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  • 20. April 2009 19 2 Min.

Der Bürgermeister des Amsterdamer Problembezirks Slotervaart will die Toleranz in seinem Stadtteil mit einer Teilnahme am CSD und der Eröffnung von Homo-Bars erhöhen.

"Die Freiheit von Schwulen ist auch meine Freiheit und meine Freiheit ist die Freiheit von Schwulen", erklärte der sozialdemokratische Bürgermeister Ahmed Marcouch in einem Interview mit der Zeitung "NRC Handelsblad". "Homo-Emanzipation ist nicht die Sache von Schwulen und Lesben allein. Wir alle müssen unseren Beitrag leisten."

Slotervaart ist eines der sozialen Brennpunkte der Grachtenstadt. Die Mehrheit der Stadtteil-Bevölkerung ist aus Marokko und der Türkei eingewandert. In den letzten Jahren kam es in dem "stadsdeel" immer wieder zu Übergriffen auf Schwule. Viele der Täter berufen sich in ihrem Hass auf religiöse Überzeugungen.

Dem will der Bürgermeister entgegentreten: Marcouch will Toleranz-Klassen in der Grundschule anbieten, Fußballturniere zwischen homosexuellen Teams und Einwanderern organisieren und auch einen Teil des CSD ausrichten. Außerdem rief er dazu auf, eine Homo-Bar in seinem Stadtteil zu eröffnen. Wenn man sich erst einmal kennen lerne, könnten Spannungen zwischen Homosexuellen und Einwanderern abgebaut werden, ist sich der 39-Jährige sicher.

Bei einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Studie der Universität Amsterdam wurde auch Slotervaart als besonders gefährliches Pflaster für Homosexuelle beschrieben. Demnach griffen vor allem junge Männer mit niedrigem Bildungsstand Schwule an (queer.de berichtete). Jugendliche mit Migrationshintergrund, die in der Regel aus ärmeren Familien kommen, waren dabei überdurchschnittlich oft Übergriffen auf Homosexuelle beteiligt. Das führte zu emotionsgeladenen Diskussionen in den holländischen Medien. (dk)

-w-

#1 Sven_
  • 20.04.2009, 15:55h
  • Recht hat der Mann!
    Nur der Dialog wird den Menschen beider Seiten zeigen, dass die anderen auch Menschen sind wie Du und ich.

    Es wird nicht leicht sein und man muss einiges aushalten, das gilt nicht nur für Schwule und Lesben, die sich darauf einlassen, sondern ebenso auf die Gegenüber aus den religiösen und/oder finanziell schlechter gestellten Gruppen.
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#2 Zenon
  • 20.04.2009, 15:57h
  • Herr Marcouch geht sogar noch weiter: Er plädiert dafür, Kriminelle ohne niederländischen Pass abschieben zu lassen. Dafür wird er von vielen Marrokkanern in Slotervaart gelobt, von anderen als Verräter bezeichnet. Was natürlich Unsinn ist, da Marcouch nie ein Krimineller war.
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#3 Benedictus
  • 20.04.2009, 16:16h
  • Öhm, sehr mutig. Das wäre so, als würde man den Karneval der Kulturen im tiefsten Brandenburg, in einer Gegend mit vielen Skinheads und am besten in einer Stadt wo ziemlich viele Rechts wählen, zelebrieren würde. Sehr mutig.
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