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- 22. April 2009 2 Min.
Die Technische Universität Cottbus hat den CSD-Organisatoren untersagt, auf dem Campus die Regenbogenfahne zu hissen.
Die studentischen Vereinigungen hatten die Hissung der Fahne anlässlich des TU-Zukunftstags am Donnerstag geplant. Am Samstag findet dann der CSD in Cottbus statt. Uni-Präsident Walther Zimmerli erklärte jedoch, dass das "Flaggenhissen als eine nicht sehr sinnvolle und insbesondere nicht nachhaltige Art erscheint, sich mit dem Problem von Diversity zu befassen". Die Uni engagiere sich lieber in anderen Projekten.
Uni-Kanzler Wolfgang Schröder hatte zuvor in einem Schreiben an die Aids-Hilfe, die bereits im März wegen der Beflaggung angefragt hatte, auf das Hausrecht der Universität hingewiesen und erklärt, dass die Fahnenmasten "ausschließlich für offizielle Beflaggungen" vorgesehen seien. Außerdem befürchtet er massenhafte Anfrage von anderen Gruppen. Dabei verwies er auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, "wonach ähnlichen Begehren anderer Organisationen, die gesellschaftspolitische oder weltanschauliche Ziele vertreten, auch stattzugeben wäre".
Schon im vergangenen Jahr kam es in Brandenburg zu Auseinandersetzungen um die Regenbogenfahne. Damals verbot die Uni Potsdam zunächst ebenfalls die Beflaggung (queer.de berichtete). Als Aktivisten diese jedoch trotzdem aufhängten, tolerierte die Uni-Leitung ausdrücklich das umstrittene Stück Stoff (queer.de berichtete).
In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Streitfällen um die Beflaggung. Im Vorjahr sorgte es für Aufsehen, als Prenzlaus Bürgermeister Hans-Peter Moser (Linke) und sein Templiner Amtskollege Ulrich Schoeneich (parteilos) die Beflaggung zur traditionellen LesBiSchwulen Tour durch Brandenburg untersagten (queer.de berichtete). Im Jahr zuvor kam es zu Protesten gegen die CDU-Bürgermeisterin von Berlin-Reinickendorf, Marlies Wanjura (queer.de berichtete). Sie fürchtete wie Uni-Kanzler Schröder eine Flaggeninvasion und erklärte: "Was, wenn die NPD käme und auch eine Fahne hissen möchte." In so gut wie allen anderen Stadtteilen gab es mit dem Hissen von Regenbogenfahnen jedoch keine Widerstände. (dk)
Die CSD-Organisatoren rufen dazu auf, bei der Uni-Leitung gegen das Beflaggungsverbot zu protestieren. E-Mails bitte an Präsident Walther Ch. Zimmerli (praesident@tu-cottbus.de) oder Kanzler Wolfgang Schröder (kanzler@tu-cottbus.de) richten.














