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  • 13. Mai 2009 22 2 Min.

Das Deutsche Sportfernsehen strahlt am 19. Mai mit "Tabubruch" eine neue Dokumentation über Homosexualität im Fußball aus.

Bereits vor einem Jahr sorgte das DSF mit seiner Dokumentation "Das große Tabu" für Wirbel. Damals erklärte der Kölner Trainer Christoph Daum, dass Kinder vor Schwulen geschützt werden müssten (queer.de berichtete). Später relativierte Daum seine Aussage und entschuldigte sich beim schwul-lesbischen FC-Fanclub (queer.de berichtete).

Auch in der neuen Doku kommt der Domstadt-Coach wieder zu Wort. Hier bezeichnet Daum die Kritik an seiner Aussage "so, wie ich interpretiert worden bin" als "100 Prozent gerechtfertigt". Er habe aber nur sagen wollen, dass Kinder besonders geschützt werden müssten. Warum er das mit dem Thema Homosexualität in Verbindung brachte, kann der 55-Jährige allerdings nicht erklären. Er glaube aber, dass er "dieser Homosexuellenbewegung einen Riesendienst erwiesen" habe, da er das Thema in die Nachrichten gebracht habe.

Filmautor Aljoscha Pause hat die Problematik Homosexualität und Fußball nach "Das große Tabu" weitere 12 Monate beobachtet und mit der Kamera begleitet. Ein Jahr nach der ersten Dokumentation stellt er die Frage, ob sich in der Liga bereits etwas geändert hat. Schließlich gibt es weiterhin keinen einzigen offen schwulen Profi-Fußballer.

Pause interviewte dabei auch viele Aktive wie den Bayern-Stürmer Luca Toni: "Wenn ein Mitspieler schwul ist, ist das seine Privatsache. Er soll machen, was er will", erklärte der 31-Jährige. Allerdings gab es auch andere Stimmen: So sagte der ehemalige polnische Nationalspieler Zbigniew Boniek, dass es ihn anwidere, "über so etwas zu reden": "Mir gefällt das normale Leben. Ich bin für absolut normale Beziehungen zwischen Mann und Frau", meint der 53-Jährige. "Wer sagt denn, dass wir alles akzeptieren müssen?". (dk)

Die einstündige Dokumentation wird im DSF am Dienstag, 19. Mai 2009 um 20 Uhr ausgestrahlt (Wiederholung: Montag, 01. Juni um 19.15 Uhr).

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-w-

#1 XDAAnonym
  • 13.05.2009, 16:58h
  • Und wer hat jetzt ""Es widert mich an, über so etwas zu reden" gesagt?!

    Zbigniew Boniek, steht im letzten Absatz. Red.
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#2 FinnAnonym
  • 13.05.2009, 17:02h
  • "So sagte der ehemalige polnische Nationalspieler Zbigniew Boniek, dass es ihn anwidere, "über so etwas zu reden""

    Gerade die Polen sollten doch bei ihrer Geschichte nicht so faschistisch sein!!
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#3 Krzyszek
  • 13.05.2009, 17:35h
  • Antwort auf #2 von Finn
  • Zbigniew Boniek ist sicher nur EIN Pole und nicht "die Polen". Bestimmt findest du auch in Deutschland genügend Leute, die so denken wie er. Und auch wir Deutschen haben ja eine Geschichte ...
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