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Kommentare zu:
Kiss-Inn gegen Homofeind im Schwulen-Kiez


#21 dennkisstmal schön für den weltfriedenAnonym
  • 07.05.2009, 00:07h
  • Antwort auf #19 von Tomm
  • schwachsinn, eine aktion von doofen für doofe.
    darauf auch noch ernsthaft stolz zu sein, zeigt wie arm es mit dem selbstbewusstsein bestellt sein muss, wenn man sich daran aufgeilt, einem einzelnen gastwirt, der in seiner eigenen dämlichen eisdiele von mir aus bedienen kann wen er will, mit einem hysterischen mob mal zu zeigen, wo der hammer hängt. verleg´mal sone aktion nach neukölln, zu irgendeinem arabischen supermarkt, der fundi flyer gegen homos ausgelegt hat und dann warte mal ab, ob auch nur ein einziger dort seine nase zeigen würde, der hier jetzt das maul aufreißt. wie man sich von don alfredo erst als schwule sau bepöbeln und rumschubsen lassen kann, bloß um dann hinterher zur polizei zu rennen, anstatt ihm gleich direkt vor seine eisdiele zu kacken oder ihn auszulachen, ist mir sowieso ein echtes rätsel.

    mal ernsthaft. baut soetwas ein einziges vorurteil oder klischee ab? wem nutzt es, wenn der seine eisdiele schließen muss, wird er hinterher die homos wohl sympathischer finden? ruft sowas respekt im unbeteiligten zuschauer hervor oder eher sympathien mit dem einsamen eismann ? wie oft wird wohl am tag rassistisch innerhalb der schwulenszene diskriminiert in berlin, wonach komischerweise kein hahn kräht?

    das ist doch wieder mal ein typisches beispiel, deutsche schwule sind solche dermaßenen opfer, die können weder ihre angelegenheiten direkt vor ort von mann zu mann klären, noch wenigstens die eigene feigheit akzeptieren, wenn sie den schwanz eingezogen haben, rennen sie hinterher nämlich zur mama (hilfe polizei, beleidigung!) und wollen das szene SEK anmarschieren lassen. hallo?

    ich sehs schon direkt vor mir, der geht noch als held in die BZ ein, weil er´s alleine mit 150 aber heute mal so richtig mutigen schwulen kampfhennen aufgenommen hat. "Italienischer Eisdielenbesitzer musste schließen, wegen schwuler Kiez-Mafia!" rührselige story untendrunter:jahrelang hat er gespart, um endlich seinen traum wahrzumachen zu können, o-ton: ich habe überhaupt nichts gegen homosexuelle, sonst hätte ich doch nicht ausgerechnet hier einen laden eröffnet, aber wir haben auch viele familien mit kleinen kindern als gäste, die sich beschweren und sehr unwohl fühlen, bei sexuellen handlungen in der öffentlichkeit ! (ja, das versteht auch die mutti aus dem prenzlauerberg sofort, die kinder muss man natürlich schützen)

    wer mich offensichtlich nich abkann, bei dem kauf´ ich einfach nix und gut is. gibt schließlich genug andere eisdielen in schöneberg. nee, lieber schön auf die pauke haun, dicke wichtig tun, hier aber hallo! das is nämlich UNSER kiez!! da traut sich sogar die kampflustige trulla vom bodensee mal und setzt sich extra in den reisebus. in schöneberg, in schöneberg ist boycottaktion! schwule, wehrt euch, kauft nicht beim HOMOFEIND! wehret den anfängen! vollidioten.
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#22 KerberosAnonym
  • 07.05.2009, 04:41h
  • Naja! Von schwulem Heldentum zeugt diese Aktion nicht gerade, und ich persönlich hasse es sogar sehr wenn statt zu überzeugen "überredet" werden muß. Aber darum geht es bei diesem Kiss-Inn nicht wirklich. Jedenfalls nicht vorrangig.

    Es geht auch nicht darum dem Wirt zu schaden. Der kann, wenn er es schlau anstellt, sich entschuldigt, sich vielleicht sogar mit den Zielen der LGBT-Community solidarisiert, seinen Umsatz am Ende sogar noch steigern. PR bekäme er von uns genug. Wir wollen ihm das Leben nicht vermiesen, aber wir akzeptieren auch nicht dass es uns vermiest wird. Eigentlich eine klare Botschaft die man auch über Berlin hinaus hören kann.

    Viel wichtiger noch (und allein aus diesem Grund befürworte ich die Aktion aus vollem Herzen!) ist die Botschaft nach innen: Einzelne von uns werden schikaniert - Viele von uns stehen auf und zeigen gelebte Solidarität in Wort UND Tat. Community ist eben nicht bloß eine Ansammlung von Personen, Community ist eine Geisteshaltung. Hier wird sie praktiziert!

    Und ja, es gibt nichts zu beschönigen. Es ist wahrhaftig noch viel mehr zu tun, viel brennendere Probleme sind zu lösen. Aber ohne diesen Geist der Solidarität kommen wir als Minderheit dabei nicht wirklich voran. Wie schon erwähnt: Die Aktion ist wahrlich kein Heldentum. Die Aktion ist vielmehr eine Botschaft, eine Botschaft nach Innen UND nach Aussen. Ich finde diese Botschaft ist gut, sehr gut! Sie macht lust auf mehr!

    Ich kenne die Querelen um die "Einzig heilsbringende Lehre", die auch hier auf Queer.de geführt werden mittlerweile zur Erschöpfung gut. Wenn unsere "zukünftigen Revolutionäre" sich vielleicht einmal die Mühe machen würden z.B. nachzusehen welche Vielfalt an politischen Clubs schon alleine auf Gayromeo anzutreffen sind würden sie sehr schnell feststellen dass Homosexualität an sich keine politische Einstellung ist, wohl aber der GEMEINSAME Kampf gegen Homophobie eine politische Einstellung werden sollte!

    Deshalb hält sich meine Begeisterung ehrlich gesagt doch sehr in Grenzen wenn hier politisch Linke und politisch Rechte, Religöse und Nichtreligiöse zwar unterhaltsam aber sonst doch relativ sinnlos vorrangig aufeinander herumhacken anstatt sich gegenseitig als EINE solidarische Community mit gemeinsamen Primärziel (völlige Verdrängung der Homophobie aus ALLEN Bereichen) zu begreifen und zu stützen.

    Ich wünsche mir einen gemeinsamen Kampf gegen Homophobie. Einen solidarischen Kampf an möglichst vielen gesellschaftlichen Fronten, auch und nicht zuletzt INNERHALB der C-Parteien und Kirchen. So wie Homosexuelle nun mal auch definitiv in allen Bereichen dieser Gesellschaft anzutreffen sind.
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#24 XRayXProfil
  • 07.05.2009, 08:15hNürnberg / Ansbach
  • Auch wieder so ein Klugscheißer,

    Du hast ein Problem damit dass dem Gastwirt gezeigt wird was im 21. Jahrhundert angesagt ist? So sag doch was würdest du machen? Die Hände in den Schoß legen und sagen och des is doch alles net so schlimm. Macht lieber gar nichts weil so kann es auch nicht schlimmer werden?

    Ich würde das nicht als blinden Aktionismus sehen wohl eher als einen Anfang.
    Ich meine wenn wir immer nur sagen, ja ok da machen wir nichts, schließlich haben wir bei einem andere Vorfall auch nichts gemacht. Das kanns ja wohl net sein. Sei mir nicht böse, ein direktes Gespräch vor Ort, was bringt das wenn der andere keinerlei anstalten macht auch nur den Ansatz einer normalen Disskusion zu führen? Und einen Hinweiß darauf, dass der Wirt Homofeindlich ist, ist finde ich nicht schelcht. Schließlich möchte ich bei keinem Kaufen der meine Sexualität verachtet. Das hat dann auch nichts mit feige oder mangelnden Selbstbewusstein zu tun.

    UNd jetzt sag mir mal, was so schlecht daran ist den Weg über die Polizei zu gehen? In einem Rechtsstaat ist das der beste Weg. Oder bist du einer von denen der dann anfängt auf der Straße zu prügeln?
    ich men das ist ein legitimer und durchaus korrekter Weg. UNd wer damit ein Problem hat der kann immernoch versuchen mit einem zu reden, der dir gar nicht zuhören will.

    Ich mein klar ist es besser wenn sich sowas vor Ort klären lässt, oder man mit einem soweit reden kann, dass er den Standtpunkt des anderen versteht und akzeptiert. Aber wenn allews nichts hilft was soll man dan machen? Weggehen und jammern, dass alle so Schwulenfeindlich sind?

    Und mal ehrlich, das kann durchaus eine große Chance für den Wirt selber sein. Ich meine jetzt steht er im Fokus der Öffentlichkeit. Alles was er jetzt macht kann sein Geschäft weit nach vorne bringen oder auch zurück werfen. Er hat die Wahl. Und ich bin der meinung, dass ein Wirt, der Homosexuelle ablehnt nicht in einem Schwulenviertel aufmahen braucht.

    Des ist als würde ein Vegetarier in der Metzgerei arbeiten und jeden Kunden als Tiermörder beschimpft, nur die nicht, die den Kartoffelsalat kaufen.

    Von daher sehe ich die Aktion als äußerst gut und gerechtfertigt, irgendwann muss ein Anfang gemacht werden.
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#25 stromboliProfil
  • 07.05.2009, 09:08hberlin
  • Antwort auf #21 von dennkisstmal schön für den weltfrieden
  • da breitet sich was aus, was weder dem vorfall noch der aufarbeitung entspricht!
    Aufarbeitung nicht vorhanden, weil keine gesprächsangebote gegenüber dem eisverkäufer gemacht; der vorfall selbst und seine bedeutung ein eigenleben entwickelt, in der die frustration über die gespürtete veränderung der uns entgegen gebrachten "toleranz", ihre populistischen höhepunkte erklimmt. Die reihen fest geschlossen, stürmen wir die eisdiele... endlich können wirs mal zurückgeben, was uns sonst so unter den nägeln brennt; auch wenn wir gerade keine zeit haben, uns mit den alltäglich sichtbaren zeichen der toleranzgrenzen auseinander zu setzen! Die die mahnen werden belächelt oder hier mit roten punkten abgestraft... steckt sie euch sonst wo hin!
    Da muß ich nicht mal die world-open-mind-lady herauskehren, um als alte tunte den mobcharakter hinter dem ausbegehren zu wittern! Das ist die saat, aufgegangen, gesäät von strunzdummen, wenns um unsere fähigkeit geht, selbstbestimmt uns mit unseren gegnern und verleumdern auseínander zu setzen.Wir werden verwaltet und geleitet von berufsdeeskalierern, die strukturelle gewalt in ethnischen konflikten wittern, und uns für den kommenden kulturkampf fitt machen wollen... so intepretiere ich studien und verlautbarungen!

    Wir haben mittlerweile ein feindbild in uns installiert, was auf knopfdruck reflexe auslöst, die bei geringstmöglichem wiederstand, aussicht auf erfolg verspricht: gut das die italienische community nicht hinter dem eisverkäufer steht, womöglich horden jugendlicher sizilianer die theke schützen...
    nebendran steht ein fruchtstand, wo spöttische bis beleidigende sprüche gegenüber schwulen auch zum reportuare gehören.. sotto voce certamente.. man will ja nicht seine laufkundschaft verlieren... holla, beziehen wir die dann doch gleich mit in die aktion ein! Schlecht, türken, nicht allein, die zudem noch aus dem bülow-kiz kommen. Wer mit offenen ohren und augen durch den "schwulen kiz" läuft trifft allerortens an unvermutete resentiments mit zunehmend beklemmenden folgen. Da muß man nur mal nachts dem verkäufer und seinen kumpels im 24 std.laden gegenüber der scheune sein ohr leihen.. dann vergeht einem der appetit auf nahrungsaufnahme. Aber, einsam der laden, wenn wir zugedröhnt schnell etwas unterbau für den alkspiegel brauchen.So bedingt eines das andere; eben kapitalismus! Deshalb ist unser eisverkäufer nur die spitze eines eisberges, und die ursachen liegen nicht nur in der einzelperson , sondern sie sind folge eine kette von versäumnissen, ratlosigkeit und verbandsstur & blindheit!
    Fokusiert auf die aussenwahrnehmung, mit drang, schnell in die wärmende mitte der "normalität" zu gelangen, ist uns entgangen, dass wunsch und realität 2erlei sein können. Beim anbiedern, wir das "normale" hervorkehren, um dann erstaunt fest zu stellen: so normal sind die dinge weiterhin nicht, seis kuss, seis händchen halten, seis knutschen ( was ja bei unseren anpassungsfuzzies ohnehin die handbremse ziehen lässt: müssen wir denn auch ständig in der öffentlichkeit besonders auffallen... etc.)! Und(!), sie sind keine einzelfälle, sie sind teil eines puzzles mit für uns weitreichenden folgen:
    1. die anerkennung ist nicht geglückt!
    Es bleibt die reduktion auf ein gesamtgesellschaftlich akzeptiertes political correkt-verhalten uns gegenüber! Das ist kein widerspruch zu obigem, sondern bereitet eben dieser teilung den boden. Es wird gesellschaftlich austariert/getestet, wie weit man gegen minderheiten grenzen ziehen darf und kann! Dahinter steckt die alte absicht, es auch zu tun! Siehe aktuell die ablehnung des antrages von linke und grüne ( gibts doch gemeinsamkeiten??) zum § 175 und seiner aufarbeitung:

    www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/schwul-homosexuell;a
    rt122,2791492


    Homosexuellen-Urteile bleiben gültig
    Andere Zeiten, andere Sitten: Bis 1994 gab es den Paragraf 175 des Strafgesetzbuches, der sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte. Linke und Grüne wollten die Urteile jetzt rückwirkend aufheben - und sind gescheitert..
    Ein AGG, das eher den arbeitgeberrechten angepasst denn den bedürfnissen irgendeiner minderheit/en, ist ein von uns (nicht von mir!) mitgetragener skandal für schwulenspezifischen schutz. Aber wir hoffen ja immer auf die güte unserer heterosexuellen mitmenschen... wenn denn mal schief geht; siehe hassvergehen!
    Eine medienbeschallung mit kryptomanen abziehbildern heterosexueller sichtweisen aufs schwule.. was da gelässtert wird geht auf keine kuhhaut; aber wir wollen ja mittendrinn sein.
    Dann wundern, wenn das entgleist, ob bohlen oder sonstwer da ins fettnäpfchen tritt, ist uns egal, hauptsache schlagzeile!
    Wird andererorts mal im lied ne kleine brandopfergabe für den gestanden religiösen battytone-nigger mit historischen hintergründen erklärt, werden wir zu rassiten, weil wir wütend uns dagegen wehren (siehe die hundertundeinte diskussion um reggae...); na gut: dann bin ich eben ein rassist!

    Homophobie kommt aus der tiefe der gesellschaft! Sie ist wie rassismus ein vehikel für gruppen, einzelpersonen, sich den ihnen (so glauben sie) zustehenden platz in der hierachie zu sichern. Zumehmend auch ein wollen in der schwulen community, auch hier findet der "verteilungskampf" in vollen zügen statt;Da zeigen wirs mal dem kleinen italiener,klpppen ihm mal auf die finger, schicken ihn nach lichternrade... andere zeiten andere ziele, als wäre flossenbrück nicht auch nur eine abschiebemöglichkeit im denken gewesen: wir sollten beim finger auf die leute zeigen vorsichtig sein; das fällt mittlerweile auf uns zurück!
    Deren zugehörigkeitsgefühl , das wissen , einer mehrheit anzugehören, ist der knackpunkt, an dem wir so mit unserer konzeption der aneignung heteronormativer verhaltensmuster scheitern werden. Es werden also im (deren) bewusstsein weiterhin kinder/nachbarn und sonstige/s zu schützen sein, selbst wenn wir eine adoptionskampagne starten würden.
    Es braucht einen neuen gesamtgesellschaftliche ansatz und es braucht eine neue sicht unsererseits auf das uns umgebende aber vor allen auch auf uns selbst! Es wird höchste zeit zur selbstkritik!

    AxelB, würdest du von deiner eremitage hinuntersteigen und dein gebiss nutzen, um mit dem eisverkäufer zu reden ( was ich sehr wohl nach der meldung getan.. ohne dabei mein gebiss zu verlieren - du beleidigst meinen zahnarzt!) könnte ich ja noch von politischer courage sprechen, denn nicht umsonst heisst es: gesicht zeigen! So machts du in deinem wolkenkuckuckheim nur noch schlechte witze...;Aber, nicht jedem ist es in die wiege gelegt!
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#26 XRayXProfil
  • 07.05.2009, 09:59hNürnberg / Ansbach
  • Es mag schon stimmen dass der Eisverkäufer als Person nur die Spitze des Eisberges ist. Dass das Problem tief in der Gesellschaft verankert ist dürfe jedem zweifelsohne klar sein.

    Aber solche öffentliche Auftritte können sehr gut zur Signalwirkung verwenden werden.

    Es signalisiert, dass der wiederstand gegen diskriminierung größer wird. Es ist nichts falsch daran seine Rechte wahr zu nehmen.

    Auch der Wirt kann damit ein deutliches Zeichen setzen. Wenn er darauf eingeht und eine offene Haltung an den Tag leg, so kann er genauso signalisieren, dass es möglich ist differenzn und verschiedene Ansichten friedlich bei seite zu legen.

    Deswegen braucht man aber diese Aktion nicht verteufeln, da es weniger um den Wirt geht, sondern eher darum zu signalisieren, dass ein derartiges Verhalten in der heutigen Zeit nicht mehr tolerierbar ist. Das war es noch nie!
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#27 TommAnonym
  • 07.05.2009, 11:23h
  • Also - zuerst einmal, ich finde es "ermüdend" wenn hier im Blog ganze Abhandlungen von "Recht" und "Unrecht" gepostet werden !!! Spätestens in der Mitte dieser Blog Einträge schaltet mein Gehirn ab, und ich höre auf zu lesen !!! :-(

    Fakt ist doch, das dieses geplante Kiss Inn ein ANFANG sein kann, das sich in der schwulen Community (wieder) etwas "bewegt" wie es XRayX schon sehr treffend formuliert hat !!! Oder wie sonst ist damals die Gay Liberation Front (GLF) also die Lesben und Schwulenbewegung entstanden !?!

    Bei Wikipedia ist darüber nachzulesen:

    In New York bildete sich unmittelbar nach dem Stonewall-Aufstand im Juni 1969 die Gay Liberation Front (GLF). Als erste Organisation, die bereit war, in offener Konfrontation für die Befreiung von Schwulen und Lesben einzutreten, markierte die GLF und der ihr vorausgegangene Stonewall-Aufstand eine völlig neue Qualität. Mit der Sichtbarmachung von Lesben und Schwulen legte sie eine Grundlage für alle späteren Liberalisierungen, obwohl ihre Ziele über die Integration einer Minderheit weit hinausgingen.

    Und genau in diesem Absatz liegt für mich persönlich das Schlüsselwort "Sichtbarmachung" !!!

    Ein "Kommerzspektakel" wie der alljährlich stattfindender CSD ( in mittlerweile jeder noch so kleinen Kleinstadt) der eigentlich ein politisches Zeichen setzen sollte, und an die Anfänge der Schwulenbewegung und den Stonewall Aufstand erinnern soll, reicht mir dazu persönlich nicht aus !!!

    Wenn nun am Samstag Lesben und Schwule auf die Strasse gehen, um mit dem Kiss Inn (in diesem Fall ist es eben eine Eisdiele) "Solidarität" zu zeigen und "Aufmerksamkeit" zu erwecken, dann ist das für mich schon ein kleiner ANFANG von etwas vielleicht ganz GROSSEN !!!

    Ich denke, gerade in Zeiten wo von der politischen Seite unsere Belange nur halbherzig oder gar nicht wahrgenommen werden, ist es im 21. Jahrhundert an der Zeit, Zeichen zu setzen und eben auch mal gegen die weltweit immer weiter um sich greifende Homophobie aufzumucken, und gewaltfrei entgegenzutreten, und natürlich dafür auch mal (wieder) auf die Strasse zu gehen, um unseren Unmut zu zeigen, und gegen Homophobie zu demonstrieren !!!

    Daselbe würde ich auch vor der Benedikta ihrem Palast tun, wenn es endlich einmal eine "Gelegenheit" dazu gäbe !!! :-)

    Auch auf die Gefahr hin, das mich nun viele als "Bewegungsschwester" sehen werden !!! ICH steh dazu, bewege mich gerne, und bin auch aus dem LSVD ausgetreten, weil sich für mich dort zu wenig "bewegt" hat ...
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#28 TommAnonym
#29 SmartiSaar
  • 07.05.2009, 11:36h
  • Sorry Jungs ich bin gerade etwas verwirrt, haben einige von Euch ihre Tage!? Denn das wäre noch ein erklärbarer Grund dafür warum die, die sonst als erste Revolution rufen und dazu auffordern jeden Tag Flagge zu zeigen, jetzt plötzlich genau in die entgegengesetzte Richtung brüllen.

    Frage: Was ist falsch daran sich solidarisch zu zeigen und vor dem Laden ein friedliches Kiss-In zu veranstalten???

    @Stromboli, Du hast recht, es muß sich gesellschafts- politisch es tun und der kleine Eisdielenbesitzer ist nur die Spitze es Eisbergs, aber wo soll man denn bitte anfangen des Eisberg abzutauen!? Im übrigen haben wohl der ein oder die andere versucht mit dem Herrn von der Eisdiele zu reden nur leider ohne Erfolg, was also tun, nichts!?

    @The Rising, Du schreibst all zu gerne davon jeden Tag sichtbar zu sein, jetzt wollen dies einige gezielt tun, warum also plötzlich Widerspruch von Dir zu der geplanten Aktion!? Sicherlich gibt es größere und wichtigere Probleme und das geplante Kiss-In ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein aber auch Dich muß ich fragen, was ist die alternative, nichts tun!?

    Ihr wollte eine neue gesellschaftliche Ordnung gut und schön aber glaubt ihr das würde sich von heute auf morgen nur durch Farbe bekennen und täglich als LGBT sichtbar sein ändern lassen, glaubt ihr ernsthaft das das Kiss-Ins und Mahnwachen sinnlos sind. Ich bin der Meinung sie sind eher Zeichen dafür das immer noch alles ziemlich falsch läuft hier, denn wenn es richtig laufen würde dann erst wären solche Zeichen der Solidarität der Community überflüssig und unnütz. Aber solange sich trotz täglicher Sichtbarkeit nichts ändert sind solche Aktionen meiner Meinung nach wichtig und richtig und wenn ich nicht fast 900 km entfernt wohnen würde, würde auch ich mich daran beteiligen. So bleibt mir nur den vor Ort anwesenden die Daumen zu drücken das alles ohne Zwischenfälle abläuft und sie mit Ihrer Aktion etwas erreichen können.
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#30 XRayXProfil

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