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  • 19. Juni 2009 18 2 Min.

Offen lebende Schwule gehören nicht in den Profisport, weil sie Mitspielern Missbehagen bereiten – das erklärte der ehemalige Profi-Footballspieler Kenneth Hutcherson, der inzwischen Pfarrer an der Antioch Bible Church in Kirkland (US-Bundesstaat Washington) ist.

"Es wäre besser für die Mannschaft, wenn Schwule sich nicht outen", schrieb der 56-Jährige in einer Kolumne für die "Washington Post". "Homosexualität ist ein sehr kontroverses Thema, das die Kameradschaft im Team negativ beeinflussen würde." Heterosexuelle Männer fühlten sich nur sicher, wenn in der Mannschaftsdusche nur andere heterosexuelle Männer stünden: "Das wäre sonst so, als wenn eine Frau im Team wäre oder eine Frau in der Mannschaftsdusche", erklärte der evangelische Christ.

Hutcherson, der wegen seines Glaubens bereits wiederholt öffentlich gegen Homo-Rechte eingetreten ist, stellte klar, dass Schwule keine "besonderen Rechte" verdient hätten: "Das ist keine Frage der Bürgerrechte wie bei Rassismus", erklärte der Linebacker. "Ich kann meine Hautfarbe nicht verändern, aber es gibt eine Menge Leute – speziell in unseren Kirchen – die es geschafft haben, nicht mehr schwul zu sein."

Im vergangenen Jahr hatte Hutcherson Christen dazu aufgerufen, Microsoft zu kaufen. Der Computer-Konzern sei zu homofreundlich, hatte der Pfarrer argumentiert (queer.de berichtete). Er versucht derzeit, schwarze Pfarrer im Kampf gegen Homosexualität zu vernetzen. Sie sollen gegen die Öffnung der Ehe, Antidiskriminierungsgesetze und Gesetze gegen Hassverbrechen demonstrieren und predigen.

Hutcherson war in den 1970ern fünf Jahre lang Profispieler in der National Football League. Er stand bei Dallas, San Diego und Seattle unter Vertrag. (dk)

-w-

#1 CarstenFfm
  • 19.06.2009, 15:00h
  • Es hätte mich auch sehr überrascht, wenn die Mannschaftsdusche nicht als Argument gekommen wäre.

    Denken homophobe Heten eigentlich an nichts anderes als ans Duschen danach?
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#2 Gurk-o-vichAnonym
  • 19.06.2009, 15:09h
  • Es ist einfach immer wieder schade, mit anzusehen, wie sich vor allem die Kirche gegen die Homosexualität sträubt. Wir sind auf dem guten Weg, einen Schritt in Richtung Vorwärts zu tätigen, wenn da nicht solche zurückgebliebenen Menschen wären, die unnötiger Weise auch noch Macht haben, eine ganze Gruppe von Menschen dazu zu bewegen und Homosexualität als "abstoßend" zu deklarieren. Es ist mal wieder eine der Sauereien auf dieser Erde, die keinerlei Anerkennung verdient. Nur Spott und Verachtung.
    Schockierend.
    Gruß
    Gurk-o-vich
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#3 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 19.06.2009, 15:31h
  • "Das wäre sonst so, als wenn eine Frau im Team wäre oder eine Frau in der Mannschaftsdusche"

    Wie ist das jetzt zu verstehen? Heißt das, wenn eine Frau im Team wäre, würde die heterosexuelle Mannschaft auf die Frau dauergeil sein und kann sich dann nicht mehr auf's Spielen konzentrieren und dementsprechend heißt das, wenn ein Schwuler im Team ist, wird die restliche heterosexuelle Mannschaft auf den Schwulen dauergeil?

    "Ich kann meine Hautfarbe nicht verändern, aber es gibt eine Menge Leute – speziell in unseren Kirchen – die es geschafft haben, nicht mehr schwul zu sein."

    Um mal genauso dumm-dreist zu antworten: Wieso kannst du deine Hautfarbe nicht ändern? Selbstverständlich kannst du das. Michael Jackson hat das doch auch geschafft.

    @CarstenFfm

    Hübsches neues Foto.
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