kongresses nicht zuständig: Der Pressesprecher der Stadt Marburg erklärte, es sei nicht Sache der Stadt, sich in Kontroversen einzumischen und Position zu ergreifen. Eine Pressesprecherin der Universität bezeichnete die Akademie für Psychotherapie und Seelsorge schlicht als "seriösen Veranstalter". (dk)

-w-

#1 TimmAnonym
  • 01.04.2009, 15:09h
  • "Uni-Leitung und Stadt fühlen sich demgegenüber für die Inhalte der Veranstaltung nicht zuständig."

    Nee, schon klar. Würde man sich auch "nicht zuständig" fühlen, wenn dort zu Gehirnwäsche an anderen Religionen aufgerufen würde? Oder wenn Farbigen dort beigebracht würde, wie sie sich als "gute Weiße" zu verhalten haben.

    Diese Ignoranz ist es, die solche evangelikale Gehirnwäsche erst ermöglicht.

    Dass sowas schwere psychische Schäden bis hin zum Selbstmord verursachen kann, interessiert Uni und Stadt wohl nicht, solange man Geld dafür bekommt.

    Die Uni Marburg sollte sich schämen. Wissenschaft ist wohl dort NICHTS mehr wert und man darf sogar Hass verbreiten und Menschen gefährden, wenn man nur zahlt! Wie armselig!!!
  • Direktlink »
#2 gerdAnonym
  • 01.04.2009, 17:00h
  • @Timm
    Da hast du vollkommen Recht. Es ist ein Skandal, dass Personen wie Vonholdt und Hoffmann hier ein Forum in Marburg geboten wird, wo sie ihre reparative Therapie propagieren wollen, und nicht die affirmative Therapie anwenden, wie sie von der heutigen Wissenschaft in Psychologie und Psychotherapie vertreten wird. Bei der reparativen Therapie wird versucht, die sexuelle Orientierung zu verändern, während bei der affirmativen Therapie die sexuelle Orientierung unverändert bleiben soll und Personen, die mit ihrer sexuellen Identität unzufrieden sind, Therapien ermöglicht werden, um ihre sexuelle Orientierung zu akzeptieren und in ihr Leben zu integrieren.

    Die allermeisten homosexuellen, bisexuellen und heterosexuellen Menschen bedürfen einer Therapie in diesem Zusammenhang überhaupt nicht und nur ein minimaler Bruchteil der Menschen bedarf der affirmativen Therapie, um sich selbst zu akzeptieren.

    Solche Menschen wie Vonholdt und Hoffmann sind zutiefst schädlich für homosexuelle und bisexuelle Menschen, da Sie an der reparativen Therapie festhalten und dies machen sie aus egoistischen, eigenen Gründen, da sie Homosexualität aus religiöser Befindlichkeit letztlich nicht akzeptieren.
  • Direktlink »
#3 SmartiSaar
  • 01.04.2009, 17:05h
  • @Timm, @gerd
    Ihr nehmt mir die Worte aus dem Mund.

    Trotzdem bin ich doch immer wieder erstaunt wie die Stadt- und Uni-Verantwortlichen sich hier auf der Affäre ziehen.
  • Direktlink »