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Kommentare zu:
Homo-Heiler-Kongress: Geis wirft Beck "totalitäre Anwandlungen"


#41 The RisingAnonym
  • 28.04.2009, 19:11h
  • Antwort auf #40 von Randy
  • Eine überwiegend zutreffende Analyse, ABER: Für die unter jungen Menschen stark zunehmende Schwulenfeindlichkeit, die massiven Gruppenzwänge und Unfreiheiten (!) in ihren Peer Groups etc. sind - das sollte man sich, wenn man gesellschaftlichen Fortschritt effektiv erreichen will, sehr deutlich bewusst machen - Kirche und Religion nur von geringer Bedeutung. Die kommerziellen Massenmedien und ihre aggressiv heteronormativen Botschaften sowie eine Sexual"aufklärung" und Erziehung, die Homosexualität nahezu vollständig ausgrenzen und in keiner Weise angemessen gegen Homophobie (oder überhaupt gegen Xenophobie) vorgehen, scheinen mir in diesem Zusammenhang die sehr viel wichtigeren Handlungsfelder zu sein, denen wir uns endlich aktiv zuwenden müssen. Dass gleichzeitig mit ganzer Kraft für eine strikte Trennung von Kirche und Staat gekämpft werden muss, ist eine demokratische Selbstverständlichkeit (siehe u.a. die aktuelle Debatte über Religionsunterricht in den Schulen, in deren Rahmen die vernünftigen Ost-Berliner einen Rückfall ins Mittelalter für unsere Bundeshauptstadt gerade noch verhindert haben).
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#42 remixbebAnonym
  • 28.04.2009, 19:13h
  • ist denn der Typ immer noch dabei?? Der hat doch schon ´93 dafür gesorgt, dass Madonnas "Girlie Show" nicht nach Deutschland kommt! (ich weiß, ich weiß). Manche lernen´s eben nie.. Antworten » | Direktlink »
#43 KonstantinEhemaliges Profil
  • 28.04.2009, 19:18h
  • Antwort auf #36 von Kristian
  • "Religiosität verleiht meinem Leben Sinn und Tiefe"
    Sehr traurig, wenn du sonst nichts hast, das deinem Leben Sinn verleiht. Aber das bestätigt wieder einmal meine Theorie, dass alle religiösen Menschen im Grunde ihrer Seele arme Pfannen sind, die sonst nichts haben.
    UND: Religion in Kontrast zu Szenekneipen zu setzen ist vällig naiv! Es gibt immerhin auch zwischenstadien. Und wenn man in die Szene geht, heisst es noch lange nicht, dass man darin auch untergeht oder jede Nacht im Sling hängt.
    Erschreckend, dass sogar Schwule (wie du) so stigmatisierend denken. Aber das ist halt das Problem der Christen. Zu dumm zum selber denken.
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#44 RandyProfil
  • 28.04.2009, 20:42hFrankfurt/Main
  • Antwort auf #41 von The Rising
  • Stimme Dir zu! - Die Forderung nach Toleranz und Integration Homosexueller ist einfach unehrlich, wenn man sich die Frage stellt, warum ein Lebenspartnerschaftsgesetz existiert, dessen Vorschriften ausschliesslich auf das Eherecht verweisen, während das Thema Homo-oder Bisexualität in den Lehrplänen der Schulen nicht zu finden sind? Es geht ja keineswegs darum jemanden zu bekehren was angesichts einer stark biologischen Komponente wenig erfolgreich wäre, sondern schlicht und einfach um Aufklärung und die Förderung vernunftorientierten Denkens und nicht um hohlen nachplappern liberaler Phrasen.
    Es dürfte ja bekannt sein, dass es für schwule Jugendliche sehr schwer sein kann, zu ihrem Schwulsein zu stehen - und wenn, dann machen die Mitschüler ihnen oft das Leben zur Hölle.
    Fast jeder Mensch wächst in einer Umgebung auf, in der heterosexuelles Verhalten die Norm ist. Das ist das "normale" übliche und in jenem Sinne das gewünschte und gesellschaftlich gebilligte ,"gute" Verhalten. Schwules Verhalten dagegen gilt vielen Heteros immer noch als krankhaft oder pervers und "schlecht" oder "böse", weil es eben nicht dem Verhalten gesellschaftlicher Normen entspricht .
    In der Tat ist das Feld des handelns "denen wir uns endlich aktiv zuwenden müssen" schwer zu bearbeiten.
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#45 Tim_ChrisProfil
  • 28.04.2009, 21:11hBremen
  • Antwort auf #41 von The Rising
  • "in ihren Peer Groups etc. sind [...] Kirche und Religion nur von geringer Bedeutung. Die kommerziellen Massenmedien und ihre aggressiv heteronormativen Botschaften [...] scheinen mir in diesem Zusammenhang die sehr viel wichtigeren Handlungsfelder zu sein, denen wir uns endlich aktiv zuwenden müssen."

    Nach welcher Indoktrination richten die sich wohl? Wer hat denen diese Moral, diese Heteronorm und Homophobie wohl anerzogen? Du wirst das eine NIEMALS ohne das andere erreichen und so lange die Religion noch immer einen so großen Einfluss auf die Gesellschaft nehmen darf, ohne das irgendwer denen mal effektiv das Maul verbietet und sie von jedweder politischen und rechtlichen Involvierung abhält, und so lange solche Sekten noch immer staatlich unterstützt, gefördert und mit Ausnahmegenehmigungen und besonderem Schutz versehen werden, so lange wird sich auch in den Köpfen der Massenmedienmachern und -Konsumenten nichts ändern.
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#46 nino89
  • 28.04.2009, 21:47h
  • Also solche Leute sollten sich eher einer Therapie unterziehen. Homophobie ist schließlich eine anerkannte Störung des Primärgehirnes ;)

    Nein, also echt, solche Leute...er scheint anscheinend nicht zu wissen, dass es Zeiten gab, in denen Lesbischwule als krank galten und nicht ihre Freiheiten ausleben konnten. Wenn er diese Zeiten wieder möchte,in denen Elektroschocks und Hormonpillen gegen Homosexualität helfen sollten, soll er es doch gleich sagen. Durch solche A%$(§?"*# wird die Akzeptanz, die bisher erkämpft worden ist, wieder zu nichte gemacht wird.

    So einen hätte ich nicht mal der CDU zugetraut, aber anscheinend gibt es genug solcher homophoben und unaufgeklärten CDU'ler. Ich möchte die genaue Anzahl gar nicht wissen.
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#47 Mister_Jackpot
  • 28.04.2009, 22:02h
  • Antwort auf #36 von Kristian
  • Dein Zitat: "Auch gleichzeitig schwul zu sein und katholisch geht"

    Und genau das geht eben nicht, rein aus logischen Gründen. Eine Religion, die mich als Person ablehnt, dieser kann ich nicht angehören. Alles andere wäre Selbstverleugnung.

    Und nur weil man nicht gläubig ist verliert man sich auch nicht unbedingt im bösen bösen "schwulen Nachtleben", wie du es ausdrückst. Das ist ganz einfach Unsinn. Ich bin auch kein Freund der Szene, aber das ändert nichts an meiner kritischen Haltung gegenüber der christlichen Kirche und hat hiermit gar nichts zu tun. Ich verstehe auch nicht wie konservative immer diesen unsinnigen Zusammenhang herstellen können. Das ist reines Schwarz-Weiss Denken und daher auch sehr realitätsfremd, weil es die Schattierungen des Lebens ausser Acht lässt, zu der übrigens auch maßgeblich Sexualität gehört. Das leugnet die Kirche aber verhement, obwohl es zur menschlichen Natur gehört Sex zu haben und zwar egal mit welchem Geschlecht. Ich kann das Gelaber von konservativen über den angeblich so promisken schwulen Mann, der jeden zweiten Tag in den Darkroom rennt, nämlich bald nicht mehr hören!
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#48 QueenMargrethe
#49 The RisingAnonym
  • 29.04.2009, 11:42h
  • Antwort auf #45 von Tim_Chris
  • Lieber @Tim-Chris, wenn du der Meinung bist, dass MTV, Viva, RTL und Co. ihre aggressiv heteronormativen und heterosexistischen Programme im Namen von Kirche und Religion und produzieren, dass der homophobe und vor allem schwulenfeindliche Müll, den heute schon Frühpubertierende in ihren Köpfen haben und den sie lautstark kommunizieren, in erster Linie durch Kirche und Religion dort hineinkommt, dann verkennst du nach meiner Überzeugung die Wirkungszusammenhänge in unserer Gesellschaft. Selbstverständlich muss homofeindliche Propaganda von Kirchen und anderen religiösen Sekten bekämpft und gesetzlich als Hassrede geächtet werden, aber für die in den letzten Jahren wieder deutlich erstarkende Heteronormativität und insbesondere Schwulenfeindlichkeit gerade unter jungen Menschen spielen Kirche und Co. eine untergeordnete Rolle. Da sollten wir uns nicht schon wieder mit oberflächlichen Erklärungen und "Rezepten" verzetteln - wenn auch das Feindbild Papst und Kirche so schön einfach ist (ebenso wie es der angebliche Allheilsbringer "Lebenspartnerschaft"/Homo-Ehe war und in vielen Köpfen der Community immer noch ist, der aber die Negativentwicklung vor allem dort, wo sich die Gesellschaft von morgen entscheidet, in keiner Weise verhindert hat und auch weiterhin nicht verhindern wird).
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#50 Tim_ChrisProfil
  • 29.04.2009, 12:43hBremen
  • Antwort auf #49 von The Rising
  • "Lieber @Tim-Chris, wenn du der Meinung bist, dass MTV, Viva, RTL und Co. ihre aggressiv heteronormativen und heterosexistischen Programme im Namen von Kirche und Religion und produzieren [...] dann verkennst du nach meiner Überzeugung die Wirkungszusammenhänge in unserer Gesellschaft."

    Sicher nicht im Namen der Kirche, aber da frage ich dich mal ganz banal: wer hat die xenophobe und homophobe Moral, die Heterogesellschaftsnorm denn erfunden, die den Babys bereits mit der Muttermilch eingepflanzt wird? Dazu braucht es keine Sender wie MTV, Viva und Co.

    Sicher wird die Moral durch solche Sender aufrecht erhalten und verstärkt, das bestreite ich gar nicht, aber die haben diese Moral nicht erfunden, sie spiegeln nur das wieder, was die Gesellschaft sehen will, und deren moralische Wurzeln basieren nun mal auf der hiesigen Kultur die nun mal einzig durch die Kirche geprägt wurde. Denn Xenophobie und Homophobie sind eine Erfindung der Religionen.

    Und so lange die Kirche nicht endlich entstaatlicht wird, ihren Einfluss auf politisches Geschehen und ihre staatliche Förderung, Zuspruch und Ausnahmeregelungen entzogen bekommt und in ihre Schranken verwiesen wird, man vor Gericht und bei Amtseinführung noch immer auf das meistverkaufte Märchenbuch der Welt schwört oder solche Torfköppe wie Geis mit ihrem Religionsfanatismus in der Politik mitmischen dürfen, so lange wird sich in den Köpfen der Gesellschaft auch nichts ändern und so lange werden Sender wie MTV, Viva und Co. auch weiterhin homophoben Müll senden, den die Gesellschaft mit Lachen und Beifall sieht.
    Und selbst wenn die Kirche vom Staat getrennt und als reine Privatvereinigung angesehen wird, wird es ein Prozess sein, der Jaaaahre dauert, ehe sich das Bewusstsein innerhalb der Gesellschaft entsprechend geändert haben wird. Wenn du Glück hast, wirst du es vielleicht sogar noch mitbekommen. Ich allerdings sicher nicht mehr.
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