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Kommentare zu:
Homo-Gruppen besorgt über "Brüno"


#1 xyAnonym
  • 16.06.2009, 20:25h
  • Erste und wichtigste Regel für jeden berufsbetroffenen Funktionär: Keine Gelegenheit auslassen, um zu jammern und sich zu beschweren (oder zumindest schwere Bedenken zu bekunden), um auf diese Weise seine eigene Unentbehrlichkeit nachzuweisen.

    Um es zu wiederholen: Eine schlimmere, umfassendere Bestätigung sämtlicher, auch noch der allerplattesten Homoklischees als das, was schwule Medien bieten, kann es kaum geben. Also erstmal diese verbieten oder durchgreifend zensieren, wenn man so besorgt ist, und dann können wir uns mit den Heten befassen.
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#2 ChrischiAnonym
#3 Homophobie und deren Beförderung sind ein VerbrechenAnonym
  • 16.06.2009, 21:59h
  • Antwort auf #1 von xy
  • Was für eine gequirlte Sch... Die zunehmende Homophobie gerade unter Jugendlichen ist nicht einfach vom Himmel gefallen, sondern heteronormative und -sexistische Massenmedien samt der so genannten "Popkultur" haben einen ganz wesentlichen Anteil daran. Und gerade junge Menschen werden Machwerke wie das hier diskutierte angesichts der massiven schwulenfeindlichen Gesinnungen in dieser Altersgruppe eben NICHT so kritisch einordnen, wie es von denen, die daran verdienen (und von Leuten wie dir), behauptet wird. Und das wird auch ganz bewusst billigend in Kauf genommen, ebenso wie sich dadurch bestätigt fühlende Schwulenhasser und Gewalttäter, denn schließlich soll Profit geschlagen werden um jeden Preis. Auch auf Kosten eines derart sensiblen Themas, das sich für billige Scherze ganz und gar nicht eignet.

    Aber nur weiter so: Leute wie du, @xy, sorgen in unserer Community dafür, dass wir uns weiterhin verunglimpfen und stigmatisieren lassen in einer Art und Weise, die bei anderen gesellschaftlichen Gruppen völlig undenkbar wäre und bei denen völlig zu Recht sofort ein nationaler Aufschrei erfolgen würde. Was dabei die ständigen dummen Verweise auf die angeblich so schlimmen schwulen Medien sollen, ist mir ein Rätsel. Schau doch mal in die Hetero-Porno-und-Boulevard-Presse, dann bekommst du eine Vorstellung davon, was "peinlich" ist und deswegen noch lange nicht als Rechtfertigung für die Diskriminierung von Heterosexuellen herangezogen wird.
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#4 michaelThAnonym
#5 PustekuchenAnonym
  • 17.06.2009, 00:22h
  • Antwort auf #1 von xy
  • "Eine schlimmere, umfassendere Bestätigung sämtlicher, auch noch der allerplattesten Homoklischees als das, was schwule Medien bieten, kann es kaum geben."

    Na, wart´ mal ab, das Perückenschaf hat sich grad erst warmgelaufen. Da geht noch was.
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#6 carolo
  • 17.06.2009, 15:40h
  • Rosa von Praunheims "Nicht der Homosexuelle..." mag 1971 ein Stück weit originell gewesen sein. Mich hat er damals so erschrocken, daß er mein Coming-Out aus heutiger Sicht um Jahre verzögert hat. Immerhin hat der Film die deutsche Schwulenbewegung auf die Beine gebracht.

    Cohen 2009 ist einfach nur alberner Klamauk, der den Dummen noch mehr Wasser auf die Mühlen gießt.
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#7 Victor
  • 17.06.2009, 15:50h
  • Ehrlich gesagt, habe ich über "Borat" ziemlich dreckig gelacht (auch wenn ich vor Peinlichkeit manchmal ganz blass geworden bin ...). Sascha Baron Cohens neue "Attacke" kann ich noch nicht beurteilen, fürchte aber er wird wieder 'mal keinerlei Rücksichten nehmen und diesmal uns Schwule als total lächerliche und peinliche Figuren darstellen. Was soll man machen? Vielleicht einfach mitlachen und sich selbst nicht ganz so lächerlich und peinlich benehmen, wie die Figuren im Film? Ich weiß es nicht!

    Victor
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#8 lieblingsuliProfil
  • 17.06.2009, 15:53hStuttgart
  • An alle "betroffenen....."

    Harald Schmid hat mal den Begriff des Betroffenheits-Kommentar-Wixers erfunden....

    Wenn wir nichtmehr selbst über uns und unser "saudummes" Gehabe das wir von uns in der Hetenwelt präsentieren lachen können, dann setz ich mich mit mit den Jammerlappen im Armani-Goldlöckchen Dress in irgendeine Schwule Harz4 Bar und find mich auch ganz ausgestossen und diskriminiert.

    Wir Schwestern sind langsam übler als die Amerikanischen Weltver-korrektierer mit ihrem PC Dauersulz.

    Ich finde eine DesignKlamotten overdressde Volldampfschwuppe eben auch zum Kotzen, und warum ????
    Weil ich eben nicht so bin (Punkt) und die meisten von uns auch nicht, weil wir es ebenso bescheuert finden dieses ewige rumgekreische und gegacker, diese 80er Jahre Schwulenbewegungskacke und den ganzen Karaoke-Klara-Zylinder-Scheiss.

    Mir ist ein "Hofnarr" der mir den Spiegel zeigt näher als eine Betroffenheits-Kommentar-Wixmaschiene, die ausser Jammern garnix zustande bringt.

    Was soll denn das gejammer bringen ?

    Soll der Film deshalb verboten werden ?????

    Little Britain Verbieten ????

    Sollen wir alle so rumlaufen wie Duffet Thomas weils korrekter ist, muss ichs gut finden ????

    Sollen wir den "Warmbadetag " verbieten weils zu diskriminierend ist ????

    Alle mal ein bisschen die Luft rauslassen, ein bisschen mehr Selbstironie zulassen, und drauf hoffen das er bei der nächsten Gelegenheit Eminem nicht nur den nackten Arsch zeigt sondern......

    und jetzt bitte loshacken und jammern !
    oder doch erst nochmal lesen ???????
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#9 lurchixProfil
  • 18.06.2009, 21:43hHamburg
  • Antwort auf #1 von xy
  • Super Kommentar, xy.
    Leider hab ich den Film noch nicht gesehen. Werd ich mir aber vormerken.
    Schade, dass so wenig Homos Humor haben. Humor heisst eben auch, über sich selbst lachen zu können. Wer gleich Homophobie schreit, wenn sich jemand über Schwulenklischees lustig macht, hat eben nichts kapiert.
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#10 schwulenaktivist
  • 19.06.2009, 09:52h
  • Ich befürchte viel eher, dass Klemmschwule durch den Film in ihren eigenen Vorurteilen bestätigt werden. Das ist viel schlimmer als die paar Heteros... :-P
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#11 free_worldEhemaliges Profil
  • 19.06.2009, 16:24h
  • Hab mir mal den Trailer angesehen. Die Syncronversion ist wiedermal voll daneben, Das Original zum Schreien komisch!

    Wenn dann hol ich mir den auf DVD und schau ihn in Englisch
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#12 Homophobie und deren Beförderung sind ein VerbrechenAnonym
  • 23.06.2009, 00:59h
  • Dieses Machwerk wird gerade junge Menschen in den üblichen dümmlichen Vorurteilen und Klischees bestätigen und damit die in dieser Altersgruppe immer drastischere Schwulenfeindlichkeit und Stigmatisierung von Homosexualität weiter anfachen. Es ist unfassbar, dass selbsternannte Repräsentanten der "Community" einer derart offensichtlichen Verunglimpfung, die die fortgesetzte Diskriminierung von homosexuellen Männern gerade unter Jugendlichen zweifellos befördern wird, auch noch Beifall klatschen. Da handelt es sich um einen hoffnungslosen Fall von internalisiertem Selbsthass, Selbsterniedrigung und Minderwertigkeitskomplexen. Mit keiner anderen gesellschaftlichen Gruppe, schon gar nicht mit einer Opfergruppe des Nazi-Terrors, könnte man sich Vergleichbares erlauben, ohne dass es völlig zu Recht einen nationalen Aufschrei geben würde.

    Eines steht fest: Wenn überall dort, wo junge Menschen ihre Sexualität frei und selbstbestimmt entdecken können sollten, weiterhin eine aggressive Heteronormativität und Schwulenfeindlichkeit den Ton angibt, wenn junge homosexuell empfindende Menschen mit einer inakzeptablen psychischen und teilweise rohen körperlichen Gewalt konfrontiert sind, die sie - durch zahlreiche Studien bestätigt - einem viermal höheren Selbstmordrisiko aussetzt als ihre heterosexuelle Altersgenossen, dann hat dieses entwürdigende Machwerk seinen Anteil daran! Und natürlich all die selbst Betroffenen, die sich diese inakzeptable Beleidigung, Verunglimpfung und Diskriminierung in den Massenmedien weiterhin widerspruchslos bieten lassen oder sie sogar bejubeln!
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#13 DragonWarrior
  • 23.06.2009, 08:25h
  • Antwort auf #12 von Homophobie und deren Beförderung sind ein Verbrechen
  • @ sascha
    "Es ist unfassbar, dass selbsternannte Repräsentanten der "Community" einer derart offensichtlichen Verunglimpfung, die die fortgesetzte Diskriminierung von homosexuellen Männern gerade unter Jugendlichen zweifellos befördern wird, auch noch Beifall klatschen. Da handelt es sich um einen hoffnungslosen Fall von internalisiertem Selbsthass, Selbsterniedrigung und Minderwertigkeitskomplexen."

    sascha, wir alle kennen ja deinen beissreflex gegen die "selbsternannten repräsentanten"...

    ich hab zumindest noch keine stellungnahme von irgendwelchen verbänden gelesen...
    und ich werde auch keine abgeben, bevor ich den film nicht gesehen habe...
    BORAT arbeitete auch mit einem klischee, dem des dummen ostblock-hinterwäldlers, aber entlarvt hat er letzten endes die noch blöderen amerikaner, die auf den betrug reingefallen sind...

    aber ganz ehrlich, dafür, dass er sich in dieser schwulen rolle mit dem nackten arsch außerechnet in eminems gesicht gesetzt hat, dafür hat er tatsächlich einen sympathiepunkt bei mir bekommen...

    den film werde ich erst beurteilen, wenn ich ihn gesehen habe
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#14 alex54Anonym
#15 Homophobie und deren Beförderung sind ein VerbrechenAnonym
  • 23.06.2009, 10:24h
  • Antwort auf #13 von DragonWarrior
  • Ach, @dragonwarrior, bei der jungen Zielgruppe, die ohnehin in jedem zweiten Satz schwulenfeindliche Bemerkungen ausstößt und die sexuell so unfrei ist wie noch nie zuvor seit Beginn entsprechender, aussagekräftiger Erhebungen Anfang der 70er Jahre, wo homosexuell empfindende Jugendliche im Ergebnis einem viermal höheren Selbstmordrisiko ausgesetzt sind eben wegen des aggressiven Heterosexismus und der aggressiven Stigmatisierung von Homosexualität, wie sie gerade durch die Massenmedien und die Pop-Branche befördert wird, da wird ganz bestimmt nichts "entlarvt" - und darum geht es einem solchen billigen Machwerk auch nicht (sondern es geht einzig und allein darum, sich ohne Rücksicht auf irgendwelche Verluste, d.h. Menschen, zu bereichern) - sondern vielmehr werden gerade in dieser Altersgruppe nur die üblichen schwulenfeindlichen Vorurteile und Klischees bestätigt, die es jungen Menschen inzwischen so schwer machen wie selten zuvor, sich sexuell frei und selbstbestimmt zu entdecken und auszuleben.

    Mir ist es daher scheißegal, wie dieser Mist im Detail umgesetzt wurde - die Folgen sind angesichts der herrschenden Realitäten absehbar. Und es ist ein Skandal, dass ein demokratischer Staat solche Machwerke unter dem Deckmantel der "künstlerischen Freiheit" (mit der es bei solch primitiven Darstellungen nicht gerade weit her sein kann) auf Kosten gerade junger Menschen, die damit einem noch höheren Maß an v.a. psychischer Gewalt ausgesetzt werden, zulässt und dass Leute wie du mit einer derart oberflächlichen Abwiegelungshaltung an solche Fragen herangehen. Da braucht es einen wahrlich nicht zu wundern, dass sich die nachkommende Generation, die über die Gesellschaft von morgen entscheidet, so zwangseinfältig und homophob entwickelt, wie es in den letzten Jahren wieder zunehmend der Fall ist. Wenn nicht einmal wir über ein schärferes Bewusstsein verfügen und dem auch Ausdruck verleihen, wer dann???

    Darstellungen in den Massenmedien, die das Potenzial haben, in irgendeiner Weise Diskriminierung, Verunglimpfung, Stigmatisierung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen zu befördern, gehören nach meiner Überzeugung VORAB einer kritischen Prüfung unterzogen, bevor sie überhaupt Schaden anrichten können. Wir sollten endlich aufhören damit, die Tatsache, dass junge Menschen sich wegen eben dieser dummen Klischees und in Ermangelung geeigneter Identifikationsfiguren nach wie vor das Leben nehmen oder sich überhaupt selbst verleugnen müssen, als unbedeutende Nebensächlichkeit zu behandeln. Daher muss ALLES getan werden, was in unserer Macht und in der Macht eines demokratischen Staates steht, um Homophobie und deren Beförderung als schwere Verbrechen an unserer Gesellschaft und der in ihr lebenden Menschen umfassend zu bekämpfen. Und dazu gehört ganz besonders das explizite Verbot Menschen verachtender, verunglimpfender, stigmatisierender und diskriminierender Darstellungen in den Massenmedien!
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#16 genervtAnonym

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