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  • 11. Mai 2009 16 1 Min.

Der niederländische Sänger Gordon droht mit einem Boykott des Grand Prix in Moskau, falls es in der russischen Hauptstadt zu Übergriffen auf schwul-lesbische Aktivisten kommt.

Gordon (bürgerlich: Cor Gordon Heuckeroth) tritt gemeinsam mit Jeroen van der Boom und René Froger als "The Toppers" an. Die Gruppe muss sich mit dem Titel "Shine" am Donnerstag zunächst für das Finale qualifizieren. Dieses findet dann am Samstag statt. "Wenn Leute wie ich so diskriminiert werden, habe ich von Russland nichts zu erwarten. Ich werde in diesem Fall das erste Flugzeug nach Hause nehmen", erklärte Gordon im öffentlich-rechtlichen Radiosender NOS.

Die CSD-Organisatoren um den Aktivisten Nikolai Aleksejew haben bereits angekündigt, am Samstag vor dem Grand-Prix-Finale im Schatten des Medienrummels um das Schlagerfestival für Homo-Rechte demonstrieren zu wollen. Wie in den vergangenen Jahren hat die Moskauer Stadtverwaltung den CSD allerdings verboten. Bürgermeister Juri Luschkow gilt als erbitterter Homo-Gegner. So hat er den "Moscow Pride" wiederholt als "santanisch" bezeichnet. Die Polizei hat bereits ein hartes Vorgehen gegen Homo-Aktivisten angekündigt (queer.de berichtete). (dk)

Youtube | Der holländische Beitrag: Reicht's fürs Finale?

Phoenix und das Erste übertragen die beiden Halfinal-Sendungen und das Grand-Prix-Finale live. Sendetermine: 1. und 2. Halfinale am Dienstag und Donnerstag ab 21:00 auf Phoenix, Finale am Samstag ab 21 Uhr im Ersten.

-w-

#1 FloAnonym
  • 11.05.2009, 17:39h
  • Das nenne ich mal konsequenten Einsatz. Gordon ist ja offen schwul (ähnlich wie Oscar Loya aus dem deutschen Beitrag). Und dann so klar Stellung zu beziehen, finde ich mehr als konsequent.

    Vor solchen Menschen, die Grundrechte und ihre Prinzipien über Erfolge stellen, habe ich allerhöchsten Respekt!

    Das sind die Menschen mit Rückgrat, die sich morgens noch im Spiegel ansehen können...

    Ich würde mir wünschen, dass mehr Leute so konsequent sind. Aber viele stellen wohl persönlichen Erfolg oder Bequemlichkeit über Prinzipien und deshalb ist die Situation auch so wie sie ist.
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#2 RabaukeAnonym
  • 11.05.2009, 17:44h
  • Sollte es gegen den CSD und eine friedliche Demonstration, diverse, behördliche Übergriffe geben, so sei die gesamte Künstlerriege aufgerufen, den Abend platzen zu lassen. Abreise ist die einzig richtige Antwort!
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#3 TimmAnonym
  • 11.05.2009, 17:57h
  • Antwort auf #2 von Rabauke
  • Da kann ich nur zustimmen:
    wenn ein Staat demokratische Grundrechte missachtet, sollten alle Künstler den Abend platzen lassen.

    Das wäre eine riesige Blamage für Russland und würde denen richtig teuer zu stehen kommen.

    Und so könnte man auch die ganze Welt über die Situation der Schwulen und Lesben dort aufklären.

    Aber ich fürchte, dass den meisten dafür der Schneid fehlt. Und es wird weitergehen wie bisher...
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