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Kommentare zu:
2.000 protestieren gegen Dolce Freddo


#21 Benedictus
  • 10.05.2009, 15:30h
  • Ich musste so lachen, als sich der Eisdielenwirt in N24 vor den Kameras zu lamentieren versuchte. Er faselte irgendwas von "Atombombe", die über ihn gekommen sei, und zwar "ganz von alleine". Und natürlich dass alles nur ein Missverständnis sei.

    Ach Berliner Jungs, ich bin sooooooo stolz auf Euch! Sowas ist in Deutschland einmalig! In keiner anderen Stadt hätte man so schnell so großen Protest mobilisieren können. Und schon gar nicht unter Schwulen, die sich meist so uneins sind, dass sie sich lieber selbst zerfleischen, als sich zusammenzutun, so wie man am Anfang des Forumsthreads ja mal wieder sehen konnte.

    Das ist doch mal ein Beweis, dass nicht alle Schwule nur Ficken im Kopf haben oder politisch desinteressiert oder jammernde, sich ewig beklagende Sesselfurzer sind.

    Aber es sind halt auch nicht alle Berliner *g*.
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#22 XRayXProfil
  • 10.05.2009, 18:22hNürnberg / Ansbach
  • Also ich bin begeistert.

    2.000 Leute? Wow der Hammer, so ein Aufkommen bräuchten wir öfter :)

    Das wird jetzt der neue CSD, der FSD - Freddo Street Day ^^

    Ich bin echt überrascht von dem Aktionismus, große Klasse! Alle Daumen hoch.
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#23 geronimoAnonym
  • 10.05.2009, 19:18h
  • Frage: Würde es sich die Community auch trauen,
    dies in Neukölln vor einem türkischen
    Dönerladen zu veranstalten?

    So in der Karl-Marx-Straße ???

    DAS wäre mutig.

    Aber da hat die Community wohl SCHISS.
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#24 RandyProfil
  • 10.05.2009, 19:45hFrankfurt/Main
  • Antwort auf #8 von nixkamarechtmachen
  • "Du propagierst doch immer krampfhaft und wie ein gemurmelter Rosenkranz..." - gut ausgedrückt.
    in seinen Äusserungen steckt zu viel Fanatismus!
    Fanatismus aber ist das Gegenteil von Toleranz!
    Das Bedürfnis von uns Schwulen nach gesellschaftlicher Anerkennung sind wichtige Antriebsfedern dafür zu kämpfen .Ziel kann es aber nicht sein wenn im Verlauf dieses Kampfes wir Schwulen als getrennte soziale Gruppe hervortreten würden. Sexueller Separatismus, selbst auf der Basis völliger Gleichheit, hätte an sich einen repressiven Charakter, denn er würde immer noch künstliche Trennungslienen schaffen. Letztendlich kann die Befreiung der schwulen Minderheit nur darin liegen, dass jedes Etikett abgelegt und jedem die Freiheit zugestanden wird, seine eigenen sexuellen Fähigkeiten zu entwickeln, wo immer sie auch liegen mögen. Und das ist und bleibt ein gesellschaftliches Problem.
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#25 HannibalEhemaliges Profil
#27 The RisingAnonym
  • 10.05.2009, 21:40h
  • Antwort auf #11 von alexander
  • @Alex:

    Du hast als einer der wenigen erfasst, worauf sich meine Kritik bezog. Und sie bezieht sich auf eine falsche Prioritätensetzung und Unverhältnismäßigkeit ebenso wie offensichtliches strategisches Unvermögen der so genannten Community! Dass wir uns nicht falsch verstehen: Wenn so viele Menschen zusammenkommen, um gemeinsam und friedlich für Freiheit und Gleichheit einzutreten, dann ist das gut und höchsterfreulich. Was Boulevardmedien dann daraus machen (oder was wir sie daraus machen lassen) bzw. auf welche Bilder und auf welches Stigma (!) sie uns wiederum festnageln (oder wir uns weiterhin festnageln lassen), ist allerdings eine Frage, die mindestens ebenso viele Leute aus der Community beschäftigen sollte wie die Staatsaffäre in einem Berliner Eiscafé. Zumindest wenn wir die Dinge beim Namen nennen und effektiven Fortschritt erreichen wollen. Und da stehe ich dazu, dass ich die Schnauze voll davon habe, dass Schwulsein mit Travestie, tuckigem Verhalten und "Paradiesvogel"tum (der Lieblingsbegriff von RTL-DSDS) gleichgesetzt bzw. darauf reduziert wird, und zwar nicht aus purer Nettigkeit oder der ach so überragenden "Toleranz" der betreffenden Medien, sondern zur Aufrechterhaltung des ausgrenzenden Stigmas, das jungen, homosexuell empfindenden Männern ein freies und selbstbestimmtes Leben auch heute noch so schwer macht (bzw. laut praktisch allen vorliegenden empirischen Untersuchungen zu diesem Thema: immer schwerer).

    Ich bin jedenfalls schon gespannt, wie viele tausend Leute gegen den folgenden Vorfall in Berlin, fast zur gleichen Zeit wie der "Kiss-in" (der ja auch leider nach allen vorliegenden Schilderungen kein solcher war) demonstrieren werden oder gegen die Tag für Tag stattfindende Gewalt gegen homosexuelle Menschen, in der Erziehung, in den Schulen, Klassenzimmern, auf den Straßen, in den Fußball- und Sportvereinen, in den aggressiv heteronormativen Massenmedien...
    www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/kuessen-verboten/
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#28 Bernd-das-BrotAnonym
  • 10.05.2009, 22:30h
  • Antwort auf #23 von geronimo
  • @geronimo: Wie bist du denn drauf ?! Iss doch SCHEISSEGAL ob 2.000 Demonstranten vor der Eisdiele oder vor dem Dönerladen stehen, wenn sich ein türkischer Dönerbetreiber öffentlich und ähnlich homophob verhalten würde wie Paolo !! Ich esse sehr gerne Döner,Pide und Lamacun ... und wurde auch in Neukölln und Kreuzberg immer freundlich und zuvorkommend bedient !! Da könnte sich der gute Paolo eine Scheibe davon abschneiden !! :-)

    Ich sag dir das mal ganz ehrlich!! Ich finde es sehr traurig, das es in einer so multikulturellen (Haupt)Stadt wie Berlin so überdurchschnittlich viele Übergriffe mit Migranten Hintergrund gibt, und es Bezirke gibt, wo Man(n) sich als Schwuler oder Lesbe immer noch nicht frei bewegen und ausleben darf ...

    Wirklich traurig !!
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#29 Lars3110
  • 10.05.2009, 22:34h
  • Antwort auf #27 von The Rising
  • @the rising:
    Ich möchte das gern dir mal von einer anderen Seite beleuchten - vielleicht auch den Grund, warum ich gestern DORT war und selten mal zu anderen Protesten.

    1. Der Anlass war ein ganz konkreter und etwas, was greifbar ist und wo ich mit meiner Präsenz direkt dem Verantwortlichen zeigen konnte, wo die Grenze ist. Es war nicht irgendwas diffuses wie allgemeine Diskriminierung. Man konnte den Protest direkt adressieren und somit sofort greifbare Ergebnisse sehen - und zwar, dass er den Laden dicht gemacht hat.

    2. Die Bilder für die Boulevardpresse: Die Schwestern haben dort ganze Arbeit geleistet und den Frieden gewahrt. Deshalb gebührt denen meine Achtung. Ich selbst bin auch kein Fan, dass man immer wieder die Klischeebilder sieht. Wenn man aber die Videos auf Bild und n24 sieht, ist von Klischee nichts zu spüren. Auch der Bericht auf RBB war überraschend witzig und entspannt.

    3. Viel wütender macht mich die Kolumne von Harald Martenstein im Tagesspiegel, der behauptet, dass man sich in Schöneberg hinter Regenbogenflaggen verstecken muss, um nicht verprügelt zu werden.

    www.tagesspiegel.de/zeitung/Titelseite;art692,2793952

    Es werden wöchentlich Schwule im Kiez angegriffen (so wieder gestern nacht) und ich kenne keinen einzigen Fall, wo ein Homophober verdroschen wurde.
    Aber hier wird so getan, als wäre dort ein wütender Mob mit brennenden Heugabeln da gewesen, und Schöneberg wäre eine NOGO-Area für Heten. Das macht mich rasend.
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#30 The RisingAnonym
  • 10.05.2009, 23:43h
  • Antwort auf #24 von Randy
  • Das hört sich ja furchtbar nett an, aber jetzt erkläre uns bitte mal, was die real existierenden Unterschiede zwischen Menschen mit "sexuellem Separatismus" und "künstlichen Trennlinien" zu tun haben sollen. Aus diesen Worten spricht eine eigene Ideologie, nämlich deine, die offenbar ein Problem damit hat, dass nicht wenige Menschen eben klar und explizit HOMOsexuell sind, und nicht hetero- oder "bi"sexuell, wie du es hier schon einmal universell unterstellen wolltest. Jeder mag für sich entscheiden, was wahrhaftiger Respekt vor der menschlichen Vielfalt bedeutet: Die Unterschiede ALS SOLCHE zu respektieren, ergo: sie auch klar ALS SOLCHE benennen zu können, oder sie - und das halte ICH für "künstlich" und zwanghaft - zu verschleiern und allen eine Beliebigkeit aufreden zu wollen! Aber wie ich in einem anderen Beitrag schon zu deiner Unterstellung von "Fanatismus" sagte: Wenn eine selbstbewusste, emanzipierte, und ja: ausdrücklich schwule, Identität für dich eine "künstliche" Trennlinie oder sexueller "Separatismus" darstellt, dann sieh' mich und alle anderen, die ihre schwule Identität von dir nicht auflösen lassen wollen, eben so! Ohne Menschen, die ihre schwule Identität ALS SOLCHE benannt und gelebt haben, hätte es jedenfalls nach der mittelalterlichen Konstruktion der heterosexuellen "Norm" überhaupt keinen gesellschaftlichen Fortschritt gegeben.
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