https://queer.de/?10398
- 11. Mai 2009 2 Min.
Der britische Homo-Aktivist und Politiker Peter Tatchell hat die in Irland geplante Einführung von "Civil Unions" als "Ungerechtigkeit" und "sexuelle Apartheid" bezeichnet.
Auf einem Symposium in Dublin erklärte Tatchell, der für die britischen Grünen ins Europaparlament einziehen will: "Das geplante Gesetz ist ein großer Fehler und eine Beleidigung für gleichgeschlechtliche Paare. Es stellt Menschen in der Ehe nicht gleich, sondern schafft zweitklassige Gesetze für Schwule und Lesben", so Tatchell. "Eingetragene Partnerschaften werden das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe festigen und daher Diskriminierung fördern." Er bezeichnete "Civil Unions" unter anderem als "zweitbeste Lösung, rückschrittlich und sexuelle Apartheid."
Die Iren sollten nicht dem "dummen Weg Großbritanniens" folgen, sondern sofort auf "Ehe-Gleichheit" bestehen. Die Briten haben bereits 2005 Eingetragene Partnerschaften eingeführt, die auch in der Provinz Nordirland möglich sind (queer.de berichtete). Das britische Gesetz enthält praktisch alle Rechte der Ehe, darunter etwa auch die Gleichstellung im Einkommenssteuerrecht und im Adoptionsrecht. Das deutsche Lebenspartnerschaftsgesetz sieht im Gegensatz dazu in diesen Punkten keinerlei Gleichstellung vor.
Die irische Regierung will in Kürze über die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften beraten. Diese sollen weitgehend die gleichen Rechte und Pflichten enthalten wie bei der Ehe. Größter Gegner der neuen Gesetze ist die katholische Kirche, die den Entwurf als "vielleicht größte Revolution in der Geschichte der irischen Familie" bezeichnete (queer.de berichtete).
Nach mehreren Umfragen sprechen sich 80 Prozent der Iren für die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften aus, rund 60 Prozent würden die Öffnung der Ehe begrüßen. Dabei wurde Homosexualität auf der grünen Insel erst 1993 legalisiert. (dk)















1. Eingetragene Partnerschaften werden wohl nie in allen Details der Ehe komplett gleich sein.
2. Selbst wenn es so wäre, wäre es diskriminierend für dasselbe unterschiedliche Namen zu wählen.
3. Bei einem separaten Rechtsinstitut können spätere Regierungen jederzeit wieder Änderungen vornehmen. Bei einer gemeinsamen Ehe für alle würden Änderungen jeden gleich betreffen.
Eine eingetragene Partnerschaft 2. Klasse für Menschen 2. Klasse!!
Aber hauptsache schön viele Schwule wählen die FDP, die genau das will und glauben dann auch noch, die FDP sei schwulenfreundlich (von ihrer Ablehnung anderer Gleichstellungen mal ganz zu schweigen).