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- 22. April 2009 1 Min.
In den USA hat erneut ein elfjähriger Junge Selbstmord begangen, weil er in der Schule als "Schwuchtel" beschimpft worden war.
Der Fünftklässler Jaheem tötete sich am vergangenen Donnerstag in einem kleinen Ort im Landkreis DeKalb (US-Bundesstaat Georgia). Er schlich sich am Nachmittag heimlich in sein Zimmer und erhängte sich mit einem Gürtel. Seine zehnjährige Schwester entdeckte den leblosen Körper des Jungen. Ein Freund der Familie erklärte gegenüber den Lokalmedien, dass sie versucht hatte, ihren Bruder zu halten, um den Druck um seinen Hals zu verringern. Der Notarzt konnte aber nur noch den Tod des Elfjährigen feststellen.
Die Angehörigen Jaheems hätten gewusst, dass er Probleme mit Mitschülern gehabt habe. Das Ausmaß sei aber niemandem klar gewesen. "Sie haben ihn einen Schwulen und einen Verräter genannt", erklärte sein Stiefvater. "Das lief schon lange so." Erst vergangene Woche habe er aber gesagt, dass ihn Mitschüler verprügeln wollen und er deshalb Angst habe, in die Schule zu gehen.
Jaheem wurde am Dienstag beigesetzt.
Bereits vor wenigen Tagen sorgte der Selbstmord eines Elfjährigen aus Massachusetts für Schlagzeilen (queer.de berichtete). Auch er war in der Schule gehänselt und als schwul bezeichnet worden. (dk)














