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- 08. Juni 2009 1 Min.
Die Eliteuniversität Harvard hat als erste Hochschule einen Lehrstuhl für lesbische, schwule, bi- und transsexuelle Wissenschaften gegründet.
Rektorin Drew Faust erklärte, der neue Lehrstuhl sei "ein wichtiger Meilenstein", um Kurse über Homosexualität zu fördern. Die Hochschule argumentiert, dass der Bereich ein "schnell wachsendes Feld" in der Wissenschaft sei. Der Lehrstuhl könne zu "gesellschaftlichem Fortschritt" beitragen.
Die Universität hat – wie die meisten anderen US-Unis auch – bislang Seminare und Vorlesungen etwa über schwul-lesbische Rechte oder homosexuelle Literaten angeboten. Diese waren aber in anderen Fachgebieten wie Soziologie, Politikwissenschaften oder Anglistik untergebracht.
Den Lehrstuhl ermöglicht hat der 4.900 Mitglieder zählende Harvard Gay & Lesbian Caucus, die insgesamt 1,5 Millionen Dollar (1,1 Millionen Euro) für die Einrichtung der Professur spendete. Mitglieder sind ehemalige und aktuelle Studenten und Lehrkräfte der Universität.
Die Harvard-Universität in Cambridge (US-Bundesstaat Massachusetts) gilt als eine der besten Hochschulen der Welt. Dort studieren derzeit rund 20.000 Studenten, davon knapp ein Viertel aus dem Ausland. (dk)














