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- 04. Juni 2009 1 Min.
Als sechster US-Bundesstaat stellt New Hampshire Schwule und Lesben im Eherecht gleich. Das Gesetz enthält allerdings Schutzklauseln für religiöse Organisationen, die weiterhin gleichgeschlechtliche Paare diskriminieren dürfen.
Der demokratische Gouverneur John Lynch hat am Mittwoch ein entsprechendes Gesetz unterschrieben. Es war zuvor vom Senat mit 14 gegen zehn Stimmen und vom Repräsentantenhaus mit 198 gegen 176 Stimmen verabschiedet worden.
Gouverneur Lynch galt zunächst als Gegner der Homo-Ehe. Er hatte mehrfach erklärt, er halte Eingetragene Partnerschaften für ausreichend (queer.de berichtete). Daher fügte das Parlament Schutzklauseln für religiöse Organisationen an, um ein Veto des Gouverneurs zu verhindern. Der neueste Gesetzentwurf besagt daher, dass Kirchen gleichgeschlechtliche Paare nicht trauen müssen. Außerdem dürfen sie Angestellten, die in einer gleichgeschlechtlichen Ehe leben, bestimmte Dienstleistungen verweigern. So muss der Partner eines schwulen Angestellten nicht krankenversichert werden – bei Heterosexuellen ist das aber Pflicht.
Trotz der Einschränkung begrüßten Homo-Organisationen die Unterschrift des Gouverneurs. Im zivilen Leben außerhalb religiöser Organisationen sind mit dem Gesetz gleichgeschlechtliche Paare in New Hampshire verschiedengeschlechtlichen gleichgestellt.
Das Gesetz schafft auch die seit 2008 eingeführten "Civil Unions" wieder ab. Eingetragene Partnerschaften werden nach einer Übergangszeit automatisch in Ehen umgewandelt, erklärte ein Abgeordneter. (dk)














