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- 28. April 2009 1 Min.
Burundi hat nach monatelangen Auseinandersetzungen jetzt ein Verbot von Homosexualität ausgesprochen – erstmals in der Geschichte des ostafrikanischen Landes werden Schwule damit direkt vom Staat verfolgt und mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bedroht.
Präsident Pierre Nkurunziza hat das Gesetz bereits am 22. April heimlich unterzeichnet. Es war zuvor zwar vom Senat abgelehnt worden (queer.de berichtete). Danach kam es aber zu Massenprotesten gegen Homo-Rechte. Oppositionelle erklärten, diese Proteste seien von Präsident Nkurunziza organisiert worden (queer.de berichtete). Nkurunziza beschreibt sich selbst als wiedergeborenen Christen und leitet aus seiner Religion die Ablehnung von Homosexualität ab. Danach überstimmte die andere Parlamentskammer den Senat und Nkurunziza unterschrieb das Gesetz gleich im Anschluss.
Internationale Menschenrechtsorganisationen kritisierten das Homo-Verbot scharf. In einer gemeinsamen Erklärung forderten Amnesty International und 60 anderen Gruppen das Land auf, die Gesetze noch einmal zu überdenken. Es schränke das Recht auf Privatsphäre und den Schutz vor Diskriminierung ein – zwei Ideale, die in der burundischen Verfassung festgehalten werden würden.
Bereits zuvor war die Homo-Ehe in dem überwiegend katholischen Neun-Millionen-Einwohner-Land verboten worden. Außerdem gibt es "Moralgesetze", die auch auf homosexuelles Verhalten angewendet werden können. (dk)













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