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Kommentare zu:
Thailand: Kurs für tuckige Mönche


#1 GayUserAnonym
  • 29.04.2009, 11:36h
  • ... scheint ja auch dringend notwendig, wo doch jeder Schwule weiß, rosa Handtäschen korrespondieren nicht mit orangenen Roben...
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#2 userAnonym
  • 29.04.2009, 12:29h
  • Da stimme ich zu.
    Wenn sie rumv*geln wollen, sollen sie kein Keuschheitsgelübte ablegen. Und wenn sie modisch rumlaufen wollen kein Armutsgelübte.

    Das ist ja als würde man als Vegetarier eine Metzgerlehre machen.
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#3 wubbelAnonym
#4 Theisentheis
  • 30.04.2009, 00:34h
  • Hm...so still hier. Was is los?

    He, Buddhismus is auch ne Religion. Wo bleiben die empörten Proteste? Leibfeindlichkeit! Oder nicht?

    Oder gilt hier: "naja, sind ja nicht alle Buddhisten so. Die meisten sind ja ganz freundlich"? (was ja meinem Eindruck nach tatsächlich so zu sein scheint).

    Oder wird schlicht mit zweierlei Maß gemessen?

    Mei, mei. Wenn die Überschrift - Österreich: Kurs für tuckige Priester - gewesen wäre, dann aber. Schwups: mindestens 50 Kommentare. Oder noch besser: "Türkei: Kurs für tuckige Koranschüler". Ja, da wüssten dann einige hier über EU-Beitritt und hinterweltlerische Türken und dergleichen zu sinnieren. Und - nicht zu vergessen - über sogenannte "Gutmenschen" und "politische Korrektheit" natürlich auch.

    So aber nickt man freundlich wohlwollend einen Scherz ab und weist noch darauf hin, dass die Junx ja selbst schuld seien, wenn sie ein Gelübde ablegen. Und die Welt ist in Ordnung.
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#5 alexander
  • 30.04.2009, 01:57h
  • # 4.
    fehlt dir dein feetback ?

    (machen doch alle ganz geschickt hier, oder kennst du dich mit den "gepflogenheiten", ausser in den von dir erwähnten territorien aus ?)

    bis auf die kunststoffsessel ist die welt, buddha sei dank, noch sehr verschieden.
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#6 KonstantinEhemaliges Profil
#7 AntichristProfil
  • 30.04.2009, 06:59hHH
  • Antwort auf #4 von Theisentheis
  • Dafür ein fettes Rot von mir. Aber da ich ein netter Mensch bin, werde ich dir den Unterschied (oder das zweierlei Maß, mit dem hier gemessen wird ) sogar erklären, damit auch du es verstehst. Wenn du in einem Sportverein bist bei dem die Spieler im blauen Shirt sowie blau/weißer Sporthose spielen, dann würdest du als Spieler genauso gerügt werden wenn du zum Spiel plötzlich ein rosafarbenes Muscleshirt nebst rosafarbenem Tutu über dem Sportdress trägst.
    Aber von berechtigter Kleiderordnung oder repräsentativem Auftreten scheinst du ja noch nichts gehört zu haben.
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#8 Theisentheis
  • 30.04.2009, 12:37h
  • Antwort auf #6 von Konstantin
  • "Buddhismus is auch ne Religion." Ist es nicht! Buddhismus ist eine antitotalitäre Lehre!

    Der Buddhismus ist eine Religion, sowohl nach dem substanzialistischen wie auch nach dem funktionalistischen Religionsbegriff, wie sie die Religionswissenschaft herausgearbeitet haben (siehe Wikipedia Artikel: "Religionsdefinition"). Das Wort "Religion", wie die Religionswissenschaft, wie auch die Systematisierung von Religionen und Weltanschauungen sind abendländisch geprägt und daher nicht unproblematisch auf andere Kulturen anzuwenden. Wer aber schon einmal in Asien dem Buddhismus begegnet ist, würde das, was er dort erlebt hat ebenso wie die Relgionswissenschaft so beschreiben: der Buddhismus ist eine Religion.

    Im übrigen ist es eine typisch westliche Sichtweise, dass der Buddhismus keine Religion sei: "Während der Buddhismus zu den Weltreligionen gezählt wird, gibt es !insbesondere! im Westen Buddhisten, die sich als solche nicht für Anhänger einer Religion !halten!. Sie betrachten den Buddhismus als Weisheitslehre und Philosophie, die mit unterschiedlichen religiösen Bekenntnissen oder weltanschaulichen Überzeugungen vereinbar sei." (auch Wiki "Buddhismus").

    Das ist vielmehr dem modernen westlichen Synkretismus geschuldet, auf dem Hintergrund einer ablehnenden Haltung gegenüber theistischen Religionen, als dass diese Sichtweise einen objektiven Beitrag zur Beschreibung dessen taugen würde, was Buddhismus in Asien seinem Wesen nach tatsächlich ist: eine Religion, wenn auch keine theistische. Und das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ist der Stand der modernen Religionswissenschaft.

    Über Wertungen habe ich nichts gesagt. Die Wertung: Religion = schlecht und Buddhismus = nicht schlecht, daher keine Religion, legen andere hinein.
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#9 Theisentheis
  • 30.04.2009, 12:59h
  • Antwort auf #7 von Antichrist
  • @Antichrist:
    "damit auch du es verstehst" - Ich kann dir folgen. Du trägst in klaren und einfachen Worten eine einfache Sache vor.
    "Aber von berechtigter Kleiderordnung oder repräsentativem Auftreten scheinst du ja noch nichts gehört zu haben." - Darum gehts mir nicht. Aber lass es mich nochmal versuchen, damit auch du es verstehst.

    Es wird hier mit zweierlei Maß gemessen. Der Buddhismus - wie wohl fast jede große Relgion - hat in manchen Traditionen asketische Ausprägungen. Und für bestimmte Menschen - hier Mönche - klare Vorschriften. Wir respektieren das bei den Buddhisten selbstverständlich. Oder es ist uns egal, weil es uns nicht betrifft hier in Europa. Oder wir nehmen nur an, was uns gefällt aus dem fernen Osten und gliedern es in unsere anderen Traditionsstücke ein (moderner Synkretismus). Auf jeden Fall ist es für uns kein Aufreger. Hauptgrund: wir differenzieren.

    Zum Beispiel weist "wubbel" im Kommentar #3 sofort darauf hin, dass es im Buddhismus unterschiedliche Traditionen gibt. In einer scheint es kein Keuschheits- oder Armutsgelübte zu geben. Er schließt aber gleich von dieser Tradition auf den gesamten Buddhismus, wohl in apologetischer Absicht. Laut "Queer.de" Bericht, wurde aber unter anderem das unzüchtige Leben der Jungmönche beanstandet. Demnach siehts so aus, als gebe es durchaus auch buddhistische Traditionen mit Vorschriften, die ins Sexualleben der Mönche eingreifen. Für mich alles in Ordnung und kein Problem.

    Wenn hier aber "Gerd" darauf hinweist, dass es innerhalb des Christentums erhebliche Unterschiede gibt und von Fall zu Fall darauf hinweist, dass das ein oder andere Urteil gegen das Christentum im Grunde nur auf eine bestimmte Tradition zutrifft, dann gibts hier einen riesen Aufstand. Wenn in diesem Bereich auch nur ansatzweise versucht wird, zu differenzieren, wird es gnadenlos niedergebügelt. Und damit hab ich ein Problem. Und zwar kein frommes Problem und auch kein religiöses Problem. Sondern ein prinzipielles Problem. Es ist schlicht unsachlich und die emsige Pflege eines völlig entstellten Feindbildes. Das ist mir unsympathisch, weil wir hier von Weltanschauungen reden, die Menschen haben. Und damit immer Menschen treffen - auch Millionen Menschen, auf die eure !zum Teil! berechtigte Kritik nicht zutrifft.

    Wenn hier zum Beispiel Kommentar #2 auch noch den "verirrten" Jungmönchen "Selbstschuld" vorwirft, sieht sich hier keiner genötigt seine Standardrede auszupacken, jeder solle doch so leben können, wie es im passt. Und das Ganze dann noch abschließend damit garnieren, dass Religionen ja was für Dumme und Unselbständige ist. Ja, ja....der Buddhismus ist ja keine Relgion, ist schon klar....
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
#11 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 30.04.2009, 13:54h
  • Antwort auf #9 von Theisentheis
  • Nun, ich würde ja sagen, es gibt keine Religion. Es ist richtig, der Buddhismus ist ein spirituelles Übungssystem wie Christentum, Islam, FSMismus, Bigmusclebearismus usw., der einem eine Möglichkeit aufzeigt sein Leben zu ordnen.
    Gegen Spiritualität spricht ja erstmal nichts (Mir persönlich ist jegliche Spiritualität tendenziell etwas unheimlich), es wird erst problematisch wenn ein spirituelles Übungssystem seine Regeln zur allgemeingültigen gesellschaftlichen Norm erklärt und anfängt zu missionieren, wie das beim Christentum und Islam eben sehr ausgeprägt der Fall ist. Genau das ist das Maß, an dem ich ein spirituelles Übungssystem messe.
    Den Buddhismus kenne ich zu wenig, ich weiß nicht wie dogmatisch und missionarisch er nun genau ist, vielleicht kannst du mich da aufklären. Vielleicht tritt er hier und da missionarisch auf, buddhistische Eltern neigen vielleicht dazu ihre Kinder zu indoktrinieren, das wäre für mich dann auch kritikwürdig. Nur, soweit ich das mitbekommen habe, ist das beim Buddhismus nicht so extrem der Fall wie beim Christentum und Islam. Wenn die buddhistischen Möche da in ihrem Tempel ihre merkwürdigen Sexregeln aufstellen, die nur da gelten, ist das für mich kein Problem, so wie auch die Sexregeln in einem christlichen Kloster mir am Arsch vorbei gehen. Nur, bei den Christen weiß ich ganz genau, dass sie es am liebsten hätten, ihre Regeln würden überall gelten und unternehmen auch alles mögliche ihre Regeln durchzusetzen. Sie sagen ja selbst, ihre Existenzberechtigung stützt sich auf die Mission, würden sie die Mission aufgeben, wären sie keine Christen mehr. Das kannst du sogar auf ekd.de nachlesen.
    Deshalb neige ich dazu, die Christen bei allem möglichen zu kritisieren, solange sie eben ihren allgemeingültigen, absoluten Wahrheitsanspruch aufrecht erhalten.
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#12 KonstantinEhemaliges Profil
#13 HannibalEhemaliges Profil
#14 moppelAnonym
#15 Theisentheis
  • 01.05.2009, 02:44h
  • Antwort auf #11 von SuperMario
  • @SuperMario:
    "es wird erst problematisch wenn ein spirituelles Übungssystem seine Regeln zur allgemeingültigen gesellschaftlichen Norm erklärt und anfängt zu missionieren" - die Meinung teile ich uneingeschränkt, geht mir auch gegen den Strich.

    Und ich kann dir leider nicht genauer erklären, inwiefern das auf den Buddhismus zutrifft - ich bin kein Buddhist und auch kein Experte für Buddhismus, aber sehr wohl ein Experte in Religionswissenschaft (zählt ein Studium hier was?). Bevor jetzt aber das Triumphgejohle von Seiten Konstandingens losgeht: mit dem Religionsbegriff und was darunter verstanden wird, kenn ich mich durch Studium und Beruf aus. Das ist zwar noch keine Garantie für "in diesem Punkt auf jeden Fall Recht haben". Aber sicher nicht weniger Grundlage für meine begründete Aussage "Buddhismus ist eine Religion" als für Konstandingens unbegründete Behauptung "Buddhismus ist keine Religion" (im übrigen @Konstandingens: hättest du meinen Abschnitt auch nur eine Zeile weiter zitiert, wäre dir die von mir angegebene Quellenangabe nicht verborgen geblieben. Ich kenne die Gepflogenheiten wissenschaftlichen Arbeitens).

    Und ich habe auf die Problematik des Begriffs "Religion" hingewiesen als relativierendes Moment: ja, es ist nicht unstrittig, ob der Buddhismus nun mit dem landläufigen (=laienhaft verstanden) deutschen Begriff "Religion" erfasst werden kann.

    Mir geht es überhaupt nicht um eine pauschale Christentumsverteidigung und auf keinen Fall um eine Verteidigung einer Großkirche und deren Ansichten. Daher sprach ich ja auch davon, dass Kritik in manchen, ja vielleicht sogar vielen, möglicherweisen zentralen Punkten des Christentums angebracht sei. Aber wer sich mit der protestantischen Theologie des 19. und 20. Jahrhunderts auseinandersetzt (nein, will ich nicht! wieso auch! zeitverschwendung! - schon klar), der wird feststellen, dass die meisten Kritikpunkte ganz alte und theologisch! (nicht religiös) längst aufgegebene Positionen sind. Als Beispiel sei nur die Theologie Dietrich Bonhoeffers angeführt (Stichwort "nichtreligiöse Interpretation" ect.). Anders gesagt: was hier gegen das Christentum hervorgebracht wird, ist sogar innerhalb der Theologie ein uralter Hut. Die Religionskritik, Nietzsche hin Feuerbach her, ist über 100 Jahre alt. Und beide Positionen teile ich in ihren stärksten Elementen von Herzen. In ihren polemischen und schwächsten Elementen lassen sie mich kalt, da sind sie so banal und platt und polemisch wie Foren-Kommentare.

    "Deshalb neige ich dazu, die Christen bei allem möglichen zu kritisieren, solange sie eben ihren allgemeingültigen, absoluten Wahrheitsanspruch aufrecht erhalten." - Ich stimme zu: der allgemeingültige, absolute Wahrheitsanspruch gekoppelt damit, diesen anderen Menschen mittels Mission zu indoktrinieren, ist uneingeschränkt abzulehnen. Für mich ist daraus aber keinesfalls die Konsequenz, "bei allem möglichen zu kritisieren", sondern "genau bei diesen Dingen". Und es ist auch so, dass dieser exklusivistische Alleingeltungsanspruch nicht mehr christlicher Lehre entspricht (nicht einmal für die katholische Kirche zutrifft - Quelle Vaticanum II "Nostra aetate" - dort eine inklusivistische Vorstellung...immernoch mäßig sympathisch, aber eben nicht exklusivistisch). Und vor allem: dieser Anspruch müsste nicht von Christen vertreten werden, um Christ zu sein und zu bleiben. Und wo er es wird und Mission in diesem Sinne verstanden wird, widerspreche ich. Wo aber nicht, seh ich dafür keinen Anlass.

    In aller Kürze: ich will gesprächsfähig bleiben, auch mit Christen. Kritisieren, was zu kritisieren ist und respektieren, was ich akzeptieren kann. Und das will ich, genau deshalb, weil ich einer unterdrückten und verachteten Minderheit angehöre und weiß, was Vorurteile, Pauschalisierungen, Feindbilder, Undifferenziertheit usw. bedeuten. Wir alle haben das schon erlebt und erleben es noch. Leider.
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#16 stromboliProfil
  • 01.05.2009, 09:55hberlin
  • Antwort auf #9 von Theisentheis
  • mit interesse deine ausführungen gelesen!
    Über den Synkretismus ( musste erst mal googeln...) kein zweifel, auch ich kenne den buddhismus nur aus der fernsehserie mit david carradine.
    Das wir uns die vorlagen der eigenen meinungsbildung selbst zurecht schustern, ist teil der diskussionskultur an der wir arbeiten müssen. Aber wie? Wenn gerd ( mein persöhnlich religöses unbehagen...) sich nicht entscheidet für eine wertfreie erziehung von heranwachsenden, bleibt die frage, welche ziele verfolgt er wirklich?! Selbiges gilt für religionsgemeinschaften. Da differenzieren wollen, gleicht der suche im heuhaufen; besser sich einen magneten besorgen, anstatt den heuhaufen wenden zu müßen. Warum das plädoyer für vereinfachung: eben weil sich in der komplexität, die übrigens von den herrschenden geschaffen wird, auch der versuch steckt , den suchenden zu verwirren, die wahrheitssuche , wenn schon nicht zu verhindern, so doch in eine genehme richtung zu drängen. Das ist schon immer sinn der theologischen auslegung gewesen.

    Wenn ich also die motive eines bishof huber zu durchleuchten suche, muß es mir nicht um dessen spiritualität oder theologische retorik gehen, ich muß und darf mich auf die unmittelbaren ziele konzentrieren, die dieser mann erreichen will. Deshalb auch die attaken! Es geht um den versuch religion in die gesellschaft zurück zu bringen, ihr einen "neuen" status als wertegrundlage zu geben. Dem ist nichts hin zu zu fügen, aber eine ganze menge entgegen zu setzen!
    Würde die diskussion darüber geführt, wie atheismus und religiösität eine ethische koexistenz führen können, könnte man andere ansätze praktizieren; so aber befinden wir uns sehr wohl in einem aufgezwungenen kulturkampf!
    Die theologische wandlungsfähigkeit ("Stichwort "nichtreligiöse Interpretation" ect.") ist mir beim betrachten der religionsgeschichte nicht einleuchtend: die grundsätzlöchen änderungen dienten immer der stützung des innerkirchlichen dogmas, selbst die reformation ist vor diesem hintergrung nur eine makulaturserscheinung die den inhalt anbetrifft!
    Warum also sollte ich auf einsichten vertrauen, die angeblich angeboten werden, seis uns gegen über (immer mit der eingrenzung sich der norm anzunähern!) , seis allgemein im patriarchalisch
    strukturieten denken...?
    Es geht deshalb nicht um Gerd-bashing, es geht um eingrenzung der streitpositionen, ansonsten wird man zugemüllt mit scheinangeboten!
    Vereinfacht gesagt: hinter jeder liberalen ansicht steckt auch der konservative kern! Überwindend denken, fordert andere voraussetzungen.
    Man muß auch wissen , auf welcher seite der barrikade man steht, um grenzen zu ziehen.
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#17 Theisentheis
#18 AntichristProfil
  • 05.05.2009, 07:21hHH
  • Antwort auf #9 von Theisentheis
  • @Theisentheis: Was willst du eigentlich? In diesem expliziten Fall geht es doch nicht darum, dass Buddhismus das Wesen ihrer Mönche unterdrückt oder eine gesellschaftsgültige Doktrin aufstellt, sondern lediglich darum, dass sie ihre Mönche bitten, in der Öffentlichkeit angemessen aufzutreten. Ich würde in einem solchen Fall selbst die Kirche verstehen, wenn sie ihre Priester entsprechend rügt, falls diese plötzlich auf die Idee kämen einen Tutu über dem Talar zu tragen oder Rosa Haarschleifchen, wobei man das noch damit rechtfertigen könnte, dass ihre Scheinheiligkeit ja ebenfalls rosa Schühchen trägt.
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#19 stromboliProfil
  • 05.05.2009, 09:14hberlin
  • Antwort auf #18 von Antichrist
  • "geht es doch nicht darum, dass Buddhismus das Wesen ihrer Mönche unterdrückt oder eine gesellschaftsgültige Doktrin aufstellt, sondern lediglich darum, dass sie ihre Mönche bitten, in der Öffentlichkeit angemessen aufzutreten. Ich würde in einem solchen Fall selbst die Kirche verstehen, wenn sie ihre Priester entsprechend rügt.."
    eine eigenartige wahrnehmung der dinge...:
    wenn eine gesellschaft (egal ob religiös/politisch/säkulär) eine einschränkende maßnahme als angemessen betrachtet, dann lässt das den schluß einer unterdrückung abweichenden verhaltens zu!
    Es wird einschränkung erwartet! Einschränkung aber ist unterdrückung von eigenen gefühlen,lebensbildern, die man umsetzen möchte. Allein schon die unterscheidung in angemessen und unangemessen ist eine eingrenzung! Wird denn der inhalt plötzlich nicht mehr vermittelbar, wenn der vermittelnde feminin daher kommt?

    Natürlich wird "wesen" unterdrückt, sollen sie sich doch rollenmuster aneignen, dass ihren eigenen WESEN nicht entspricht!
    Offensichtlich ist die globalisierung westlicher wertevorstellungen bereits so weit fortgeschritten, dass sie auch scheints unverdächtige religionen und kulturen vergiftet, wie wir schon am islam beobachten können/konnten. Wenigsten auf dieser basis schaffen sie sich ein gemeinsames fundament...
    .. wir sollten dabei nicht auch noch den stichwortgeber spielen!
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#20 AntichristProfil
  • 06.05.2009, 06:52hHH
  • Antwort auf #19 von stromboli
  • "Natürlich wird "wesen" unterdrückt, sollen sie sich doch rollenmuster aneignen, dass ihren eigenen WESEN nicht entspricht!"
    Stimmt schon, doch ist es in diesem Fall nicht anders, als die Unterdrückung JEDEN Arbeitsgebers gegenüber seiner Angestellten oder Arbeiter, der eine gewisse Kleiderordnung sowie Auftreten in der Öffentlichkeit vorschreibt. Etwas, das für bestimmte Berufszweige unabdingbar ist. Eine Krankenschwester darf auch nicht im Dienst Rockerkluft anziehen oder der Polizist sich Paletten an die Uniform tackern oder knatschbunte High Heels tragen.
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#21 stromboliProfil
  • 06.05.2009, 10:07hberlin
  • Antwort auf #20 von Antichrist
  • lach.. nun krankenschwestern in rockerkluft ist doch was für den liebhaber von s&m.

    Wenn ich den inhalt des artikels richtig verstehe geht es um die sichtbar werdung von : 1.abweichendem verhalten, hier die norm des abweichenden mannes..
    2.aufweichenung symbolhafter vorgaben ( farbe orange im spirtuellen eine besondere bedeutung zu kommt...)
    3.in öffentlichkeit praktizierten , was sonst hinter den klostermauern freigibig praktiziert wurde..

    Wenn globalisierung auch globalisierung von wertvorstellung ist, dann hier die der christlich/europäischen ursprungs, die sich aufmacht in die spirituellen werte fremder religionen einzusickern. Gewiss kein prozess unserer tage, da gibt es den Kolonialismus im übertragen sinne seit beginn freien warenhandels... .
    Aber gerade homosexualität, so wie er in der europäische/angelsächsichen kultur sich versteigerte hin zur phobie, ist ein zunehmend sichtbarer exportatikel geistiger unkultur geworden. Nicht umsonst spricht man mittlerweile gerne von westlicher dekadenz und unzucht. Dabei wird die eigen vorhandene homo-sexuelle kultur einer revision unterzogen; zu UNSEREN lasten!
    Weder die speziellen (sexuellen und genderspezifischen) freiheiten in asiatischen kulturen bleiben da aussen vor (siehe aktuelles aus thailand ...) noch die althergebrachten freundschaftsrituale ( die ebenso auch sexuelles mit einbezogen!) in der muslemischen kultur.
    Wir überziehen die welt mit einer neuen patina religiös motivierter sittlichkeit, die aber der jüdisch/christlichen ehtik entstammt.
    Arbeitswelt und öffentliche gesellschaft verschmelzen! Das "protestantische arbeitsethos" wird maß aller dinge für die, die im global-wettbewerb mithalten wollen.
    Und wie sich protestantische kasteiung mit z.B. shinto kultur verbindet, zeigt die arbeitskultur der japaner seit erzwungener wirtschaftsöffnung 1854 durch amerikas kriegsschiffe!
    Wie auch immer; in einer solchen welt der rationalisierung "aller kräfte" ist sexualität ein hemmnis wenn nicht sogar subversiv! Mit ein grund der dauernden reglementierung von sexualität im ganzen und der der homosexualität im besonderen; das sind kleine fluchtwelten, in die der kapitalistische denkapperat nicht oder nur bedingt vordringen kann/konnte.
    Gerade deshalb sollten wir die dynamik unserer andersartigkeit pflegen und hegen: als ausdruck persöhnlicher freiheit; eben zu wählen anders zu sein!

    Insofern wäre mir ein polizist in high heels (ab 9 cm aufwärts...) lieber als ein martialisch aufgerüsteter demopanzer auf zwei beinen...
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#22 AntichristProfil
  • 07.05.2009, 07:13hHH
  • Antwort auf #21 von stromboli
  • @stromb.: "Insofern wäre mir ein polizist in high heels (ab 9 cm aufwärts...) lieber als ein martialisch aufgerüsteter demopanzer auf zwei beinen..."
    Aber wie viel Respekt würde der sich bei den wirklich bösen Buben verschaffen, außer dass er dank 9cm Absätzen wesentlich größer wirkt? Es sei denn, er rammt sie ihm zur Bekräftigung seiner Worte in die Eier.
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#23 stromboliProfil
#24 fundsacheAnonym
#25 BuddhistAnonym
  • 16.07.2011, 23:10h
  • Kein Make-up oder rosa Handtäschchen zu tragen dürfen weder Mönche noch Nonnen und auch keine Novizen oder Novizinnen. Für homosexuell empfindende Novizen, die das Klosterleben auf sich nehmen um evtl. eine Schulausbildunge zu bekommen, gibt es keine Ausnahme. Wer als Mönch oder Novize leben will, schult sich in bestimmten Trainingsregeln, zu denen eben auch Enthaltsamkeit (asexueller Lebensmodus), Verzicht auf Schminken (auch kein Deo), schicke Kleidung und vieles mehr zählt. Wer auch nur einen sexuellen Kontakt mit Penetration eingeht ist automatisch kein Mönch mehr und muß die Robe ablegen. Will man Sex haben, soll man vorher aus dem Orden austreten und als normaler Gesellschaftsmensch leben. Man kann auch später wieder in den Orden eintreten - wenn man doch merkt das die Vorfreude größer war als dann das eigentlich Ersehnte. ACHTUNG Sex ist keine Sünde im Buddhism (egal ob homo oder hetero) -es ist nur eine Vorschrift für Mönche darauf zu verzichten - um sich ganz dem Erleuchtungsweg und der Meditation widmen zu können. Man muß sich entscheiden. Diese Regel birgt auch sexuellem Mißbrauch vor. Ältere Mönche würden sofort entrobt, falls dieser geschehen würde. Und es ist vom Regelwerk auch so, daß der Ordensauschluß automatisch und irreversibel eintritt. Erst im nächsten Leben kann man dann wieder Mönch werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#26 BuddhistAnonym

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