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- 28. April 2009 2 Min.
Schauspieler Robert Carlyle erklärte, dass seine Figur in "Trainspotting" versteckt schwul gewesen sei, obwohl es sich dabei auf den ersten Blick um die Klischeevorstellung eines Machos handelte.
Carlyle spielte den psychopatischen Alkoholiker Francis Begbie. Das erklärte der 48-jährige Schotte auf der Website der britischen Filmakademie BAFTA. Er sei sich der Homosexualität seiner Figur sicher gewesen, nachdem er eine Szene gelesen hatte, in der Begbie einer Transsexuellen begegnet: "Er hat diese Transsexuelle in einem Nachtclub aufgegabelt und es gibt eine Szene, in der er seine Hände zwischen deren Hosen steckt und das Geheimnis entdeckt", so Carlyle. "Warum tötet er diese Person nicht einfach? Er tötet doch jeden andere, warum das nicht? Er kriegt Angst und flüchtet." Stattdessen droht er anderen Gewalt an, die ihn an die Szene erinnern. "Das ist interessant und verrät einiges", erklärte Carlyle weiter.
Er glaubt, dass Begbie mit seinen gewalttätigen Aktionen seine eigene Homosexualität verschleiern will. Regisseur Danny Boyle habe sogar gefordert, dass Begbie schwul dargestellt werden solle.
Autor Irvine Welsh, der den Roman "Trainspotting" 1993 geschrieben hatte, erklärte, dass der Begbie des Films schwuler gewesen sei als in seinem Buch. Darin hätten andere Figuren über Begbies Sexualität spekuliert, aber lediglich, um den Brutalo harmloser erscheinen zu lassen. Im Drehbuch sei das dann etwas abgeändert worden. "Das ist eine typische Mittelklasse-Ansicht: Der harte Proletarier ist heimlich schwul", so Welsh. (dk)
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