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- 21. April 2009 2 Min.
Nach arabischen Medienberichten foltern islamistische Milizen mutmaßliche Schwule brutal zu Tode: Sie kleben demnach den Anus ihrer Opfer zu und geben ihnen dann ein Getränk ein, das Durchfall erzeugt.
Diese Art der Folter führt zu einem qualvollen Tod. Sie wird "iranischer Kaugummi" genannt, weil dabei ein im Iran produzierter besonders starker Klebstoff verwendet wird. Das berichtet der in Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Sender Alarabiya. Er zitiert dabei eine irakische Menschenrechtsaktivistin. Filme von gefolterten Schwulen würde auf Video-Handys im Irak verbreitet.
In dem TV-Bericht heißt es ferner, dass in den vergangenen drei Wochen die Hetzjagd auf Schwule verstärkt worden sei. Schiitische Geistliche, aber auch einige Sunniten, hätten über Satellitenfernsehen die Todesstrafe für Homosexuelle befürwortet und Anhänger aufgefordert, diese zu vollstrecken.
Der Bericht kann derzeit nicht von unabhängigen Organisationen bestätigt werden. In den letzten Monaten gab es wiederholt Meldungen über die Verschlechterung der Menschenrechtssituation im Irak. Vor zwei Wochen hat das irakische Innenministerium bestätigt, dass sechs Männer wegen ihrer Homosexualität von Milizen hingerichtet worden seien (queer.de berichtete). Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat daraufhin Präsident Nuri al-Maliki aufgefordert, den Mord an Schwulen zu verhindern (queer.de berichtete). Al-Malikis Regierung hat allerdings nicht darauf reagiert. Statt dessen gibt es Berichte, dass sein Regime selbst Homosexuelle hinrichten lässt (queer.de berichtete).
Bis 2001 war Homosexualität im Irak de facto legal, dann erließ der damalige Diktator Saddam Hussein ein Verbot. Bei Wiederholungs-"Tätern" war die Todesstrafe möglich. Derzeit gibt es zwar kein ausdrückliches Homo-Verbot, allerdings können Schwule wegen "unsittlichem Verhalten" oder "Verbreitung von Krankheiten" belangt werden. (dk)















wieder zeigt sich die bestie in (einigen) menschen. es braucht nur die "richtigen" passenden umstände dafür dass "sie" rauskommt.