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  • 17. April 2009 12 2 Min.

Der Widerstand gegen die Abschaffung des Homo-Verbots im US-Militär wird schärfer – derweil lassen Äußerungen aus der Regierung zweifeln, ob Präsident Obama sein Wahlversprechen einlöst und die "Don’t ask, don’t tell"-Regelung abschafft.

In einem Artikel für den "Concord Monitor" argumentiert der ehemalige General James Joseph Lindsay, dass viele Soldaten das Militär verlassen würden, wenn das Homo-Verbot fällt. Derzeit dürfen Schwule und Lesben zwar im Militär dienen, sie müssen ihre Sexualität aber geheim halten. Sobald diese publik wird, werden sie entlassen. General Lindsay berief sich in seiner Ablehnung einer Änderung auf eine Umfrage der "Military Times", in der er heißt, dass 14 Prozent der Mitglieder bei Armee oder Marine in Erwägung zögen, das Militär zu verlassen, wenn sie an der Seite von offen schwulen und lesbischen Kameraden dienen müssten. Demnach würden die Einheiten rund 230.000 Soldaten verlieren und würden dadurch "verkrüppelt", so Lindsay.

"Wir brauchen keine Studie, um zu sehen, dass die Spannungen natürlich zunehmen würden, da bei den Truppen wenig Privatsphäre herrscht. Das tägliche Militärleben würde durch die Gesetzesänderung stressintensiver werden", erklärte der General. "Jeder, der mit der Neuregelung nicht einverstanden ist, liefe Gefahr, als Abweichler zu gelten. Tausende würden daher die Truppen verlassen und viele würden bei Beförderungen übergangen werden. Viele würden sich erst gar nicht mehr verpflichten. Es gibt keinen Grund, die nationale Sicherheit in dieser Weise zu gefährden".

Aus der Obama-Regierung kommen gegenwärtig Stimmen, die ein Ende der "Don’t ask, don’t tell"-Regelung erst in weiter Ferne sehen. Während seines Präsidentschaftswahlkampfes hatte Barack Obama noch ein Ende der diskriminerenden Praxis versprochen. Sein Verteidigungsminister Robert Gates stellt das aber nun in Frage: "Falls wir das ändern, ist es wichtig, es richtig zu tun – und sehr vorsichtig." Gates erklärte, er sehe keinen Bedarf für eine Anpassung der Gesetze.

Die meisten Länder auf dem amerikanischen Kontinent und in Europa haben die Homo-Verbote im Militär aufgehoben. Zu den wenigen Ausnahmen gehören in Amerika Mexiko, Kuba und Venezuela und in Europa Serbien, Weißrussland und die Türkei. (dk)

-w-

#1 MalteAnonym
  • 17.04.2009, 15:59h
  • Würde mich nicht wundern, wenn Obama auch dieses Versprechen nicht einhält...

    Habe eben im Videotext gelesen, dass er die Folterer aus dem Militär straffrei ausgehen lassen will. Sämtliche Menschenrechtsorganisationen sind empört darüber!!!

    Ich wusste es: Obama ist halt auch ein Präsident wie jeder andere auch und wird sich im Amt auch genauso verhalten...
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#2 KameliendameEhemaliges Profil
  • 17.04.2009, 16:47h
  • Antwort auf #1 von Malte
  • Davon habe ich auch gelesen. Er gibt mit der Straffreiheit für Folter geradezu einen Freibrief dafür das sowas immer wieder passiert.

    Das er seine Wahlversprechen jetzt hochgradig bricht ist gelinde gesagt zum k..tzen.
    Auch ich habe immer gesagt man soll ihn ganz klar an seinen Taten messen und nicht an irgendeiner Welle von Euphorie, wie sie herscht(e).
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#3 FloAnonym
  • 17.04.2009, 17:08h
  • USA bleiben halt USA...

    Und zu Obama: ich konnte eh noch nie diese Euphorie verstehen, die auch hierzulande herrscht. Mir sind ja im US-Wahlkampf sogar hier in Deutschland immer mal Leute mit Obama-Buttons aufgefallen.

    Mal abgesehen davon, dass ich das eh lächerlich finde. Aber ich frage mich auch, wie dumm man sein muss, um auf Wahlkampfrhetorik reinzufallen. Man sollte immer (gerade bei Politikern) erst mal die Taten abwarten und sie danach beurteilen. Im Wahlkampf versprechen immer alle das Blaue vom Himmel. Das ist in den USA nicht anders als hier.

    Also was mich betrifft:
    Obama hat mich schon mehrfach enttäuscht und es würde mich nicht wundern, wenn es so weiterginge...
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