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- 23. April 2009 2 Min.
Ab Freitag wird bei Timm gecastet: Der schwule TV-Sender strahlt mit "RuPaul’s Drag Race" die sehr unterhaltsame Suche nach "America’s Next Drag Superstar" aus.
Von Dennis Klein
In den USA herrscht wie hierzulande Casting-Fieber. Weil Models, Sänger und Tänzer schon in mehreren Staffeln gesucht und gefunden wurden, suchte der Homo-Sender Logo nach einem neuen, schwulen Dreh – und fand RuPaul, ihres Zeichens bekannteste Drag Queen der Welt. Sie sollte ihre eigene Nachfolgerin suchen. Als Preis winken 20.000 Dollar sowie Sponsorenverträge mit Absolut Wodka und anderen Firmen. Außerdem kann die Siegerin als Drag-Superstar an der CSD-Tour durch Amerika teilnehmen. Die neun Folgen der Show liefen im Februar und März auf Logo so erfolgreich, dass bereits Kandidatinnen für eine zweite Staffel gesucht werden.
Wie sieht die perfekte Drag Queen aus? Man sei auf der Suche nach "Charisma, Einzigartigkeit, Nerven und Talent", bläut Queen RuPaul ihren Kandidatinnen ein. Und diese Qualitäten müssen die neun auserwählten Schönheiten beweisen: Einmal dürfen sie sich mit heißen Männermodels auf der Motorhaube räkeln, dann müssen sie mit Stofffetzen und Accessoires aus dem Ein-Dollar-Laden ein Outfit zusammenstellen oder auch Kampflesben aufhübschen.
RuPaul nimmt dabei eine Doppelrolle ein: Als Mann gibt er seinen Mädels Tipps, baut sie auf und schlichtet auch mal den einen oder anderen Zickenkrieg. Als Frau in ausgefallenen Kleidern wird er zur Richterin: RuPaul allein entscheidet, wer es in die nächste Runde schafft und wer ausscheidet. Zwar gibt es andere Juroren – diese können aber lediglich Empfehlungen aussprechen.
Wer Casting-Shows mag, wird "RuPaul’s Drag Race" lieben. Und selbst wer DSDS und Co. eigentlich verabscheut, wird sich dem Charme der Sendung nur schwer entziehen können. Auch hier gibt es die übliche Mischung aus Drama und Comedy, aber immer mit einem Augenzwinkern. Was die Sendung unterscheidet, ist der Respekt, mit dem RuPaul trotz des Formates ihre Kandidatinnen behandelt.
Und die engagierte Moderatorin weist auch nicht selten auf die historische Bedeutung der Drag Queens hin. Immerhin hat bei den Stonewall-Krawallen 1969 ein Mann im Fummel den ersten Stein in Richtung Polizei geworfen. Ohne die Drag Queens wäre das schwule Leben heute also noch viel rauer. Und das "Drag Race" will dafür sorgen, dass die glamouröse Sippe nicht ausstirbt.
"RuPaul’s Drag Race" (OmU), freitags um 20:15 Uhr bei Timm.
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» Queer.de-Interview mit RuPaul (27.03.09)
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ich hoffe auf tunten, transen, trinen, - drama, exalthiertheit , witz und ironie.
man sieht leider so selten richtig gute drag queens im fernsehen.
(oft tarnen sich die tunten heutzutage mit abercrombie, mister b oder dolce & gabana......)