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  • 12. Mai 2009 42 2 Min.

Die Kölner CDU hat ihren Kandidaten für die Wahlen zum Oberbürgermeister am 30. August gefunden: Der offen schwule ehemalige Berliner Finanzsenator Peter Kurth soll Nachfolger seines Parteifreundes Fritz Schramma werden.

Wie der "Kölner Stadtanzeiger" meldet, wollen die Christdemokraten im Laufe des Dienstags die Kandidatur offiziell bekannt geben. Vor wenigen Wochen hatte der seit 2000 regierende Schramma bekannt gegeben, dass er zu den Wahlen nicht mehr antreten werde. Grund war die Kritik am Krisenmanagement des Bürgermeisters nach dem Einsturz des Stadtarchivs Anfang März.

Der gebürtige Siegburger Kurth war von 1994 bis 1999 Staatssekretär unter den Berliner Finanzsenatoren Elmar Pieroth (CDU) und Annette Fugmann-Heesing (SPD), ehe er das Amt selbst übernahm. Seine Amtszeit endete 2001 mit dem Ende der Großen Koalition. Der 49-Jährige ist Vorstandsmitglied des Berliner Entsorgungsunternehmens Alba AG und Vorsitzender des Bundesverbandes der Entsorgungswirtschaft.

Seit öffentliches Coming-out hatte Kurth während des Bundestagswahlkampfes 2002. Damals erklärte er, er halte sexuelle Orientierung eigentlich für Privatsache, wolle aber auf diese Weise auch persönlich Stellung beziehen.

Kurth ist nicht der erste offen schwule Kandidat: Bereits im August letzten Jahres hat die FDP mit Ralph Sterck einen schwulen Kandidaten aufgestellt (queer.de berichtete).

Favorit ist allerdings der ehemalige Polizeichef und Regierungspräsident Jürgen Roters (SPD), der auch von den Grünen unterstützt wird. Der 60-Jährige ist kein Unbekannter in der Community: Seit Jahren ist er Schirmherr beim Kölner "Come Together Cup", dem Benefiz-Fußball-Turnier, bei dem unter anderem schwule gegen Promi-Fußballteams antreten. Und beim Sommerblut-Kulturfestival, das alljährlich zahlreiche schwul-lesbische Künstler nach Köln holt, ist er Vorsitzender des dazugehörigen Fördervereins. (dk)

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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.05.2009, 09:13h
  • Was ist denn auf einmal mit der CDU los? Schickt einen offen schwulen Kandidaten ins Rennen? Hat ja lange gedauert! Da waren FDP, SPD, Linke und Bündnis 90/Die Grünen der CDU schon mehrmals einen Schritt voraus. Mal gespannt, wie er sich im Wahlkampf um den OB-Posten verkauft. Köln ist eine Trendy-Gay-City und hat wie Berlin und Paris auch längst einen schwulen OB verdient!
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#2 SimoneAnonym
  • 12.05.2009, 09:24h
  • www.google.de/search?hl=de&q=peter+kurth+bankenskandal

    Berliner Zeitung, warum Steffel und nicht Kurth Kandidat für den Posten des Regierenden Bürgermeisters werden sollte (2003): "Wie der Reinickendorfer Jürn Jakob Schultze-Berndt, Sprecher der CDU-Fraktionen in den Bezirksverordnetenversammlungen. Er hält Kurth wegen dessen Tätigkeit als Finanz-Staatssekretär und Finanzsenator für ungeeignet. Kurth sei in die Bankenskandal verwickelt, die ganze Sache käme damit für die CDU wieder hoch. Außerdem habe Kurth nichts zur Aufklärung der Bankenkrise beigetragen, obwohl er gebeten worden sei, die Argumente für die Union schriftlich darzulegen, sagte Schultze-Berndt. Mit den gleichen Worten hat das bislang Steffel formuliert."

    Na, der Mann passt ja zum unkorrupten Köln :-)
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#3 gerdAnonym
  • 12.05.2009, 10:18h
  • Das ist eine sehr gute Meldung und freut mich für die CDU, auch wenn ich sie im Herbst auf Bundesebene nicht wählen werde.

    Aber durchaus würde ich Peter Kurth in Köln oder Ole von Beust in Hamburg als Personen wählen.

    Ich finde es nämlich gut, wenn offen homosexuelle Personen in Oberbürgermeisterämter in Grossstädten gelangen. Daher würde ich ihn wählen.
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