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https://queer.de/?10302
  • 21. April 2009 12 2 Min.

Der Staat Israel will mit einer internationalen PR-Kampagne vor allem in Europa für eine härtere Gangart gegen den Iran werben – und will dabei insbesondere auf die Menschenrechtsverletzungen der Mullahs gegen Schwule und Lesben hinweisen.

Die Aktion wird vom Außenministerium organisiert. Dafür ist bereits ein Budget von acht Millionen Schekel (1,5 Millionen Euro) bereitgestellt worden. "Wir müssen die Grundlage in der Welt – und besonders in Europa – dafür legen, weitere Schritte gegen den Iran einzuleiten, insbesondere im wirtschaftlichen Bereich", erklärte ein politischer Insider gegenüber der Zeitung "Haaretz". Dabei sollten auch auf Menschenrechtsverletzungen des Iran hingewiesen werden. Dies sei ein wichtiges Argument für Leute, die die nukleare Gefahr aus dem Iran als eher gering einschätzten.

Dem Plan zufolge sollen internationale Homo-Aktivisten in die Kampagne gegen das Mullah-Reich eingebunden werden. Dabei wolle man besonders darauf hinweisen, dass im Iran die Todesstrafe für Schwule existiere und Israel das einzige Land in der Region sei, in denen sich Homosexuelle frei entfalten könnten.

Der neue israelische Premierminister Benjamin Netanjahu will eine härtere Gangart gegenüber Iran einlegen. Anders als die USA und Europa sehe die Regierung wenig Erfolgschancen für diplomatische Verhandlungen mit Teheran über das Atomprogramm, erklärte "Haaretz".

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat auf der Genfer UN-Antirassismuskonferenz am Wochenende den Israelis "barbarischen Rassismus" vorgeworfen. Die Konferenz wurde von vielen westlichen Ländern – auch Deutschland und den USA – wegen der Teilnahme des Holocaust-Leugners boykottiert. 2007 hatte Ahmadinedschad den Iran noch für "schwulenfrei" erklärt (queer.de berichtete), relativierte später aber diese Aussage. (dk)

-w-

#1 VolumePro
  • 21.04.2009, 18:20hMönchengladbach
  • Das erste Mal in meinem Leben, dass Israel mir sympathisch vorkommt.
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#2 gazastreifenhörnchenAnonym
  • 21.04.2009, 18:31h
  • Antwort auf #1 von VolumePro
  • ja, gell ?!
    Dass aber Israel, anders als andere westliche Staaten, noch nie auch nur einem einzigen arabischen Schwulen Asyl gewährt hat, ja dass der israelische Folter-Geheimdienst Shin Bet palästinensische Schwule regelmäßig in Todesgefahr bringt, indem er sie zur Kollaboration erpresst, wird da mal schnell unter den Teppich gekehrt. Zitat Economist:

    But despite relatively progressive laws, says Yoav Sivan, a young Israeli gay activist, Israel’s liberalism is more selective than its politicians make out. Over the past 12 years some 60 gay Palestinians have asked the Aguda for help getting asylum because their lives are in danger back home. Hardly a flood—but Israel has not granted one request. Nor will it give residence permits to those with steady Israeli partners, as it routinely does to its citizens’ same-sex partners from other countries. At best, says the Aguda, it lets the Palestinians stay a while to seek refuge elsewhere.

    […]

    Israel does give asylum to Palestinians whose lives are at risk—for collaborating with Israel’s Shin Bet intelligence service. And sometimes the Shin Bet blackmails gay Palestinians into working for it by threatening to expose them—as does Palestinian intelligence, for that matter. So Palestinians known to be gay are invariably suspected of being collaborators too—which puts them in even greater danger.

    www.economist.com/world/mideast-africa/displaystory.cfm?stor
    y_id=9304285


    mit einem faschisten, wie liebermann, an der seite wird merkel zu
    rosa luxemburg....
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#3 Nicht ohne meine VorhautAnonym
  • 21.04.2009, 19:26h
  • Nach Feldmaus zu Feldmaus, Hausmaus zu Hausmaus und der Wolf zur Wölfin...

    nun das...

    ..Israeli, Araber, will mit seiner Frau bei sich in Israel wohnen. Die Sache ist anhängig am
    Obersten Gerichtshof.

    Topjuristen aus dem Inneren des Zionismus reichten nuneinen Schriftsatz ein:

    "„Der Staat Israel befindet sich mit dem palästinensischen Volk im Krieg, Volk gegen Volk, Kollektiv gegen Kollektiv.“

    MAN SOLLTE diesen Satz mehrfach lesen, um seine volle Auswirkung zu begreifen. Das ist kein Satz, der einem Politiker versehentlich aus dem Munde rutschte und mit seinem Atem verschwand – es ist ein Satz, der von vorsichtigen Juristen geschrieben wurde, die jeden Buchstaben auf die Goldwaage legen.

    Ausweitung der Kampfzone, rund um den Erdball..

    zmag.de/artikel/ein-juristisches-dokument

    Ob das auch für Schwule gilt ?

    bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Ich-bin-einem-is
    raelischen-PRKonzert-ausgesetzt/story/17261231
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